Niederösterreich: 300 Cataractoperationen im Landesklinikum Gmünd

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Niederösterreich

13 Okt 22:00 2019 von Redaktion Salzburg Print This Article

LH-Stellvertreter Pernkopf: Operationsbetrieb startete im Juni 2018

Unter dem Druck stetig steigernder Wartezeit auf die Operation des grauen Stars beschloss die NÖ Landeskliniken-Holding Ende 2017, neben einer gesteigerten Operationskapazität im Landesklinikum Horn auch im Landesklinikum Gmünd zusätzliche Ressourcen aufzubauen und zu nutzen.

Nachdem in der Vergangenheit auch der ansässige Konsiliarfacharzt für Augenheilkunde Günther Rössler Cataractoperationen durchführte, konnte auf erfahrenes Personal im Landesklinikum Gmünd zurückgegriffen werden. Um vergleichbare Standards wie an der Augenabteilung im Landesklinikum Horn zu gewährleisten und die Arbeitsprozesse für die agierenden Operateure zu erleichtern, wurden die operative Ausstattung und auch die Arbeitsabläufe den Bedingungen in Horn angepasst. So wurden sowohl ein neues Operationsmikroskop als auch neue Instrumente für die Linsenentfernung angeschafft.

„Ich bedanke mich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowohl in Horn als auch in Gmünd, denen es zu verdanken ist, dass nach relativ kurzer Vorbereitungszeit im Juni 2018 mit einem reibungslosen Operationsbetrieb begonnen werden konnte. Die prognostizierten 200 Operationen pro Jahr konnten problemlos erreicht und sogar übertroffen werden“, betont LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf.

Damit wurde die Wartezeit gemeinsam mit einer erhöhten Operationstätigkeit im Landesklinikum Horn von 72 Wochen auf derzeit etwa 39 Wochen für geplante Eingriffe reduziert und die Kapazitäten für dringliche Operationen deutlich erhöht. Bis zum jetzigen Zeitpunkt wurden im Landesklinikum Gmünd 300 Cataractoperationen erfolgreich durchgeführt und es konnte damit auch dem Wunsch nach einer wohnortnahen Versorgung gerecht werden. Einer modernen Entwicklung folgend werden im Landesklinikum Gmünd nach vorheriger Voruntersuchung im Landesklinikum Horn und eingehender Aufklärung bei etwa 70 bis 80 Prozent der Patientinnen und Patienten beide Augen in einem Aufenthalt operiert. Dies erspart zusätzliche Fahrten sowohl in die Klinik als auch zum betreuenden Augenarzt und reduziert den administrativen Aufwand nahezu um die Hälfte. Für den Patienten/die Patientin ergibt sich dadurch auch im Hinblick auf die postoperativ möglicherweise erforderliche Verordnung einer Lesebrille eine Zeitersparnis und Vereinfachung für den verschreibenden Facharzt. Die postoperative Therapie kann in den meisten Fällen an beiden Augen gleich an Art und Zeitdauer durchgeführt werden und erleichtert so das Therapieschema und maximiert die Erfolgsaussichten der durchgeführten Operation.



Quelle: Land Niederösterreich



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