Neues Mittel verzögert Fortschreiten von ALS

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Foto: Labor / Symbolbild
27 Mär 20:41 2017 von Gerhard Repp Print This Article

Erste Tests an Tieren erfolgreich - Klinische Studien angestrebt

Forscher der University of Queensland http://uq.edu.au haben mit PMX205 ein neues Mittel entwickelt, das das Fortschreiten der Gehirnerkrankung Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) verlangsamt. An ALS leiden drei bis acht unter 100.000 Menschen. Die Krankheit befällt die Hirnzellen, die für die Muskelbewegung zuständig sind. Die Folgen sind Lähmungen und der Schwund von Muskeln, was zu Geh-, Sprech- und Schluckstörungen führt. Der Tod tritt nach drei bis fünf Jahren ein.

In Tiermodellen hat Forschungsleiter Trent Woodruff das Präparat bereits erfolgreich getestet. PMX205 verlangsamte das Fortschreiten der Krankheit und verlängerte die Lebensdauer. Ein Privatunternehmen organisiert die klinischen Studien, die die Sicherheit des Präparats beweisen sollen. "Wenn die Ergebnisse positiv ausfallen, können die Tests mit Menschen 2019 beginnen", sagt Woodruff.

Nicht vererbte ALS im Blickpunkt

"Bisher haben wir unser Präparat ausschließlich an einem Modell getestet, das auf einer vererbten Form von ALS beruht", so Woodruff. "Wir glauben, dass es auch bei anderen Krankheitsursachen wirkt." Jetzt will er die Forschung auf nicht vererbte ALS konzentrieren. Denn: Bisher gibt es nichts, was die Krankheit aufhalten, geschweige denn heilen kann.

Laut dem Fachmann John Lee vom Motor Neurone Disease Research Institute of Australia http://mndaust.asn.au , das auf die Erforschung dieser Krankheit spezialisiert ist, kann das Präparat helfen, die Lebensqualität der Betroffenen zu erhöhen und deren Leben zu verlängern. Das Arzneimittel hat von amerikanischen und europäischen Behörden die Einstufung als Arzneimittel für seltene Erkrankungen erhalten. Das ermöglicht es, die Anwendung an Menschen zu beschleunigen. Details wurden im "British Journal of Pharmacology" publiziert.


Quelle: PTE



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