Niederösterreich: Bis 2030 insgesamt 250 neue Startups in Niederösterreich

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Niederösterreich

05 Dez 22:00 2022 von Redaktion Salzburg Print This Article

LR Danninger: Niederösterreich hat höchste Startup-Wachstumsrate aller Bundesländer

Innovation sei ein wichtiger Standortfaktor, in Niederösterreich habe sich vor allem in den letzten Jahren das Startup-Ökosystem sehr gut entwickelt, sagte Landesrat Jochen Danninger am heutigen Montag im Cinema Paradiso St. Pölten, wo er gemeinsam mit Michael Ploder vom Joanneum Research, Doris Agneter von tecnet equity und Martin Miltner von Lignovations die Startup-Trends in Niederösterreich vorstellte.

„Von 2010 bis 2018 wurden 7 Prozent aller österreichischen Startups in Niederösterreich gegründet, zwischen 2019 und 2021 waren es bereits 11 Prozent. Mit rund 25 Neugründungen pro Jahr verfügt Niederösterreich über die höchste Startup-Wachstumsrate aller Bundesländer, gleichzeitig wachsen damit auch die Umsätze und erhöhen sich die Arbeitsplätze. Die Startups mögen derzeit nur einen kleinen Teil der Wirtschaft ausmachen, die Startups von heute sind aber die Leitbetriebe von morgen und können für die Zukunft einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil bringen“, betonte dabei Danninger.

Um die öffentliche Wahrnehmung zu steigern und viele weitere zu motivieren, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen, sei es wichtig, erfolgreiche Startups vor den Vorhang zu holen, etwa durch die Social-Media-Kampagne „Startup Stories NÖ“ auf dem landeseigenen Facebook-Kanal, sagte der Landesrat und hob hervor: „Bis 2030 haben wir uns 250 neue Startups in Niederösterreich als Ziel gesetzt, das sind auch 1.000 Arbeitsplätze mit Zukunft“. Dabei sei es auch entscheidend, ein klares Profil zu entwickeln: „Deshalb setzen wir auf die Branchenschwerpunkte Kreislaufwirtschaft und Landwirtschaftstechnik bzw. Luft- und Raumfahrt und werden dafür in Tulln bzw. Wiener Neustadt die Förderservices ausbauen“, erklärte Danninger abschließend.

Michael Ploder fasste die Eckdaten einer Untersuchung zusammen, nach der die Motive für entsprechende Gründungen u. a. zu jeweils 95 Prozent in Selbstbestimmung und einer Reaktion auf eine konkrete Marktlücke bzw. zu 90 Prozent in der Überführung von Forschung und Entwicklung in Produkte lägen. „Gründungen, die nicht durch den landeseigegen Inkubator accent betreut werden, schaffen nach vier Jahren durchschnittlich 1,2 Arbeitsplätze, während von accent begleitete Startups mit acht Arbeitsplätzen überdurchschnittliches Wachstum aufweisen. Beim Umsatz liegen die accent-Startups nach acht Jahren bei über 700.000 Euro, die anderen Gründer bei weniger als der Hälfte dieses Betrages“, meinte der Leiter der Forschungsgruppe Technologie, Innovation und Politikberatung am Joanneum Research.

Doris Agneter zeigte sich stolz, dass elf der österreichischen Top-100-Startups aus Niederösterreich kommen. Niederösterreich sei breit aufgestellt und setze eine Reihe von Unterstützungsmaßnahmen von den ersten tecnet-Workshops bis zur Finanzierung aus dem Venture Capital Fonds, um neuen Gründern Mut zu machen und sie auf ihrem weiteren Weg zu unterstützen, sagte die Geschäftsführerin von tecnet equity.

Martin Miltner, Co-Gründer von Lignovations, einem dieser Top-100-Startups, erzählte aus der Praxis des Werdegangs vom einem Spin-off der TU Wien zu einem Unternehmen mit mittlerweile elf Beschäftigten an der Schnittstelle zwischen Bioökonomie und innovativem Hightech als Ersatz für schädliche Chemikalien in der Kosmetikindustrie.


Quelle: Land Niederösterreich



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