Niederösterreich: Beschäftigungsinitiative für Frauen zieht positive Bilanz

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Niederösterreich

25 Nov 05:00 2022 von Redaktion Salzburg Print This Article

LR Eichtinger/LGF Hergovich: Zu Besuch bei UNIDA Services im Mostviertel

36 Prozent der jobsuchenden Frauen, die sich bei UNIDA Services auf den Wiedereinstieg ins Erwerbsleben vorbereitet haben, stehen wieder im Berufsleben. Davor waren sie arbeitslos und hatten kaum Chancen am Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen. Arbeitsmarkt-Landesrat Martin Eichtinger und AMS NÖ-Landesgeschäftsführer Sven Hergovich überzeugten sich gestern bei einem gemeinsamen Besuch bei UNIDA Services in Amstetten von der erfolgreichen Arbeit der Beschäftigungsinitiative.

Die AMS-Geschäftsstellen Amstetten, Melk und Scheibbs vermitteln arbeitslose Frauen, die ohne gezielte Beschäftigungsförderung kaum Chancen auf einen beruflichen Neustart haben, zur Beschäftigungseinrichtung UNIDA Services. Viele von ihnen brauchen intensive Unterstützung, beruflich wieder Anschluss zu finden:Betreuungspflichten oder gesundheitliche Probleme haben die Erwerbskarriere für längere Zeit unterbrochen, geringe Ausbildung oder Berufserfahrung stehen einem raschen Wiedereinstieg im Weg. Bei UNIDA Services bekommen die Frauen ihre Chance auf einen Neustart:Die ehemals Arbeitslosen werden befristet beim Projekt angestellt und gehen, unterstützt von Arbeitsanleiterinnen und Sozialarbeiterinnen, einer Beschäftigung nach: Sie arbeiten im UINIDA-Café, in der Küche oder im Second-Hand-Shop.

Seit 2006 waren über Vermittlung des AMS an die 700 ehemals arbeitslosen Frauen bei UNIDA Services beschäftigt. Allein im Jahr 2021 ist vielen von ihnen der berufliche Neustart geglückt: 36 Prozent von ihnen standen drei Monate nach der Projektteilnahme im Berufsleben. „Beim Rückbau der Langzeitarbeitslosigkeit ist Niederösterreich im bundesweiten Vergleich Top-Performer: Gegenüber dem Vorkrisenniveau 2019 ist die Zahl der Personen, die im Oktober bereits ein Jahr und länger auf Arbeitssuche sind, um 40 Prozent zurückgegangen. Das ist der absolut und relativ mit Abstand stärkste Rückgang österreichweit. Projekte wie UNIDA tragen maßgeblich dazu bei, dass wir die Langzeitarbeitslosigkeit im Mostviertel reduzieren“, so Arbeitsmarkt-Landesrat Martin Eichtinger und AMS NÖ-Chef Sven Hergovich.

Im Kampf gegen Langzeitarbeitslosigkeit gehen Land und AMS gemeinsame Wege. So wird das Projekt aus Mitteln des Landes und des Arbeitsmarktservice NÖ in diesem Jahr mit in Summe 790.000 Euro gefördert. Für das Jahr 2023 ist eine Fortführung der Förderung bereits geplant.


Quelle: Land Niederösterreich



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