Kärnten: Auftakt zum Jubiläumsjahr - 50 Jahre Heiligenbluter Vereinbarung und 40 Jahre Nationalpark Hohe Tauern

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Foto: Büro LR.in Schaar
23 Apr 05:00 2021 von Redaktion Salzburg Print This Article

LR.in Schaar und NP-Direktor Rupitsch zogen Bilanz – Festveranstaltung am 23. Oktober 2021 in Heiligenblut geplant

Klagenfurt (LPD). Die Unterzeichnung der Heiligenbluter Vereinbarung im Jahr 1971 war der Beginn der Umsetzung der Nationalparkidee in Österreich. Mit der rechtlichen Verankerung des Kärntner Anteils des Nationalparks Hohe Tauern am 15. September 1981 wurden weiteren Ausbauplänen für die energiewirtschaftliche Nutzung der Tauernbäche und möglichen Skierschließungen ein Ende gesetzt. Aus dem ursprünglich 195 km² großen Nationalpark im oberen Mölltal entwickelte sich in den Bundesländern Kärnten, Salzburg und Tirol mit insgesamt 1.856 km² der größte Nationalpark im Alpenraum. Zum Auftakt des Jubiläumsjahres zogen heute, Donnerstag, Nationalparkreferentin LR.in Sara Schaar und Nationalparkdirektor Peter Rupitsch im Spiegelsaal der Landesregierung Bilanz über 40 Jahre Nationalparkentwicklung in Kärnten.

„Sowohl die heimische Bevölkerung als auch Besucherinnen und Besucher wissen den Wert des Nationalparks zu schätzen. Der Erhalt dieser besonderen Landschaft und die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten ist mir ein großes Anliegen. Ich sehe darin ein großes Potential für die Zukunft. Gerade in herausfordernden Zeiten mit Klimawandel und Pandemie haben wir den Wert einer intakten Natur- und Kulturlandschaft schätzen gelernt“, so die Nationalparkreferentin.

Die wenigsten würden wissen, dass die Nationalparkflächen in Kärnten im Gegensatz zu anderen Nationalparks fast zur Gänze in Privatbesitz sei. „Alle in diesem Bereich sind daher Teil dieses Nationalparks und es kommt darauf an, was wir gemeinsam daraus machen. Deshalb ist mir ein gutes Zusammenwirken von Grundbesitzerinnen und -besitzern, Verwaltung, Behörden, Interessensgruppen und den Naturschutzorganisationen wie auch den Besucherinnen und Besuchern wichtig, um den Nationalpark Hohe Tauern in eine gute Zukunft führen zu können,“ so die Landesrätin.

„Ein besonderes Anliegen ist mir die Umweltbildung, wozu der Nationalpark eine Vielzahl von Programmen anbietet“, so Nationalparkdirektor Rupitsch. Im Laufe der Jahre sei es gelungen, mit Unterstützung von Bund und Land ein professionelles Nationalparkmanagement aufzubauen, damit die Nationalparkverwaltung die Kernaufgaben Naturraummanagement, Wissenschaft und Forschung, Bildung und Besucherinformation effizient wahrnehmen könne. Dazu zähle auch die Nationalparkinfrastruktur mit Besucherzentren, Infostellen und Lehrwegen sowie die Installierung eines Nationalpark Rangersystems.

Vor 50 Jahren wurde am Fuße des Großglockners ein Meilenstein in der österreichischen Naturschutzgeschichte gesetzt: Mit der Unterzeichnung der Absichtserklärung zur Errichtung eines bundesländerübergreifenden Nationalparks in den Hohen Tauern durch die damaligen Landeshauptleute Hans Sima aus Kärnten, Hans Lechner aus Salzburg und Eduard Wallnöfer aus Tirol am 21. Oktober 1971 in Heiligenblut begann die Nationalparkgeschichte in Österreich. Auf insgesamt 2.391 km² bewahren die sechs österreichischen Nationalparks bedeutende Naturräume. Das entspricht fast drei Prozent der österreichischen Staatsfläche. Kärnten war in Nationalparkangelegenheiten Vorreiter. Bestätigt wurde dies im Jahr 2001 durch die internationale Anerkennung des Kärntner Anteils durch die Weltnaturschutzunion (IUCN). Einer Umfrage zufolge ist der Nationalpark Hohe Tauern der bekannteste Nationalpark Österreichs (65% spontan und 85% namensgestützt).

Im heurigen Nationalpark-Jubiläumsjahr sind zahlreiche Veranstaltungen geplant, unter anderem eine Festveranstaltung am 23. Oktober 2021 in Heiligenblut. Die Nationalparkverwaltungen des Nationalparks Hohe Tauern informieren dazu rechtzeitig in ihren Informationskanälen unter: www.hohetauern.at; https://www.instagram.com/nationalpark__hohetauern/; https://www.facebook.com/Hohe.Tauern




Quelle: Land Kärnten



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