Land OÖ entschädigt 13 weitere Heimkinder

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26 Dez 13:18 2014 von Nicole Scharinger Print This Article

Die Betroffenen waren in ihrer Jugend im Heim- und Fürsorgewesen des Landes OÖ Gewalt ausgesetzt gewesen - bisher wurden in 210 Fällen rund 2,24 Millionen Euro ausbezahlt

OÖ. Die Oö. Landesregierung hat in ihrer Sitzung vom Montag beschlossen, dreizehn weiteren Menschen, die in ihrer Kindheit und Jugend Opfer von physischer, psychischer und sexueller Gewalt im Heim- und Fürsorgewesen geworden sind, finanzielle Gesten auszuzahlen.

Die Landesregierung folgte damit einer Empfehlung der unabhängigen Opferschutzkommission des Landes OÖ. Einige Betroffene haben vorgebracht, dass sie in den Werkstätten des Jugendwohnheims Linz-Wegscheid beschäftigt und in dieser Zeit nicht pensionsversichert waren. Daher werden diese Versicherungszeiten in der Höhe von rund 1.827 Euro wenn möglich durch das Land OÖ nachgekauft. Die Opferschutzkommission hat der Landesregierung die Auszahlung finanzieller Gesten von 95.000 Euro vorgeschlagen.

Bisher wurden bereits in 210 Fällen rund 2,24 Millionen Euro an finanziellen Gesten für Therapien, Nachkäufe von Pensionsversicherungszeiten etc. geleistet, mit den dreizehn jüngst beschlossenen sind es 223 Auszahlungen und eine Gesamtsumme von 2,334 Millionen Euro. „Das Land Oberösterreich entschuldigt sich bei jedem einzelnen Opfer für das erlittene Unrecht. Uns geht es darum, mit den Betroffenen wertschätzend und umsichtig umzugehen. Natürlich ist dabei allen Beteiligten klar, dass das Leid der Betroffenen bedauerlicherweise nicht ungeschehen gemacht werden kann“, betonen Pühringer und Entholzer.

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