Salzburg: Aufbruchstimmung zum Start der Plattform Pflege III
Foto: Land Salzburg / Franz Neumayr
Die neun Arbeitsgruppen sind nun komplett / Acht Wochen Zeit für erste Grobkonzepte
(LK) Rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 37 Institutionen sind am Donnerstagnachmittag zum Auftakt der Pflegeplattform III in den Chiemseehof gekommen. Alle Beteiligten konnten sich selbst einer Arbeitsgruppe zuordnen. In den neun definierten Arbeitsgruppen geht es jetzt darum, Vorschläge und Maßnahmen für die Politik zu erarbeiten.
„Es geht um nichts anderes als um die Versorgung der Bevölkerung“, sagte der Pflegebeauftragte der Landesregierung, Karl Schwaiger, am Donnerstagnachmittag im Chiemseehof. Schwaiger leitet die Plattform Pflege III und hat dabei für die Organisation Projektkoordinator Michael Wörgötter an seiner Seite. Der Einladung zum Auftakt der Plattform sind am Donnerstagnachmittag rund 70 Personen gefolgt. „Die Resonanz ist gut, es haben sich viele gemeldet. Mein Eindruck ist, dass es eine Aufbruchstimmung gibt. Wir alle verfolgen ja auch ein Ziel: Eine gute Perspektive für die Pflege in diesem Land zu sichern“, sagt Schwaiger. Er bedankte sich gemeinsam mit Soziallandesrat Wolfgang Fürweger bei jedem Einzelnen für die Mitwirkung und die Einbringung seiner Expertise.
Nun geht es ans Werk
Zu tun gibt es genug. Die einzelnen Arbeitsgruppen wurden am Donnerstag mit ihrem jeweiligen Arbeitsauftrag vorgestellt. Der Zeitplan ist sportlich: Bis Ende März sollen erste Grobkonzepte vorliegen, das ist bereits in acht Wochen. Dann geht es bis Mai an die Feinjustierung. Die neun Arbeitsgruppen im Überblick:
- Finanzierung
- Analyse und Bedarf
- Marketing/Werbung
- Ausbildung
- Dienst- und Berufsrecht
- Extramurale Pflegeorganisation
- Think Tank (Digitalisierung, Pflegeversorgung der Zukunft)
- Schnittstellenmanagement
- Pflege zu Hause/Unterstützung pflegender Angehöriger
Der Leiter der städtischen Seniorenheime, Christoph Baumgärtner, übernimmt die Leitung der Arbeitsgruppe Schnittstellenmanagement. In der Arbeitsgruppe Dienst- und Berufsrecht haben drei Personen die Leitung übernommen - Martin Huber (Gemeindeverband), Andreas Eichhorn (Abt. 3, Soziales) sowie Christian Prucher (Abt. 9, Gesundheit). Hier wird es auch um die Analyse und Evaluierung der unterschiedlichen Gehaltssysteme gehen.
Rund 27.000 Pflegegeldbezieher
Christian Struber, Vorsitzender des Salzburger Bildungswerks und langjähriger Präsident des Hilfswerks, wird sich um die Arbeitsgruppe Pflege zu Hause kümmern. Er wies am Donnerstag auf die Zahlen hin: „Rund 27.000 Menschen beziehen in diesem Bundesland Pflegegeld. Wir haben 74 Heime, wo wir etwa 5000 Menschen unterbringen können. Das heißt im Umkehrschluss, dass 22.000 Menschen zuhause gepflegt werden. Wenn man rechnet, dass sich etwa zwei Angehörige abwechselnd darum kümmern, dann haben wir 50.000 Menschen in diesem Land, die jemanden pflegen und betreuen. Das ist eine große Gruppe.“
Quelle: Land Salzburg
