Zwei Drittel der Bevölkerung sind der Meinung, dass Österreich auf eine älter werdende Gesellschaft schlecht vorbereitet ist

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Schaffen wir es? - Herausforderung Alter für Politik und Institutionen
Foto: Silver Living GmbH/APA-Fotoservice/Schedl
22 Nov 06:00 2018 von OTS Print This Article

56% sagen, dass ihre Lebenssituation im Ruhestand einmal schlechter sein wird, als die der Menschen, die heute in Pension sind - an eine Verbesserung glauben nur 4%

Wien/Mödling (OTS) - Uneingeschränktes Vertrauen beim Thema Leben im Alter gegenüber Politik und Institutionen ist bei den ÖsterreicherInnen nur gering vorhanden. So das Ergebnis der aktuellen Silver Living Studie „Herausforderung Alter, Politik und Institutionen“, die dieser Tage veröffentlicht wurde. Das relativ größte Vertrauen, hinsichtlich guter Vorschläge und richtige Maßnahmen zum Thema, bringen die Befragten den Seniorenverbänden (acht bzw. 50 Prozent vertraue sehr/eher schon) und der Arbeiterkammer (elf bzw. 42 Prozent vertraue sehr/eher schon) entgegen. Der Seniorenrat (zu dem allerdings ein Fünftel keine Angaben machen kann) sowie die Gewerkschaft folgen dahinter. Am geringsten ist das Vertrauen in politische Parteien, in die PolitikerInnen im Nationalrat und in die Bundesregierung. Durchgeführt wurde die repräsentative Studie von Univ.-Prof. Dr. Peter Filzmaier, Geschäftsführer des Instituts für Strategieanalysen

Schlecht vorbereitet auf die Zukunft

Zwei Drittel der Befragten sind der Meinung, dass Österreich auf eine älter werdende Gesellschaft schlecht vorbereitet ist (14 Prozent sehr schlecht), nur vier Prozent zeigen sich sehr optimistisch. Eine sehr gute Vorbereitung Österreichs auf die unterschiedlichen Herausforderungen attestieren jeweils weniger als zehn Prozent, 20 bis knapp 40 Prozent sehen eine teilweise gute Vorbereitung. Besonders kritisch werden die Themen finanzielles Auskommen, Einsamkeit und Wohnraum für ältere Menschen gesehen.

Defizite in vielen Bereichen

Defizite werden vor allem im Bereich der Pensionssicherung bzw. einer generellen Pensionsreform geortet (22 Prozent spontane Nennungen), bei Heim- und Pflegeplätzen bzw. alternativen Wohnangeboten für ältere Menschen (elf Prozent) und bei der Information (zehn Prozent). Weitere Themen sind eine bessere Entlohnung von Pflegekräften, eine Erhöhung der Mindestpensionen (bzw. mehr Unterstützung für Einkommensschwache) und ein allgemeiner Wunsch „ÖsterreicherInnen“ den so genannten „AusländerInnen“ vorzuziehen.

Lebenssituation wird für Mehrheit im Ruhestand schlechter

56 Prozent der noch nicht Pensionierten sagen, dass ihre Lebenssituation im Ruhestand einmal schlechter sein wird als die Lebenssituation von jenen Menschen, die schon heute in Pension sind.


Quelle: OTS



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