Salzburg: 10,5 Millionen Euro für Hochwasserschutz und Gewässerökologie 2026

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Der Blick Richtung Süden Richtugn Stadt Salzburg von der Antheringer Au aus mit dem Auwald und der noch schnurgeraden Salzach. Links Salzburg, rechts Bayer
Foto: Land Salzburg/Melanie Hutter
02 Jän 19:00 2026 von Redaktion Salzburg Print This Article

Schwerpunkt im Gasteinertal / Start für größtes Schutz- und Renaturierungsprojekt / Baubeginn im Oberpinzgau / Großprojekte in Planung

(LK) Schritt für Schritt werden auch im neuen Jahr die Hochwasserschutz- und Flussbauprojekte im Bundesland weiter abgearbeitet. Rund 10,5 Millionen Euro werden 2026 in Schutz- und Renaturierungsbauten sowie in die Instandhaltung von Gewässern investiert. Finanziert werden die Projekte von Bund, Land, Gemeinden und Genossenschaften.

Auch wenn das Bundesland Salzburg im zu Ende gehenden Jahr 2025 von Extremwetterlagen mit Hochwässern zum Glück verschont wurde, gehen die Planungen und Bauarbeiten für die noch anstehenden Schutz- und Ökologieprojekte unvermindert weiter. Die größten Investitionen werden im Gasteinertal im Pongau erfolgen. Der Baubeginn ist für das Felbertal in Mittersill und Hollersbach im Pinzgau, die Salzach und die Antheringer Au sowie den Hochwasserschutz Nußdorf-Weitwörth geplant.

Aigner: „Sicherheit ist das Fundament lebendiger Regionen.“

Der für den Hochwasserschutz zuständige Landesrat Maximilian Aigner betont, „dass der Schutz der Menschen vor Extremwetterereignissen das tragende Fundament für Regionen ist, die lebendig bleiben, wachsen und sich wirtschaftlich entfalten können. Wenn Gewässer sicher nach dem Motto Breitwasser statt Hochwasser gestaltet, ökologisch aufgewertet und wieder erlebbar gemacht werden, entstehen Räume, die Mensch und Natur gleichermaßen zugutekommen. So bleiben Orte nicht nur lebenswert, sondern werden auch zu einem festen Bestandteil der Zukunftspläne junger Menschen. Jeder Euro, der hier investiert wird, wirkt wie eine Vorsorge: Er zahlt sich aus und verhindert Schäden, die ein Vielfaches dieser Investitionen betragen würden.“

3,35 Millionen für das Gasteinertal

In den Hochwasserschutz an der Gasteiner Ache in Bad Hofgastein fließen 2026 rund drei Millionen Euro. Das Projekt soll bis 2027 abgeschlossen sein und rund 300 Objekte sowie mehr als 800 Menschen schützen. Auf fast drei Kilometern Länge wird die Ache aufgeweitet, die Ufer werden deutlich verflacht und die Rad- und Fußwege neu angelegt. Der nächste Schritt wird der Schutz der Kläranlage in Dorfgastein sein. Dort werden heuer rund 350.000 Euro in den Bau investiert.

Großarler Ache wird abgeschlossen

An der Großarler Ache in Großarl wurden bereits 4,5 Millionen Euro in den Hochwasserschutz investiert. Im Frühjahr wird dieses Schutzprojekt abgeschlossen, dafür werden noch 500.000 Euro in die Hand genommen. 300.000 Euro beträgt die Investition für den Hochwasserschutz an der Salzach und die Stabilisierung der Flusssohle – beides wird gemeinsam mit Bayern bei St. Georgen umgesetzt. Die Schutz- und Renaturierungsbauten an der Saalach in Wals-Siezenheim werden ebenso gemeinsam mit Bayern im Frühjahr fertiggestellt. 150.000 Euro sind dafür noch notwendig.

Baustart im Oberpinzgau

Für neue Hochwasserschutzprojekte, bei denen der Baustart noch nicht erfolgt ist, werden im kommenden Jahr voraussichtlich rund vier Millionen Euro in die Hand genommen. Bewilligung und Baustart des Hochwasserrückhalts Felberache-Hintersee im Oberpinzgau mit 2,5 Millionen Euro Gesamtkosten über die gesamte Bauzeit werden ab dem Sommer 2026 erwartet. Dies ist der erste Schritt, um die Zubringer zur Salzach zu entschärfen. Gleichzeitig ist vorgesehen, die Hochwasserschutzmaßnahmen an der Salzach in Hollersbach mit einem Gesamtvolumen von 15 bis 20 Millionen Euro umfassend zu verstärken.

Antheringer Au und Nußdorf vor Beginn

Zwei weitere große Projekte stehen im Flachgau vor Bewilligung und Baustart. Die Renaturierung der Salzach und der Antheringer Au, wo der Hochwasserschutz ein integraler Bestandteil ist, wird in Summe rund 29 Millionen Euro kosten. Der Hochwasserschutz an der Salzach in Nußdorf/Weitwörth steht ebenso in den Startlöchern für 2026. Hier ist eine Investition von rund sieben Millionen Euro geplant.

30 Instandhaltungsprojekte

Die bestehenden stabilisierten Bäche und Flüsse sowie Schutzmaßnahmen im Bundesland Salzburg, die bereits in den vergangenen Jahren Millionenschäden bei Extremwetterlagen verhindert haben müssen laufend instandgehalten werden. Das Budget für diese rund 30 kleineren Projekte beträgt im kommenden Jahr 500.000 Euro. Die Arbeiten reichen hier von Mäharbeiten und Entfernung von Sträuchern bis hin zu Reparaturen an den Uferböschungen und sind für einen funktionierenden Hochwasserschutz unerlässlich.


Quelle: Land Salzburg



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