Falsche Notfälle blockieren Rettungsfahrzeuge

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Falsche Notfälle blockieren Rettungsfahrzeuge::
Foto: A Serra
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Falsche Notfälle blockieren Rettungsfahrzeuge::
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Falsche Notfälle blockieren Rettungsfahrzeuge::
Foto: A. Serra
25 Nov 21:00 2019 von Redaktion Salzburg Print This Article

Video-Präsentation von Land Vorarlberg und Rotem Kreuz Vorarlberg

In einer gemeinsamen Pressekonferenz haben das Rote Kreuz Vorarlberg und das Land Vorarlberg heute ihr neues Video rund um das Thema „Notwendige Reduzierung der Rettungsfahrten“ vorgestellt.

Stark steigende Anforderungen überlasten die Rettungsorganisation Rotes Kreuz. In den letzten zehn Jahren gab es eine über 100-prozentige Steigerung bei den Einsätzen für den Rettungsdienst in Vorarlberg. „Waren es 2009 knapp über 15.000, zählte das Rote Kreuz letztes Jahr bereits über 38.900 Einsätze auf den Rettungsfahrzeugen“, informiert Dir. Roland Gozzi, Geschäftsführer vom Roten Kreuz Vorarlberg.

Viel zu schnell wird heutzutage der Notruf 144 gewählt!
Die Steigerung der Einsatzzahlen findet jedoch nicht im Bereich der medizinischen Notfälle und Unfälle mit schweren Verletzungen, sondern vielmehr in der Anforderung schlichtweg falscher Selbsteinschätzung statt. Manchmal liegt es auch an der Bequemlichkeit des Anrufers, selbstständig zum Hausarzt zu gehen, wie beispielsweise bei grippalen Infekten. „Ganz extrem sind Anrufer, welche nach eigenen Internetrecherchen und den daraus falschen Schlüssen anrufen“, so Siegfried Marxgut, Leiter der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle Vorarlbergs.

Rettungsfahrzeuge bei echten Notfällen blockiert
Diese leichtfertigen Anforderungen wirken sich in zwei Richtungen ganz negativ aus: Erstens sind dann die Rettungsfahrzeuge oft mit nicht notwendigen Versorgungen belegt und stehen bei echten Notfällen nur zeitverzögert zur Verfügung. Zweitens reduzieren diese nicht notwendigen Einsätze die Ruhezeiten der Ehrenamtlichen im Nachtdienst. Das führt wiederum dazu, dass immer weniger Freiwillige während der Woche Nachtdienste versehen können, da sie ja morgens nach dem Dienst wieder ihrem eigentlichen Beruf nachgehen.

Video schafft Bewusstsein
Zu dieser Thematik haben das Rote Kreuz Vorarlberg und das Land Vorarlberg ein gemeinsames Informationsvideo produziert. „Wir wollen damit das Bewusstsein in der Bevölkerung schaffen, zwischen echten Notfällen und Bagatelleinsätzen zu unterscheiden“, erklärt Dir. Roland Gozzi. Der Patient soll mit dem Video somit auf den richtigen Weg gebracht werden, besser sein gesundheitliches Problem einordnen zu können.
Das Rote Kreuz Vorarlberg möchte in allen gesundheitlichen Belangen Ansprechpartner für die Bevölkerung bleiben. Bei jeder kleineren Verletzung oder jedem leichten körperlichen Unwohlsein kann sich der Anrufer rund um die Uhr, sieben Tage die Woche bei der vom Roten Kreuz Vorarlberg betriebenen Gesundheitshotline 1450 beraten lassen. Gemeinsam wird der richtige Weg in der Gesundheitsversorgung gefunden.

Hilfsbereitschaft und ehrenamtliches Engagement nicht gefährden
Das Rettungswesen wird zu einem beträchtlichen Teil von ehrenamtlich tätigen Einsatzkräften (ca 4.400) durchgeführt. Gemeinsam mit den ca 7.000 ehrenamtlich Feuerwehrkräften stehen somit mehr als 11.000 Personen für die Sicherheit der Bevölkerung im Hilfs- und Rettungswesen rund um die Uhr zur Verfügung. Vor diesem Hintergrund ist es aus Sicht des Landes wichtig, dass diese große Hilfsbereitschaft und Motivation der Einsatzkräfte nicht durch eine teilweise falsche Selbsteinschätzung beim Anrufer leidet, sagt Landesrat Christian Gantner. Auch die langfristige Finanzierbarkeit unseres erstklassigen Systems wäre erheblich gefährdet, wenn die ehrenamtliche Hilfsbereitschaft durch solche nicht unmittelbar dringlichen Einsätze zurückgehen würde.

Wo ist das Video zu sehen
Das neue Video ist ab 22. November auf der Rotkreuz-Homepage unter www.roteskreuz.at/vorarlberg abrufbar, wird in den sozialen Medien veröffentlicht und kann gerne geteilt werden. Zudem wird es ab Datum vor „Vorarlberg heute“ in ORF2 ausgestrahlt.



Quelle: Land Vorarlberg



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