Wien: Auf die Schaufeln, fertig los! Gleisbausaison der Wiener Linien startet im März
Wiener Linien/Johannes Zinner
Die Wiener Linien setzen ab März ihr umfassendes Modernisierungsprogramm „Netz erst recht!“ weiter um und tauschen heuer insgesamt 12,5 Kilometer Straßenbahngleise in ganz Wien, hinzu kommen 33 neue Bim-Weichen. Dabei liegt der Fokus verstärkt auf großflächigen Sanierungen, so sind die Verbesserungen für die Fahrgäste deutlich spürbarer als bei mehreren punktuellen Maßnahmen. Ab dritten März geht der Gleisbau auf der Simmeringer Hauptstraße los und kurz darauf folgen die Arbeiten auf der Lerchenfelder Straße und in der Quellenstraße. Ein Highlight der Gleisbausaison ist die Baustelle auf der Dornbacher Hauptstraße, die ab April in mehreren Phasen durchgeführt wird. Weitere Modernisierungsarbeiten gibt es in der Quellenstraße und am Aumannplatz.
Wichtige Erneuerungen sind auch im insgesamt 83 Kilometer langen U-Bahn-Netz erforderlich. Während der Osterferien finden Arbeiten bei der U6 statt.
Modernisierungs-Highlights im Frühling
- Simmeringer Hauptstraße: Rund 1.500 Meter Gleise werden an gleich drei Örtlichkeiten von 3. März bis Herbst entlang der Simmeringer Hauptstraße erneuert. In dieser Zeit werden die Linien 11 und 71 ab 22:30 Uhr kurzgeführt – währenddessen ist für den 11. Bezirk der Ersatzbus 71E unterwegs.
- Lerchenfelder Straße: Vom Schmerlingplatz bis über die Neubaugasse wird heuer rund 1.200 Meter Gleis entlang der 46er-Strecke auf der Lerchenfelder Straße erneuert. Von 16. März bis Mitte Juli kann die Bim deshalb nicht zwischen Ring, Volkstheater und U6 Thaliastraße fahren und wird von Joachimsthalerplatz kommend ab Thaliastraße zu Josefstädter Straße U umgeleitet. Die Linie 13A fährt in den Osterferien nur zwischen Hauptbahnhof und Neustiftgasse.
- Quellenstraße: Zwischen der Knöllgasse und Bernhardtstalgasse werden 400 Meter Gleise von Grund auf erneuert. Die Linie 6 ist deshalb von 16. März bis Mitte April eingestellt – mit den Linien U1, 1, 11, 18, 7A und 14A kommen unsere Fahrgäste in Favoriten trotzdem gut an ihr Ziel.
- Hernalser Hauptstraße: Auf der Hernalser Hauptstraße werden rund 1.500 Meter Gleise der Linie 43 von 20. April bis September in zwei Bauphasen erneuert – die Linie 43 wird deshalb kurzgeführt. Um Anrainer*innen trotz der Einschränkungen ein attraktives Öffi-Angebot zu bieten, wird die Buslinie 43A ersatzweise verlängert und die Linie 2 verdichtet.
- Aumannplatz: Auch am Aumannplatz in Währing modernisieren die Wiener Linien rund 750 Meter Gleise: Von 4. Mai bis Ende Juni werden die Linien 40 und 41 deshalb über die Kreuzgasse umgeleitet – die Linie 42 wird temporär eingestellt. Die Linie 9 kann nur zwischen Westbahnhof und Antonigasse fahren. Mit dem Ersatzbus 41E wird die Öffi-Anbindung entlang der Gentzgasse und Währinger Straße sichergestellt.
- Otto-Probst-Straße: Für eine Erneuerung von ca. 250 Meter Gleisen in der Otto-Probst-Straße beim Tesarekplatz wird die Linie 11 von 11. bis 30. Mai beim Frödenplatz kurzgeführt.
- Erneuerungen entlang der U6: Die fahrgastärmeren Ferienzeiten werden auch dieses Jahr für Modernisierungsarbeiten an der U6 genutzt. In den Osterferien fährt die U6 deshalb nicht zwischen Jägerstraße und Währinger Straße-Volksoper. Fahrgäste können währenddessen auf die Linie 12 ausweichen.
In den Sommerferien geht es u.a. mit Gleisbaustellen am Universitätsring, auf der Kreuzung Spitalgasse/Währinger Straße und auf der Floridsdorfer Brücke weiter. Auch die U3 und die U4 erhalten ab Anfang Juli neue Gleise. Alle aktuellen Details zu den Gleisbaustellen sind auf der Website der Wiener Linien zu finden: wienerlinien.at/baustellen
„Netz erst recht!“ – die Modernisierungsoffensive der Wiener Linien
Die Wiener Linien wickeln jährlich rund 100 Baustellen ab, nur ein Viertel davon wirken sich auf den Betrieb aus. Bei Betriebseinschränkungen werden die Intervalle von bestehenden Linien im Umfeld der Baustelle verdichtet und wo möglich größere Fahrzeuge eingesetzt, alternative Linien werden so umgeleitet, dass ein möglichst dichtes Öffi-Netz mit guten Umsteigemöglichkeiten bestehen bleibt – trotz Bauarbeiten. Auch Sharing-Angebote wie WienMobil-Rad werden intensiviert. Dort wo es sinnvoll und möglich ist, bieten die Wiener Linien Ersatzangebote an. Die Wiener Linien bitten Ihre Fahrgäste, etwas mehr Zeit für Ihre Wege einzuplanen. Unter wienmobil.at oder in der WienMobil App können sich Fahrgäste über ihre ideale (Ausweich-) Route informieren.
Quelle: Stadt Wien
