“Isolation im Homeoffice ist eine ernsthafte psychische Bedrohung“

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“Isolation im Homeoffice ist eine ernsthafte psychische Bedrohung“
Foto: IBG
18 Sep 09:04 2020 von OTS Print This Article

Arbeit in den eigenen vier Wänden ist kein Heilmittel ohne Nebenwirkungen.

Wien (OTS) - Arbeitsministerin Christine Aschbacher hat heute die Eckpunkte eines anstehenden Homeoffice-Gesetzes vorgestellt. Arbeitspsychologe und IBG-Geschäftsführer Gerhard Klicka weist in einem Interview darauf hin, dass Arbeit im Homeoffice von einer Vielzahl an unmittelbaren gesundheitlichen und psychischen Auswirkungen begleitet wird.

Psychische Belastung

Fragen des ArbeitnehmerInnenschutzes und der Arbeitszeitregulierung sind unter den Bedingungen des Homeoffice nur mehr schwer nachvollziehbar. Daher sollten im Regelbetrieb nicht mehr als zwei Homeoffice-Tage pro Woche eingeplant werden.

ArbeitnehmerInnen für eigenen Arbeitsplatz verantwortlich

Familiäre und wohnliche Rahmenbedingungen der ArbeitnehmerInnen werden im Homeoffice zu tragenden Parametern der Arbeitswelt. Laut Klicka bedeutet dies, dass Arbeitnehmer und Arbeitnehmerin für die eigene Arbeitsumgebung zuständig werde. Die Verantwortung der ArbeitgeberInnen für die Arbeitsbedingungen werde auf die MitarbeiterInnen übertragen – mit allen Konsequenzen für Gesundheit und Unversehrtheit der Belegschaft.

Teamwork versus Einzelkämpfer

Homeoffice verlangt eine neue Führungskultur. Gerhard Klicka weist darauf hin, dass gute Teamarbeit immer effizienter ist als die Summe von Einzelprojekten. Maßnahmen wie Projektsteuerung und Evaluierungen benötigen unter Homeoffice-Bedingungen umfassende Anpassungen.

Das Interview in voller Länge finden Sie auf der