Wien: 10-Jähriger durch verbotene Pyrotechnik schwer verletzt
03.01.2026 – 10:45 Uhr / 1100 Wien
Gestern Vormittag erlitt ein 10-jähriger Bub schwere Verletzungen der rechten Hand als er vor einer Wohnhausanlage in Wien-Favoriten Pyrotechnik zündete. Ein Zeuge, der den Vorfall aus seinem Fahrzeug beobachtet hatte, eilte dem Kind zur Hilfe und wählte den Notruf. Nach erfolgter notfallmedizinischer Erstversorgung durch die Berufsrettung Wien wurde der 10-Jährige in ein Spital gebracht. Vor Ort konnten Spuren des explodierten Böllers mit vermutlich verbotenem Blitzknallsatz gesichert werden. Der Bub gab an, diesen auf der Straße gefunden zu haben. Die weiteren Erhebungen werden durch das Landeskriminalamt Wien, Ermittlungsbereich Brand, geführt.
Die Wiener Polizei warnt ausdrücklich vor dem Gebrauch nicht zugelassener Böller sowie unsachgemäßer Verwendung von Pyrotechnik. Die meisten Unfälle und gefährlichen Vorfälle mit pyrotechnischen Erzeugnissen sind auf Sorglosigkeit, Unachtsamkeit sowie nicht bestimmungsgemäße oder missbräuchliche Verwendung zurückzuführen. Besonders die verbotene und leichtsinnige Handhabung von meist aus dem Ausland besorgter Pyrotechnik ohne erforderlicher Qualitäts- und Zulassungskriterien birgt großes Gefahrenpotential. Bei Verstößen gegen Bestimmungen des Pyrotechnikgesetzes drohen dem Verwender, neben möglichen strafrechtlichen Konsequenzen, zudem Verwaltungsstrafen bis zu EUR 3.600 Euro.
Quelle: LPD Wien
