Klagenfurt: Naturkatastrophen - Bund soll Unternehmen für Helferinnen und Helfer entschädigen

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Kärnten

16 Jän 18:10 2019 von Redaktion Salzburg Print This Article

LR Fellner: Ohne Freiwillige wären Schneemassen der vergangenen Wochen nicht zu bewältigen gewesen - Arbeitgeber, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für solche Einsätze freistellen, sollen unterstützt werden

"Kärnten ist bisher zwar vom Schneechaos verschont geblieben, doch wir brauchen uns nur an das Sturmtief Vaia zu erinnern, das unser Bundesland Ende Oktober, Anfang November heimgesucht und ins Chaos gestürzt hat. Die fatalen Auswirkungen beider Wetterextreme wären ohne freiwillige Helferinnen und Helfer nicht in den Griff zu bekommen gewesen", so Katastrophenschutzreferent Landesrat Daniel Fellner heute, Mittwoch. "Aus diesem Grund unterstütze ich die aktuelle Forderung von Salzburgs Landesfeuerwehrkommandanten Leo Winter und vom Salzburger Landeshauptmann Wilfried Haslauer nach einer Entschädigung seitens des Bundes für jene Firmen, die ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Einsätze im Katastrophenfall freistellen."

"Wir müssen - persönlich wie auch als öffentliche Institutionen - froh über jeden individuellen Einsatz von Hilfskräften sein. Daher müssen sie und auch Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, die Ehrenamtliche fördern, die notwendige Anerkennung und Unterstützung erhalten", betont Fellner. Denn eines sei vollkommen klar: "Ohne Ehrenamtliche, die ihre Freiwilligenarbeit neben Beruf und Familie leisten, sind Rettungseinsätze diesen Ausmaßes nicht zu bewerkstelligen."

Um dieses System der Freiwilligenarbeit langfristig sicherzustellen, müssten einerseits die Freiwilligen arbeitsrechtlich abgesichert sein, wie zum Beispiel im Kärntner Landesdienst, wo Feuerwehrmänner und -frauen bereits jetzt schon per Erlass, ohne Urlaub nehmen zu müssen, Einsätze versehen beziehungsweise Fortbildungen besuchen können. Andererseits müssten Unternehmen, die ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Katastropheneinsätze freistellen, finanziell entschädigt werden. "Ich sehe hier den Bund in der Pflicht, schnellstmöglich eine für alle Beteiligten zufriedenstellende Lösung herbeizuführen", so Fellner, der im Rahmen des Kärntner Vorsitzes der Landeshauptleutekonferenz auch die Feuerwehrreferenten nach Kärnten einladen wird, um unter anderem auch dieses Thema zu besprechen. Den Forderungen solle durch einen Schulterschluss aller Beteiligten der notwendige Nachdruck verliehen werden.





Quelle: Land Kärnten



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