Salzburg: 900.000 Mal Lese- und Hörgenuss in Salzburgs Büchereien

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Salzburg

18 Nov 04:00 2022 von Redaktion Salzburg Print This Article

Beim Ankauf bestimmen künftig auch Jugendliche mit / Drei Fragen an Langzeit-Bibliothekarin Karin Schwaiger

900.000 Mal Lese- und Hörgenuss in Salzburgs Büchereien Beim Ankauf bestimmen künftig auch Jugendliche mit / Drei Fragen an Langzeit-Bibliothekarin Karin Schwaiger Salzburger Landeskorrespondenz, 17. November 2022

(LK) Mehr als 100 öffentliche Bibliotheken gibt es im Land. Sie sind Treffpunkt aller Lesefreunde und mit ihrem kostenlosen Angebot Nahversorger für Wissen und Unterhaltung. Fast eine Million Bücher, DVDs, eBooks oder CDs können entliehen werden.

LR Andrea Klambauer gratulierte Karin Schwaiger aus Mattsee zu 50 Jahren Tätigkeit in der Bibliothek Mattsee.

Getragen wird das Angebot von rund 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. „Dieses überwiegend ehrenamtliche Engagement ist ein enorm wertvoller Beitrag für das soziale Miteinander. Sie sorgen dafür, dass Bibliotheken Ort des Wohlfühlens und des Genusses sind, für viele ein ‚zweites Wohnzimmer‘“, so Landesrätin Andrea Klambauer, die bei der Landesbüchereitagung verdiente Bibliothekarinnen und Bibliothekare auszeichnete.

Jugendliche wählen ihre Wunschbücher

Ein neues Angebot wird es im kommenden Jahr geben: „Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren haben die Möglichkeit, den Bibliotheksbestand um ihre Wunschbücher zu erweitern. Sie wissen am besten, was sie und ihre Alternsgenossen anspricht“, so Landesrätin Andrea Klambauer über die Förderaktion des Landes.

Salzburgs öffentliche Bibliotheken in Zahlen

  • 102 öffentliche Bibliotheken
  • mehr als 900.000 Medien (Bücher, CDs, DVDs, Noten)
  • rund 2,3 Millionen Entlehnungen
  • rund 677.000 Besucherinnen und Besucher
  • 431 ehrenamtliche, 85 nebenberufliche und 78 hauptberufliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • Lesesommer 2022: 5.046 Lesepässe, 72 teilnehmende Bibliotheken

Ein halbes Jahrhundert in der Bibliothek

Schon seit dem zarten Alter von zehn Jahren ist Karin Schwaiger in der Bibliothek von Mattsee tätig, davon zwei Jahrzehnte als Leiterin. Mit ihr hat das Landes-Medienzentrum (LMZ) über ihr „zweites Wohnzimmer“ gesprochen.

LMZ: Was hat Sie zu den Büchern geführt und so lange dort gehalten?

Karin Schwaiger: Leseversuche habe ich schon unternommen, bevor ich in die Volksschule gekommen bin. Ich berate sehr gerne Leute zu Büchern, vor allem mit den Kleinen macht mir das großen Spaß, wenn es sie selber zur Bücherei zieht. Ein Kind hat mich kürzlich gefragt, ob meine Eltern mir den Namen „Bibliothe-Karin“ gegeben haben.

LMZ: Haben Sie ein Lieblingsbuch?

Karin Schwaiger: Es gibt so viele Lieblingsbücher. Es ist vielmehr so, dass ich die Lieblingsbücher meiner Lese kenne oder welche für sie finde.

LMZ: Was hat sich in der langen Zeit als Bibliothekarin verändert?

Karin Schwaiger: Früher war nur am Sonntag zwischen den Gottesdiensten geöffnet. Da waren vor allem Heimatromane unter den älteren Frauen des Ortes gefragt. Jetzt haben wir sechs Tage die Woche offen. Die Freude am Lesen ist ungebrochen. Dass die digitalen Medien das Buch verdrängen, kann ich überhaupt nicht bestätigen. Es kommen ganze Lesefamilien zu mir in die Bücherei, weit über die Landesgrenzen hinaus. Kinder waren immer da und am Wochenende kommen gern die Papas mit und nehmen sich Zeit zum Vorlesen.


Quelle: Land Salzburg



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