Biomasse-Nachfolgeregelung notwendig, aber so nicht mittragbar - Bund bleibt Ökostrom-Gesamtpaket schuldig

Slide background
Amt d. Kärntner Landesregierung - Symbolbild
© LPD Kärnten
02 Feb 16:00 2019 von Redaktion Salzburg Print This Article

Energie-Landesrätin Sara Schaar: "Eine Nachfolgeregelung für Biomasse-Anlagen ist für Kärnten zwar eine Notwendigkeit, der gestrige Parlamentsbeschluss ist aber so nicht mittragbar, denn es fehlt ein Ökostrom-Gesamtpaket und die Mitsprache der Bundesländer"

Eine Nachfolgeregelung für Biomasse-Anlagen ist für das Bundesland Kärnten eine Notwendigkeit, betont heute, Donnerstag, Energie-Landesrätin Sara Schaar. "In Kärnten werden rund 17 Prozent des erneuerbaren Stroms aus Biomasse erzeugt. Deshalb haben wir die zuständige Ministerin auch mehrmals auf die Notwendigkeit einer Ökostrom-Anschlussförderung für den Erhalt der Biomasse-Bestandsanlagen hingewiesen. Dabei geht es auf der einen Seite um die Sicherstellung unserer Energiekapazitäten und auf der anderen Seite um das Vorantreiben der Energiewende und die Erreichung der Klimaziele auf internationaler, nationaler wie regionaler Ebene."

"Aber es ist deshalb nicht mittragbar, weil die Bundesregierung ein Ökostrom- bzw. Alternativenergie-Gesamtpaket schuldig geblieben ist", kritisiert Schaar. "Wesentliche Player, wie die Landes-Energiereferentinnen und -referenten, sind in die Diskussion nicht eingebunden worden. Man hat es verabsäumt, Informationen aus den Bundesländern einzuholen, die zur Ausarbeitung einer praktikablen Lösung aber - aufgrund der unterschiedlichen Gegebenheiten in den einzelnen Ländern - dringend notwendig sind."

Ein wesentlicher Kritikpunkt ist für Schaar auch, dass bislang keine Klarheit über die Höhe der Tarife herrscht und somit unklar ist, ob den Anlagen der gestrige Beschluss überhaupt etwas nützt. Es besteht die Gefahr einer Scheinlösung. "Was fehlt, ist zudem eine investive Lösung für effizienzsteigernde Maßnahmen. Die Betreiber von Biomassewerken sollten durch Anreizförderungen in die Lage versetzt werden, ihre Anlagen auch auf den neuesten Stand zu bringen."

Schaar: "Es führt kein Weg daran vorbei, dass die zuständige Ministerin, um ernsthafte Energiepolitik zu betreiben, das Gespräch mit allen Playern suchen muss. Es braucht keine Einzellösungen, sondern ein Gesamtpaket - in Abstimmung mit den Bundesländern. Deshalb ersuche ich Ministerin Köstinger dringend, die Landes-Energiereferentinnen und -referenten bei der Erarbeitung eines Gesamtpakets miteinzubeziehen."





Quelle: Land Kärnten



  Markiert "tagged" als:
  Kategorien:
Redaktion Salzburg

Redaktion Tennengau

Weitere Artikel von Redaktion Salzburg