Tirol: Bilanz Wohnbauförderung 2025
Rekordjahr für leistbares und nachhaltiges Wohnen in Tirol
- Wohnbauförderung als starker Impulsgeber für Bevölkerung, Klima und Konjunktur
- 2.137 neu errichtete Wohnungen gefördert
- 25.300 sanierte Wohnungen unterstützt
- Über 23 Millionen Euro für umwelt- und energiebewusstes Bauen
Die Tiroler Wohnbauförderung blickt im Jahr 2025 auf eine eindrucksvolle Bilanz zurück: Insgesamt wurden 434 Millionen Euro investiert, um leistbares, nachhaltiges und zukunftsfähiges Wohnen in Tirol zu sichern. Mit 25.300 Sanierungen, 2.137 neu errichteten und geförderten Wohnungen sowie über 23 Millionen Euro für umwelt- und energiebewusste Maßnahmen wurde ein neuer Höchststand erreicht.
„Wohnen ist ein Grundbedürfnis und eine der zentralen sozialen Fragen unserer Zeit. Unser Ziel ist es, die Tirolerinnen und Tiroler mit der Wohnbauförderung spürbar zu entlasten und ihnen leistbaren, sicheren und zukunftsfähigen Wohnraum zu ermöglichen“, betont Wohnbaureferent LHStv Philip Wohlgemuth und führt weiter aus: „Jeder Cent aus der Wohnbauförderung soll direkt den Tirolerinnen und Tirolern zugutekommen. Die Fördermöglichkeiten reichen vom Kauf einer Neubauwohnung über die Sanierung von bestehendem Wohnraum bis hin zur Umsetzung von energiesparenden und umweltfreundlichen Maßnahmen. Mit den Verbesserungen der letzten Jahre bei der Wohn- und Mietzinsbeihilfe haben wir zudem einen wichtigen Schritt gesetzt, um Tirolerinnen und Tiroler noch stärker bei der Deckung der Wohnkosten zu unterstützen.“
Zugleich stellt LHStv Wohlgemuth klar: „Bei der Wohnbauförderung wird es keine Kürzungen geben. Wir werden auch in den nächsten beiden Jahren die notwendigen Mittel investieren. Es sollen unter anderem rund 3000 neue Wohneinheiten entstehen.“ LHStv Wohlgemuth appelliert daher an die Bevölkerung, die bestehenden Fördermöglichkeiten aktiv zu nutzen.
Tirol investiert in leistbares und umweltfreundliches Wohnen
Im Jahr 2025 wurden insgesamt 235 Millionen Euro in Neubauprojekte investiert. Der Erwerb von gebrauchten Wohnungen wurde mit rund 10 Millionen Euro unterstützt. Im Vergleich dazu waren es im Jahr 2024 rund 7,4 Millionen Euro. Über 43 Millionen Euro wurden in Form von Wohn- und Mietzinsbeihilfen gewährt – eine gezielte Unterstützungsleistung des Landes für Haushalte, die beim Grundbedürfnis Wohnen finanziell besonders gefordert sind. Für über 25.300 Sanierungen wurden rund 123 Millionen Euro aufgewandt. Im Jahr 2024 waren es noch 24.300 Sanierungen, die mit insgesamt 99 Millionen Euro gefördert wurden. Weitere 23 Millionen Euro wurden im Jahr 2025 in die Förderung von umwelt- und energiebewusste Maßnahmen – etwa Photovoltaik-Anlagen, umweltschonende Heizsysteme oder Dachbegrünungen – investiert.
Starker Impuls für Wirtschaft und Beschäftigung
Trotz hoher Baukosten, hohen Zinsen und einer bundesweit schwachen Konjunktur investiert Tirol weiterhin kräftig: Mit einem ausgelösten Bauvolumen von insgesamt 1.156 Millionen Euro im Bereich Neubau und Sanierung wurde 2025 ein wesentlicher Impuls für die heimische Bauwirtschaft gesetzt. „Die Wohnbauförderung wirkt damit nicht nur sozial- und klimapolitisch, sondern auch als wichtiger Motor für Konjunktur und Beschäftigung in Tirol“, erklärt LHStv Wohlgemuth.
Blick nach vorne: Studie „Zukunft Wohnen Tirol 2035“
Die Ergebnisse der Wohnbedarfsstudie zeigen deutlich, wie wichtig innovative Ansätze für leistbares Wohnen in Tirol sind. Neben dem Neubau spielt die Aktivierung von ungenutztem oder leerstehendem Wohnraum eine zentrale Rolle. Vor diesem Hintergrund wurde die Studie „Zukunft Wohnen Tirol 2035“ gestartet. Sie wird von der neu eingerichteten Servicestelle Wohnen koordiniert und wissenschaftlich in Kooperation mit der geoLIT GmbH, einem Spin-Off der Universität Innsbruck, umgesetzt. Ziel der Studie ist es, eine Vision für das Wohnen von morgen zu entwickeln und ein gemeinsam getragenes Leitbild für die Wohnbau-, Raumordnungs- und Bodenpolitik in Tirol zu schaffen. Dabei sollen alle relevanten Akteure – von Landesabteilungen über Städte und Gemeinden bis hin zu Interessensvertretungen – eingebunden werden. Auch die Ergebnisse des Wohnbausymposiums „wohnen morgen“ am 9. Jänner 2026 im Landhaus fließen direkt in die Studie ein, sodass Praxis, Forschung und politische Planung eng verzahnt werden.
„Sowohl das Wohnbausymposium als auch die Studie geben uns einen Blick in die Zukunft. Unser Ziel ist es, eine Vision für das Wohnen von morgen zu entwickeln und ein gemeinsam getragenes Leitbild zu schaffen, das Orientierung für die zukünftige Wohnbau-, Raumordnungs- und Bodenpolitik in Tirol gibt – wissenschaftlich fundiert und zukunftsgerichtet“, erklärt LHStv Wohlgemuth. Dabei gilt für den Wohnbaureferenten: „Sanierung vor Neubau auf der grünen Wiese, gezielte Investitionen dort, wo sie die größte Wirkung entfalten, und eine klare Vision für den Wohnbau der Zukunft“.
Wo können Förderungen beantragt werden?
Ansuchen für Wohnbauförderung, Wohnhaussanierung und Wohnbeihilfen können in den Bezirken Imst, Landeck, Lienz, Kufstein, Kitzbühel, Reutte und Schwaz bei der jeweiligen Bezirkshauptmannschaft gestellt werden.
Für den Bezirk Innsbruck-Land ist das Land Tirol, Abteilung Wohnbauförderung, zuständig. Für Ansuchen im Bereich der Stadt Innsbruck sind Sanierungsansuchen sowie Ansuchen auf Mietzins- und Annuitätenbeihilfe beim Stadtmagistrat Innsbruck einzubringen, Neubauansuchen beim Land Tirol, Abteilung Wohnbauförderung.
Alle Informationen sowie die Möglichkeit zur Antragstellung finden sich unter www.tirol.gv.at/wohnbau.
Factbox: Wohnbauförderung nach Bezirken
Gesamt
Neubau: 235 Millionen Euro
Sanierung: 123 Millionen Euro
Erwerb: 10 Millionen Euro
Beihilfen: 43 Millionen Euro
Umwelt- und energiebewusste Maßnahmen: 23 Millionen Euro
Innsbruck-Stadt:
Neubau: 50,22 Millionen Euro
Sanierung: 18,76 Millionen Euro
Erwerb: 1,38 Millionen Euro
Beihilfen: 18,76 Millionen Euro
Umwelt- und energiebewusste Maßnahmen: 4,5 Millionen Euro
Innsbruck-Land:
Neubau: 70,2 Millionen Euro
Sanierung: 26,68 Millionen Euro
Erwerb: 3,46 Millionen Euro
Beihilfen: 7,07 Millionen Euro
Umwelt- und energiebewusste Maßnahmen: 4,8 Millionen Euro
Imst:
Neubau: 13,36 Millionen Euro
Sanierung: 10,94 Millionen Euro
Erwerb: 980.000 Euro
Beihilfen: 2,31 Millionen Euro
Umwelt- und energiebewusste Maßnahmen: 1,62 Millionen Euro
Kitzbühel:
Neubau: 11,28 Millionen Euro
Sanierung: 10,62 Millionen Euro
Erwerb: 400.000 Euro
Beihilfen: 2,18 Millionen Euro
Umwelt- und energiebewusste Maßnahmen: 1,72 Millionen Euro
Kufstein:
Neubau: 26,2 Millionen Euro
Sanierung: 16,22 Millionen Euro
Erwerb: 1,75 Millionen Euro
Beihilfen: 5,13 Millionen Euro
Umwelt- und energiebewusste Maßnahmen: 2,52 Millionen Euro
Landeck:
Neubau: 14,34 Millionen Euro
Sanierung: 7,75 Millionen Euro
Erwerb: 530.000 Euro
Beihilfen: 1,25 Millionen Euro
Umwelt- und energiebewusste Maßnahmen: 1,41 Millionen Euro
Lienz:
Neubau: 16,42 Millionen Euro
Sanierung: 12,09 Millionen Euro
Erwerb: 360.000 Euro
Beihilfen: 2,75 Millionen Euro
Umwelt- und energiebewusste Maßnahmen: 390.000 Euro
Reutte:
Neubau: 7,65 Millionen Euro
Sanierung: 7,82 Millionen Euro
Erwerb: 250.000 Euro
Beihilfen: 1,16 Millionen Euro
Umwelt- und energiebewusste Maßnahmen: 2,49 Millionen Euro
Schwaz:
Neubau: 25,54 Millionen Euro
Sanierung: 15,56 Millionen Euro
Erwerb: 890.000 Euro
Beihilfen: 2,92 Millionen Euro
Umwelt- und energiebewusste Maßnahmen: 3,48 Millionen Euro
Quelle: Land Tirol
