Innsbruck: Stipendium für „MA Program for Peace Studies“

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Bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zwischen Universität und Stadt Innsbruck (v.l.): Wolfgang Dietrich (UNESCO Chair for Peace Studies), Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider, Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer, Initiator Stadtrat Gerhard Fritz und Rektor Tilmann Märk
Foto: IKM/Lercher
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Anlässlich der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zwischen Universität und Stadt Innsbruck (v.l.): Alumna Marcella Rowek, Wolfgang Dietrich (UNESCO Chair for Peace Studies), Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider, Stadtrat Gerhard Fritz, Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer, Rektor Tilmann Märk sowie die Alumni Theresa Gottschall und Manuel Garça
Foto: IKM/Lercher
27 Feb 20:00 2017 von Gerhard Repp Print This Article

Kooperation der Stadt Innsbruck mit der Universität Innsbruck

Die Tiroler Landeshauptstadt ist weithin als Bildungsstadt bekannt und wird auch international ihrem Ruf gerecht. Eine neu geschlossene Kooperationsvereinbarung zwischen der Leopold-Franzens-Universität und der Stadt Innsbruck unterstreicht die Ambitionen und ermöglicht Studierenden aus Drittstaaten ein Masterstudium in Innsbruck.

Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer bekräftigte die Bedeutung der Bildung in Innsbruck: „Die Stadt Innsbruck gibt jährlich rund 14,4 Millionen Euro für Bildung aus. Das ist eine direkte Investition in unsere Zukunft, denn jede bzw. jeder Dritte in unserer Alpenstadt ist in Ausbildung. Deshalb ist mir auch die Kooperation mit unserer Universität sehr wichtig. Unsere momentane weltpolitische Situation zeigt einmal mehr, wie essenziell Studienangebote wie das ‚MA Program for Peace Studies‘ sind.“

Der Masterlehrgang wird vor allem von Menschen absolviert, die bereits berufliche Erfahrung in der Konfliktbewältigung und im „peace-keeping“ haben. Bei der Auswahl der Studierenden wird großer Wert auf internationale und soziale Durchmischung gelegt.

„Um dies zu ermöglichen, unterstützt die Stadt Innsbruck das Master of Arts Programm ‚Frieden, Entwicklung, Sicherheit und internationale Konflikttransformation‘ mit einem Stipendium in Höhe von 5.000 Euro pro Semester für eine Studentin oder einen Studenten aus einem Drittstaat, insbesondere Afrika, Asien, Lateinamerika oder Südosteuropa“, ergänzte der Initiator, Stadtrat Mag. Gerhard Fritz.

15 Jahre Friedensstudien in Innsbruck

„Der UNESCO-Chair für Peace Studies ist ein internationales Aushängeschild der Universität Innsbruck. Alljährlich werden hier viele, sehr motivierte Studierende aus aller Welt sowohl theoretisch als auch praktisch intensiv darin geschult, in Krisengebieten mitzuhelfen, wieder friedliche und menschenwürdige Rahmenbedingungen für die dort lebenden Menschen zu schaffen. Es freut mich daher besonders, dass die Stadt Innsbruck künftig mithelfen wird, dieses Friedensprojekt weiterzuentwickeln und ein Stipendium für internationale Studierende zur Verfügung stellen wird“, erläuterte Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Tilmann Märk.

„Die Kooperation der Stadt Innsbruck mit der Leopold-Franzens-Universität zur Unterstützung begabter und bedürftiger Studierender aus Asien, Afrika, Lateinamerika oder Südosteuropa verstehe ich als Anerkennung der akademischen Qualität in Lehre und Forschung, welche das Masterprogramm, der UNESO-Chair und der Arbeitsbereich für Friedensstudien seit 15 Jahren nach Innsbruck bringen. Mehr noch ist sie eine Belohnung für die herausragenden Leistungen der Studierenden aus diesen Regionen. Dadurch ist sie zugleich ein Beitrag zur angewandten Konfliktarbeit in deren eigenen Ländern und zum Ruf Innsbrucks als weltoffenes Zentrum einer praxisorientierten Friedensforschung“, führte Prof. DDr. Wolfgang Dietrich weiter aus.

Marcella Rowek, Absolventin des Masterlehrganges, spricht für die anwesenden Alumni: „Wir bedanken uns bei der Stadt Innsbruck für dieses Stipendium. Das Studium lebt von der Interkulturalität und im Rückblick auf die vergangenen vier Semester kann ich sagen, positiv gesehen, dass es die längste Reise meines Lebens war.“

Mehrwert für Innsbrucks Schulen

Die Kooperationsvereinbarung beinhaltet neben dem Stipendium, dass die Universität/ Arbeitsbereich Frieden und Konflikt die Fortschritte und Neuerung auf dem Gebiet der Friedens-/Konfliktforschung und Friedenserziehung einmal jährlich den Innsbrucker Schulen präsentiert.

Das „MA Program for Peace Studies“ im Überblick

Das Master of Arts Programm „Frieden, Entwicklung, Sicherheit und internationale Konflikttransformation“ ist ein viersemestriger, postgraduierter Lehrgang. Dieser schließt mit dem akademischen Grad „Master of Arts in Peace Studies“ ab und ist an der Fakultät für soziale und politische Wissenschaften unter der Direktion des UNESCO Lehrstuhls für Friedensstudien eingerichtet. Für die Durchführung am Bildungsinstitut Grillhof zeichnen Universität Innsbruck und Land Tirol verantwortlich. Zielgruppe ist ein internationales Publikum mit einem fachlich in Frage kommenden Bachelorstudium, Fachhochschul-Bachelorstudiengang oder einem anderen gleichwertigen Studium in einer anerkannten postsekundären Bildungseinrichtung. Unterrichtssprache ist Englisch.

Im Rahmen des 15-jährigen Bestehens haben bisher 400 Studierende den viersemestrigen Lehrgang absolviert, welche als ExpertInnen der internationalen Friedensarbeit agieren. Zudem leisten die AbsolventInnen weltweit einen Beitrag, die Ursachen von Krisen zu bekämpfen.


Quelle: Stadt Innsbruck



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