Flachgau: Anlagebetrug

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Cybercrime - Symbolbild
© TheDigitalArtist, pixabay.com
07 Jän 16:14 2026 von Redaktion Salzburg Print This Article

Ein 42-jähriger Flachgauer wurde Opfer eines Betruges mit Aktien über eine gefälschte App. Dabei überwies er im Zeitraum von November 2025 bis Jänner 2026 einen fünfstelligen Euro-Betrag an ausländische Konten. Als das Opfer schließlich eine Auszahlung verlangte, wurde die App gesperrt. Zu einer Auszahlung für das Opfer kam es nicht mehr.


Anlagebetrug ist eine Form des Wirtschaftsbetrugs, bei der Anleger gezielt über den wahren Wert, die Risiken oder sogar die Existenz einer Investition getäuscht werden. Ziel der Täter ist es, das Vertrauen potenzieller Investoren zu gewinnen, um diese zur Überlassung von Kapital zu bewegen. Dabei treten sie oft äußerst professionell und überzeugend auf: mit täuschend echt wirkenden Internetseiten, gefälschten Dokumenten, gefälschten Referenzen und angeblichen Erfolgsbilanzen. Besonders häufig betroffen sind Anlageformen wie Aktien, Fonds, Kryptowährungen oder Beteiligungen an Unternehmen oder Immobilienprojekten.

Tipps der Kriminalprävention:
• Überprüfung des angeblichen Online-Brokers (Plattform) auf der Webseite der Finanzmarktaufsicht (FMA)
• Negativberichte und Erfahrungsberichte im Internet: Suchen Sie online nach Erfahrungen anderer Nutzer oder Warnungen (FMA, BaFin) z.B. in Foren etc.
• Unrealistisch hohe Renditeversprechen: Betrügerische Online-Broker versprechen extrem hohe und schnelle Gewinne. Seriöse Anbieter nehmen von sich aus keinen Kontakt mit Kunden auf. Der Handel mit Finanzprodukten erfolgt eigenständig und persönlich durch die Kunden über die Handelsplattform oder direkt an der Börse.
• Verhalten von echten Online-Brokern: Zugelassene Online-Broker nehmen niemals aktiv Kontakt zu Kunden auf. Sie kommunizieren auch nicht über WhatsApp oder ähnliche Messaging-Dienste und greifen nicht mit Fernwartungssoftware auf elektr. Geräte der Kunden zu.
• Keine Eile oder Druck zulassen: Betrüger setzen häufig auf Zeitdruck, um unüberlegte und schnelle Entscheidungen zu erzwingen. Dabei wird gezielt psychischer Druck ausgeübt.
• Zahlungsmethoden: Seriöse Online-Broker verwenden ein Kunden-Cash-Konto, das mit einem verifizierten Referenzkonto verbunden ist. Bei betrügerischen Plattformen fehlt dieses System.
• Strenge Verifizierung: Echte Online-Broker verlangen eine umfassende Identitätsprüfung (Video-Ident oder Post-Ident). Eine sehr einfache oder schnelle Kontoeröffnung ohne Prüfung ist betrügerisch.
• Transparente Gebührenstruktur: Ein seriöser Online-Broker legt Gebühren klar und verständlich offen.


Quelle: LPD Salzburg



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