Wien: Bilanzpressekonferenz der Vienna Film Commission für 2021

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Wien

25 Feb 04:00 2022 von Redaktion Salzburg Print This Article

All-Time-High für den Filmstandort Wien

Eine höchst erfreuliche Bilanz für das vergangene Jahr zieht die Vienna Film Commission: „Gemessen an den Zahlen war 2021 das bislang erfolgreichste Jahr für die Vienna Film Commission und den Filmstandort Wien“, so Geschäftsführerin Marijana Stoisits. Während das erste Quartal moderat verlief, konnte ab April bis zum Ende des Jahres eine erhebliche Steigerung an Drehgenehmigungen verzeichnet werden, die sogar die Jahre 2018 und 2019 weit übertraf.

Für Veronica Kaup-Hasler, amtsführende Stadträtin für Kultur und Wissenschaft in Wien sind diese Zahlen ein klarer Indikator, den erfolgreichen Weg der Stadt Wien weiter zu beschreiten: „Gute Rahmenbedingungen haben für die Filmproduktion und das künstlerische Arbeiten in unserer Stadt oberste Priorität. Wien arbeitet kontinuierlich daran, den Filmstandort Wien konsequent und nachhaltig auszubauen und dabei die Wiener Filmwirtschaft weiterhin zu beleben“, unterstreicht Veronica Kaup-Hasler und betont weiter: „Die Vienna Film Commission übernimmt hier als Einrichtung der Stadt eine wesentliche Rolle. Als langjährige und verlässliche Partnerin trägt die Vienna Film Commission auch essenziell zur internationalen Positionierung der Stadt Wien bei.“ Geschäftsführerin Marijana Stoisits dankt der Wiener Stadtregierung und dem Magistrat für die hervorragende Kooperation und stets lösungsorientierte Unterstützung von Dreharbeiten in Wien, egal ob es sich um Blockbuster-, Indie- oder Student*innen-Projekte handelt.

Ansuchen und Empfehlungsschreiben

Im Geschäftsjahr 2021 wurden bei der Vienna Film Commission 806 Filmprojekte verschiedenster Genres und mit unterschiedlichem technischem Aufwand zur Bearbeitung eingereicht. Das entspricht einem Plus von 41% im Vergleich zum Vorjahr. Für diese österreichischen und internationalen Projekte wurden insgesamt 1290 Ansuchen um Drehgenehmigungen gestellt, für die von der Vienna Film Commission 1295 Empfehlungsschreiben an die zuständigen grundverwaltenden Dienststellen und gleichzeitig an die Antragsteller*innen ausgestellt wurden. Die Zahl der Drehansuchen ist damit um 38%, die Zahl der ausgestellten Empfehlungsschreiben um 29% gestiegen.

Internationale Projekte lagen mit 78 zwar um 13% höher als im Jahr 2020, doch nach wie vor deutlich unter den Ergebnissen der Vorjahre. Die meisten Projektansuchen aus dem Ausland kamen aus Deutschland, Großbritannien und Frankreich, gefolgt von den USA und 16 weiteren Ländern. Zu den größten internationalen Projekten zählten die US-Serie „Jack Ryan“ für Amazon, die Bollywood ­ Produktion „Tiger 3“ und die US-Serie „The Bachelor“ für ABC.

Motivrangliste Wiener Magistrat und Unternehmen der Stadt Wien 2021 hat die Vienna Film Commission mit 23 Magistratsabteilungen und Institutionen der Stadt kooperiert. Weit voran an der Spitze liegen mit 290 Empfehlungsschreiben die Wiener Stadtgärten (MA 42), gefolgt vom Brücken- und Grundbau (MA 29) mit 70 Empfehlungsschreiben. Dreharbeiten im Freien und in der Natur waren schon immer sehr gefragt, während der Pandemie nun noch mehr. Den dritten Platz im Ranking belegt das Marktamt (MA 59) mit 69 Empfehlungsschreiben.

Die „Filmabteilung“ der MA 46 (Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten) ist die wichtigste Kooperationspartnerin der Vienna Film Commission. Die Zahl der Bewilligungen durch die MA 46 ist 2021 im Vergleich zum Vorjahr auf 1135 gestiegen, das bedeutet ein Plus von 35%. Die Wiener Linien haben 126 Drehansuchen bewilligt, ein Zuwachs von 40%. Wiener Wohnen hat im vergangenen Jahr 32 Projekte mit insgesamt 58 Drehtagen in Gemeindebauten bewilligt, bei den Wiener Friedhöfen waren es 50 Filmprojekte. Den Hafen Wien erreichten 48 Anfragen, in den Palais und Immobilien der Schönbrunn Group wurden 96 Projekte umgesetzt. Die Prater AG erteilte 192 Drehgenehmigungen.

Bezirksverteilung

Die Dreharbeiten in der Innenstadt lagen mit 20,8% fast gleich wie im Vorjahr, gefolgt von der Leopoldstadt mit 11,3%, der Landstraße mit 8,2%, Döbling mit 5,5% und der Donaustadt mit 5%. Gedreht wurde in allen Wiener Stadtbezirken.

Internationale Aktivitäten

Einzige internationale Beteiligung vor Ort war die Teilnahme am Symposium „Vienna in Hollywood“, veranstaltet von den USC Libraries, dem Max Kade Institute und dem neu eröffneten Academy Museum of Motion Pictures in Los Angeles. Das Symposium widmete sich den Einflüssen und der Wirkung der österreichischen und Wiener Immigrant*innen auf die Filmindustrie im Hollywood der 1920er Jahre. Auf das Symposium folgte im Academy Museum die erste Filmreihe des Museums unter dem Titel „Vienna in Hollywood“. Auf allen anderen Filmmärkten war die Vienna Film Commission online vertreten.

Neue Website der Vienna Film Commission

2021 erfolgte ein vollständiger Relaunch der Website der Vienna Film Commission. Die Vienna Film Commission ist im Netz auch auf Instagram und Facebook aktiv.

Filmwirtschaftsförderung

Um den Filmstandort Wien und Österreich international stärker zu positionieren, bedarf es einer besseren Dotierung der Wirtschaftsfilmförderung des Bundes. Österreich ist im internationalen Wettbewerb weit abgeschlagen, insbesondere, weil VoD-Produktionen nicht antragsberechtigt sind. Geschäftsführerin Stoisits: „Ein von der Branche erarbeitetes Konzept für ein Incentive liegt seit geraumer Zeit fertig in den Schubladen des Wirtschafts- und Finanzministeriums. Es sollte endlich dringend freigegeben werden.“


Quelle: Stadt Wien



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