16 Tage gegen Gewalt an Frauen

Slide background
Gewalt - Symbolbild

22 Nov 10:00 2018 von Gerhard Repp Print This Article

Kostenlose Veranstaltungen und Informationen in Linz

Gewalt an Frauen ist weltweit – auch in Österreich – die häufigste Menschenrechtsverletzung. Am 25. November wird daher international der Tag gegen Gewalt an Frauen begangen. Er ist ein UNO Gedenk- und Aktionstag zur Bekämpfung von Diskriminierung und jeder Form von Gewalt gegenüber Frauen. Bis zum Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember werden in Linz im Rahmen der Kampagne „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ vom Linzer Frauenhaus, dem OÖ Gewaltschutzzentrum, der VHS Linz in Zusammenarbeit mit dem Klagsverband sowie dem Frauenbüro der Stadt Linz verschiedene kostenlose Veranstaltungen und Informationsabende angeboten.

„Gewalt gegen Frauen findet tagtäglich und überall statt. Im Internet, in der Öffentlichkeit, am Arbeitsplatz und vor allem im eigenen Zuhause. Es braucht deshalb einen starken rechtlichen Schutz, Präventions- und Unterstützungsangebote und vor allem eine Kultur des Respekts vor der Freiheit und der Selbstbestimmung von Frauen“ betont Frauenstadträtin Mag.a Eva Schobesberger.

Die erste Veranstaltung zum Thema „Tatort trautes Heim“, organisiert vom Linzer Frauenhaus, erfolgt bereits am 22. November, um 18 Uhr im Central an der Landstraße 36. In den vergangenen Jahren wurde ein Anstieg an Morden und Mordversuchen an Frauen verzeichnet. Speziell häufen sich diese Taten im Beziehungsbereich. Chefinspektorin Daniela Hauser vom Bundeskriminalamt, Referat qualifizierter Opferschutz, berichtet in ihrem Vortrag über die herausfordernde Arbeit mit hochgefährdeten Personen. Im Anschluss erfolgt eine Diskussion mit Vertreterinnen des Frauenhauses über bestehende und auch fehlende Gewaltschutzmaßnahmen.

Am 5. Dezember wird seitens des Gewaltschutzzentrums OÖ im Alten Rathaus um 17 Uhr die Studie "Evaluierung Sexualstraftaten" vorgestellt. Mit je einer MitarbeiterIn der Staatsanwaltschaft Linz, der Exekutive, des autonomen Frauenzentrums, des Gewaltschutzzentrums und einer Rechtsanwältin erfolgt anschließend eine Podiumsdiskussion. Zudem erfolgt eine Präsentation des Kommentars "Gewaltschutz und familiäre Krisen" von Univ.-Prof.in Dr.in Astrid Deixler-Hübner und Mag.a Mariella Mayrhofer. Um Anmeldung zur Veranstaltung wird bis 26. November 2018 unter [email protected] oder 0732/607760 gebeten.

Ebenfalls am 5. Dezember veranstaltet das Frauenbüro gemeinsam mit dem Verein Post Skriptum einen themenbezogenen Poetry Slam. Es werden Künstlerinnen eingeladen, die unter dem Titel „Slammen für (Gewalt-)Freiheit“ ihre selbst geschriebenen Texte vortragen und inszenieren. Unter den Poetinnen, die ans Mikrofon treten und ihre Texte im Zeichen der Gewaltfreiheit performen werden sind: Lea (Wien), Jasmin Krieg (Wien), Lisa (Linz), Elena Wolff (Linz), Stella Reiss und Poetry (Erlangen), Christine Teichmann (Graz). Im Kulturgasthaus Alte Welt, Linzer Hauptplatz. Einlass ab 19 Uhr; Beginn: 19:30 Uhr, Eintritt frei.

Am 26. November von 18 bis 21 Uhr, beleuchtet ein Vortrag im Wissensturm die UN-Frauenrechtskonvention und die Situation in Österreich. Mag.a Andrea Ludwig vom Klagsverband sowie Mag.a Martina Maurer, Stellvertretende Geschäftsführerin des Gewaltschutzzentrums, führen mit ihren Inputs durch die Diskussionsveranstaltung.

Wie im vergangenen Jahr erfolgt heuer im Zeitraum von 25. November.- bis 10.Dezember erneut eine Sprechblasenaktion in der Linzer Innenstadt. Zahlreiche Linzer Geschäftslokale haben sich bereit erklärt während der "16 Tage gegen Gewalt an Frauen" Sprechblasen mit verschiedenen Botschaften und Zitaten in ihren Schaufenstern anzubringen. Diese Aktion ist ein starkes öffentliches Zeichen für Gewaltfreiheit.

Frauenbüro der Stadt Linz

Facebook - Frauenbüro (neues Fenster)


Quelle: Stadt Linz



  Markiert "tagged" als:
  Kategorien:
Gerhard Repp

Chefredakteur

Chefredakteur von www.regionews.at.

Weitere Artikel von Gerhard Repp