Burgenland: Verkehrsfreigabe B61a Pullendorfer Straße

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Landeshauptmann Hans Niessl, Landeshauptmann-Stv. Johann Tschürtz, Straßenbaureferent Landesrat Helmut Bieler, Landesrätin Verena Dunst, Landesrat Mag. Norbert Darabos, Landesrätin Mag.a Astrid Eisenkopf und Baudirektor DI (FH) Wolfgang Heckenast bei der Verkehrsfreigabe der Landesstraße B61a Pullendorfer Straße Bildquelle: Bgld. Landesmedienservice
Foto: Bgld. Landesmedienservice
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17 Jul 19:00 2017 von Redaktion Salzburg Print This Article

Zweispurige Landesstraße bringt Verkehrsentlastung, Verkehrssicherheit und wirtschaftliche Aufwertung für die Region Mittelburgenland

Streckenlänge knapp 10 km, 9 Brücken, Kosten 37 Millionen Euro, Bauzeit 2 Jahre und 10 Monate, Entlastung von insgesamt 8.000 EinwohnerInnen der Anrainergemeinden Oberpullendorf, Frankenau-Unterpullendorf, Steinberg-Dörfl, Mannersdorf und Oberloisdorf - das sind die Eckdaten der neuen zweispurigen Landesstraße B61a Pullendorfer Straße, die am 17. Juli 2017 für den Verkehr freigegeben wurde. „Mit der Realisierung der B61a wurde ein wichtiger Meilenstein für eine weithin positive Entwicklung unseres Heimatlandes Burgenland gesetzt. Damit wurde nicht nur eine wesentliche Maßnahme zur Entlastung der Bevölkerung, sondern auch für die zahlreichen Pendlerinnen und Pendler aus dem Bezirk verwirklicht, die schließlich von kürzeren Wegzeiten und einem höheren Maß an Sicherheit profitieren. Neben diesem mehr an Sicherheit und einer spürbaren Entlastung hat dieses Projekt aber auch maßgebliche Bedeutung für das Mittelburgenland als Wirtschaftsstandort, denn der Ausbau leistungsfähiger Verkehrsverbindungen ist ein entscheidender Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung einer Region. Gut ausgebaute, sichere und leistungsfähige Straßen sind nämlich die Voraussetzung für Betriebsansiedlungen, für die Sicherung bestehender und die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Ich möchte mich daher bei alle, die zur Realisierung dieser wichtigen Verkehrsverbindung beigetragen haben, sehr herzlich bedanken. Mit diesem Projekt wurde ein ganz wichtiges Vorhaben für die Gemeinden, für die Bevölkerung, für die Pendlerinnen und Pendler, für die Lebensqualität in der Region und damit für das Burgenland insgesamt gesehen umgesetzt“, betonte Landeshauptmann Hans Niessl.

Ab 2010 wurde die Verlängerung der S31 Nord bzw. Süd aus dem Bundestraßengesetz genommen und damit die Kompetenz vom Bund ans Land, von der ASFINAG an die Landesstraßenverwaltung übertragen. Die Verlängerung der S31 Süd als B61a war ab diesem Zeitpunkt in Landeshand. Damit fiel der Startschuss für den offenen Planungsprozess der neuen Landesstraße. Die Trasse der nunmehr fertiggestellten B61a beginnt beim Kreisverkehr Oberpullendorf, führt am Oberpullendorfer Wald entlang, verläuft weiter Richtung L332 zwischen Oberloisdorf und Mannersdorf, die sie niveaugleich mit einem Kreisverkehr quert. Von dort läuft die Trasse entlang des so genannten Schneeweiß-Rückens bis sie in einen Kreisverkehr an der B61 zwischen Mannersdorf und Rattersdorf mündet.

Dazu Landeshauptmann-Stellvertreter Johann Tschürtz: „Der heutige Tag ist ein wichtiger Tag für die umliegenden Gemeinden und für die gesamte Region. Es freut mich deshalb sehr, dass der Bau dieser Straße eine massive Verkehrsentlastung für den Bezirk Oberpullendorf mit sich bringt und hier mit diesem Projekt insbesondere den Erfordernissen des flüssigen Verkehrs, vor allem aber dem Thema Sicherheit als wichtige Komponente für die Blaulichtorganisationen Rechnung getragen wurde, da Ortsumfahrungen wegen der geringeren Anzahl von Konfliktstellen mit anderen Verkehrsteilnehmern eine wesentlich geringere Unfallrate als Ortsdurchfahrten aufweisen.“


Die Bauausführungen für die B61a wurden von der Firma STRABAG plangemäß und zeitgerecht vom Standort St. Martin aus umgesetzt, wobei mehrere burgenländische Firmen als Subunternehmer eingebunden waren. Im Schnitt waren 60 Personen am Baulos beschäftigt. Diese neue Landesstraße bringt für die Anrainergemeinden eine Reduktion des Verkehrs durch die Verlagerung auf die neue Landesstraße, weniger Schwerverkehr in den Ortsdurchfahrten, mehr Lebensqualität durch Lärm- und Schadstoffentlastung, eine signifikante Verbesserung der Verkehrssicherheit und - laut Prognosen - eine Verlagerung von mehr als zwei Drittel des Verkehrs aus den Ortschaften auf die B61a.

„Die gute Kommunikation im Vorhinein hat uns hier Verunsicherung und Probleme im Nachhinein erspart. Die betroffenen Bürger haben aktiv an der Planung ihrer Straße mitgewirkt, die damit zu einem Vorzeigeprojekt geworden ist. Sämtliche Detailschritte, wie die verschiedenen Bereiche des Umweltverträglichkeitsberichtes oder die Trassenvarianten wurden gemeinsam in einem offenen Planungsprozess mit über 30 Diskussionsrunden besprochen. Kompromissbereitschaft und Lösungsorientierung standen auf beiden Seiten größtenteils im Vordergrund und haben dazu geführt, dass wir heute hier stehen und diese Verkehrsfreigabe feiern können. Ich möchte mich deshalb bei allen für diese besondere Art der Zusammenarbeit bedanken und würde mir wünschen, dass die Umsetzung der B61a ein Vorbild für andere Projekte wird“, so Straßenbaulandesrat Helmut Bieler.

Der Bund stellt für die Finanzierung der B61a inklusive des letzten Kilometers bis zur Staatsgrenze 37 Millionen Euro zur Verfügung. Dieser letzte Kilometer wird derzeit intensiv geplant. Im Rahmen eines EU Projektes arbeitet die burgenländische Baudirektion gemeinsam mit ungarischen Dienststellen an der Fortführung vom Kreisverkehr Rattersdorf bis zur Staatsgrenze. Bereits im Herbst 2017 wird mit dem Vorliegen aller nötigen Bescheide gerechnet. Der Baustart soll im Frühjahr 2018 erfolgen.


Quelle: Land Burgenland



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