Wien - Sima: Neue Simmeringer Straßenbahn wird zur Linie 11

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Foto: PID/Votava Martin
04 Nov 11:00 2017 von Redaktion Vorarlberg Print This Article

"BV-Stadler stellt parteitaktische Spielchen vor Interesse der Öffi-Nutzer"

Die Abstimmung über die Linienbezeichnung der geplanten Simmeringer Straßenbahnlinie ist zu Ende. „Die Wienerinnen und Wiener haben sich entschieden. Simmerings neue Bim wird zur Linie 11. Über 14.000 Stimmen wurden abgegeben. Das zeigt, dass den Menschen eine weitere Verbesserung des öffentlichen Verkehrs in Simmering wichtig ist“, erklärte Öffi-Stadträtin Ulli Sima nach Abschluss des Online-Votings auf der Website der Wiener Linien.

Insgesamt standen drei mögliche Linienbezeichnungen zur Auswahl. Neben der Linie 11 waren das die Linie 70 und die Linie 73. Von den insgesamt 14.263 abgegebenen Stimmen entfielen 7.720 auf die Linie 11, 3.466 Stimmen auf die Linie 73 und 3.077 auf die Linie 70.

Baubeginn für Frühjahr 2018 geplant - FPÖ-Stadler will Verbesserungen verhindern

Nun geht es um die Umsetzung des Projekts. "Unser Ziel ist eine weitere Verbesserung des Straßenbahnnetzes in Simmering. Kern des Pakets ist die neue Straßenbahnlinie 11 von Kaiserebersdorf zur U3-Station Enkplatz. Da die Bim hier auf einem eigenen Gleiskörper fährt, kann sie zuverlässiger, regelmäßiger und störungsfrei unterwegs sein", so Sima. Sie bedaure, dass FPÖ-Bezirksvorsteher Stadler die Pläne torpediere und damit bewusst eine Attraktivierung des Öffi-Netzes für die Simmeringer Bevölkerung verhindern will. "Es ist unfassbar, dass der Herr Bezirksvorsteher Stadler sinnvolle Verbesserungen aus parteitaktischen Gründen und mit fadenscheinigen Argumenten ablehnt", so Sima. Sie sei als Öffi-Stadträtin den Fahrgästen verpflichtet und kann sich über Stadlers vorgangsweise und absurde Argumentation nur wundern.

Für alle Vorschläge, die bislang von FPÖ-Seite gekommen sind, braucht es selbstverständlich auch bauliche Maßnahmen. Denn für jede weitere Straßenbahn-Linie, die nach Kaiserebersdorf fährt, muss laut Wiener Linien eine Schleife in der Endstation quasi als "Überholspur" errichtet werden, ohne diese macht eine zusätzliche Linie keinen Sinn. Somit gehen Stadlers Argumente zur Ablehnung des 11ers völlig ins Leere, da jede Erweiterung in Kaiserebersdorf automatisch bauliche Maßnahmen und damit den Verzicht einiger Parkplätze mit sich bringt.

"Der 11er bedeutet für Kaiserebersdorf eine unabhängige zuverlässige Öffi-Versorgung, da weder Staus noch Verkehrsunfälle oder andere Unwägbarkeiten diese neue Linie auf eigenem Gleiskörper künftig behindern können.", so Sima. Eine sichere Anbindung an die U3 sei damit ebenfalls gewährleistet, eine Sicherheit die weder die Linie 6 noch die Linie 71 zu 100 % garantieren können, da sie durch sehr lange Linienführungen oft mit Behinderungen zu kämpfen haben.

Derzeit laufen die Detailplanungen für das Projekt. Für die neue Straßenbahn ist ein Umbau von Gleisschleifen in Kaiserebersdorf und im Bereich der U3-Station Enkplatz notwendig. Ziel ist ein Baubeginn im Frühjahr 2018, die neue Linie könnte in der zweiten Jahreshälfte 2018 in Betrieb gehen.

Darüber hinaus soll die Linie 71 bis Kaiserebersdorf verlängert werden. Die Linie 6, die derzeit bis Kaiserebersdorf fährt, wird mit der Umstellung bei der U3-Station Enkplatz enden.

"Mit der Umsetzung dieser Maßnahmen kommen wir dem Wunsch vieler Simmeringerinnen und Simmeringer nach, die sich sogar mit Unterschriftenlisten an uns gewandt haben. Wir kommen diesen Wünschen gerne nach, denn wir wollen noch mehr Menschen für die Öffis begeistern - was uns mit der Linie 11 sicher gelingen wird", so Sima abschließend.


Quelle: Stadt Wien



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