Werne: 112 Jahre dem Nächsten zur Wehr

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Das jüngste Mitglied im Siegerteam (LZ Mitte), Jonathan König, hat in der Rolle des Melders den Verteiler im Griff.
ots/Freiwillige Feuerwehr Werne
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Zwei von drei "Zielfeuern" sind bereits gelöscht, die LG Langern wartet auf dem Schlauchtrupp als letzte Einheit zum Löschen des mittleren Feuers.
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Das sichtlich stolze Siegerteam des LZ Stadtmitte. Von links: Andrea Freundschuh, Lena Volkenrath, Jonathan König, Gruppenführer Björn Spatzier, Peter Kipp, Maximilian Lange, Jessica Klaus, Michael Freundschuh und Robin Böcker.
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Löschgruppe Holthausen kuppelt die A-Schläuche
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Die Löschruppenführung mit Andreas Schilla (Stellvertreter, 2. v.l.) und Georg Jäger (3. v.l.) freut sich über Urkunde und Geschenke. Links, stv. Bürgermeister Ulrich Höltmann; Rechts: Wehrführer Thomas Temmann
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16 Sep 09:30 2018 von Presseportal.de Print This Article

Werne (ots) -

Am gestrigen Samstag richtete die Löschgruppe 4 Holthausen der
Freiwilligen Feuerwehr Werne ein ganz besonderes Jubiläum aus.
Nachdem sich schon in den 1870er Jahren Kameraden aus der Bauerschaft
zusammenfanden, um sich bei Feuer und anderen Notständen gegenseitig
zu unterstützen, kam es im Jahr 1906 zur offiziellen Gründung der
Löschgruppe. Das ist nun 112 Jahre her und diese symbolische Zahl
nahm die Löschgruppe zum Anlass, sich von ihrer besten Seite zu
zeigen und mit vielen Gästen ein Fest zu feiern.

Gegen 15:30 Uhr eröffnete Löschgruppenführer Georg Jäger die
Veranstaltung und erinnerte in einem kurzen Abriss an die wichtigen
geschichtlichen Meilensteine auf dem Weg zu einer modernen
Löschgruppe. Natürlich fehlte dabei auch die Begrüßung aller Gäste
nicht, wobei Jäger besonders den Löschzug aus der Nachbargemeinde
Herbern begrüßte, die später das Schiedsgericht für den internen
Wettkampf um den Thomas Temmann - Pokal stellte. Vertreten war eine
Abordnung des THW, viele Kameradinnen und Kameraden der Werner
Löschgruppen und -züge, die Werkfeuerwehr Gersteinwerk und natürlich
Nachbarn und Freude sowie der Schützenverein Holthausen-Schmintrup
mit dem Spielmannszug.

Der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Werne, Ulrich
Höltmann, griff die Zahl 112 als europäische Notrufnummer auf und
schaute auf Ereignisse im Jahr 1906 zurück. So wurde das erste
deutsche U-Boot in Dienst gestellt, der Fußballverein Preußen Münster
gegründet oder Aristoteles Onassis geboren. Damit verdeutlichte
Höltmann, über welche Zeitspanne man bei 112 Jahren redet und
würdigte die Leistungen der Löschgruppe Holthausen.

Als letzter Redner trat der Leiter der Feuerwehr Werne, Thomas
Temmann, ans Rednerpult. Neben Lob und Anerkennung sowie dem
Westfälischen Flachgeschenk der Werner Löschzüge und -gruppen, hatte
Temmann auch ein paar nachdenklich stimmende Gedanken im Gepäck. So
ist es bezüglich der demographischen Entwicklung und den beruflichen
Notwendigkeiten heute nicht mehr selbstverständlich, dass ein
Landwirt jeder Zeit bereitstehen kann, um den Dienst an der
Allgemeinheit zu versehen. In einer ländlich strukturierten Umgebung
ist Nachwuchs für die Wehr daher eine besondere Herausforderung.
Schmunzelnd rief er die jungen Kameraden dazu auf, sich dieser
Aufgabe verstärkt anzunehmen.

Spannend wurde es dann im feuerwehr-technischen Wettkampf, dem
internen Leistungsnachweis. Angelehnt an den Kreisleistungsnachweis
der Feuerwehren traten dabei die Einheiten Holthausen, Langern,
Stockum und Stadtmitte gegeneinander an, um für eine Weile den vom
Wehrleiter Thomas Temmann gestifteten Pokal in ihr Gerätehaus zu
holen. Ziel ist es dabei, in möglichst kurzer Zeit eine Löschübung
zur Bekämpfung von drei Feuern aufzubauen und dabei möglichst
technische Fehler zu vermeiden. Auf Zeit und Fehler achtete das
Herberner Schiedsgericht um Oberschiedsrichter Lothar Sendermann.
Vorweggenommen kann gesagt werden, dass alle Einheiten eine
hervorragende Übung präsentiert haben. Temmann kommentierte das mit
den Worten: "Um den Brandschutz müssen wir uns in Werne nicht
sorgen!". Das schnellste Team stellten die Kameraden aus Langern mit
hervorragenden 3:22 Minuten. Leider unterliefen den Läufern drei
Fehler, was insgesamt einen Zeitaufschlag von 45 Sekunden ausmachten.
Damit waren sie mit Platz 3 auf dem Treppchen. Nur unwesentlich
langsamer war die Gruppe aus Stockum, die als Titelverteidiger
ebenfalls unter der magischen 3:30 Minuten-Marke blieben, aber sich
zwei Fehler (30 Sekunden) ankreiden lassen mussten. Mit 3:39 Minuten
war die Mannschaft aus Stadtmitte in diesem Reigen zwar die
langsamste Einheit, konnte mit nur einem Fehler aber letztlich das
Rennen für sich entscheiden. Aufgrund der Vorbereitungen zum Fest,
hatten die Gastgeber nicht die Möglichkeiten, umfassend zu
trainieren. Das machte sich in der Zeit mit über 4 Minuten und drei
Fehlern negativ bemerkbar.

In der Summe ergab sich folgende Reihenfolge: - Platz 1: LZ
Stadtmitte (Lauf 3:39 min, 1 Fehler = 3:54 min) - Platz 2: LZ Stockum
(Lauf 3:27 min, 2 Fehler = 3:57 min) - Platz 3: LG Langern (Lauf 3:22
min, 3 Fehler = 4:07 min) - Platz 4: LG Holthausen (Lauf 4:05 min, 3
Fehler = 4:50 min)

Die Freude beim Siegerteam war entsprechend groß, denn ein
3-Sekunden-Vorsprung zeigt, dass auch engagiertes Üben seit dem
Frühjahr den Sieg nicht zwangsläufig sicherstellt. Umso mehr freute
sich der Löschzug, dass die Mühen der Kameradinnen und Kameraden
belohnt wurden. Nach der Siegerehrung wurde daher kräftig gefeiert.
Feuerwehr, Schützenverein und Nachbarn taten dies in entspannter
Stimmung bei einem gelungenen Fest bis tief in die Nacht. Auf die
nächsten 112 Jahre...





Quelle: Original-Content von: Freiwillige Feuerwehr Werne, übermittelt durch news aktuell



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