Nationalratswahl-Ergebnis 2013 im Rückblick

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Foto: Landesstatistik
06 Okt 08:00 2017 von Gerhard Repp Print This Article

Parteien mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen in den Bezirken

Österreichweit war der Wahlsieger bei der letzten Nationalratswahl im Jahr 2013 die SPÖ mit 26,8 Prozent, gefolgt von der ÖVP mit 24 Prozent und der FPÖ mit 20,5 Prozent. Die Grünen erzielten 12,4 Prozent, die erstmals angetretene Liste FRANK (Team Stronach) 5,7 Prozent, die ebenfalls erstmalig kandidierenden NEOS fünf Prozent. Diese schafften damit den Einzug in den Nationalrat, während das BZÖ diesen mit einem Stimmanteil von 3,5 Prozent knapp verfehlte. Die anderen zum Teil erstmals kandidierenden Parteien erzielten Stimmanteile von einem Prozent (KPÖ), 0,8 Prozent (PIRAT) bzw. blieben unter einem Stimmanteil von 0,1 Prozent (CPÖ, WANDL, EUAUS, M und SLP). Auf Basis dieser Ergebnisse zogen die SPÖ mit 52, die ÖVP mit 47, die FPÖ mit 40, die Grünen mit 24, die Liste FRANK mit elf und die NEOS mit neun Abgeordneten in den Nationalrat ein.

Die Wahlbeteiligung betrug 74,9 Prozent und erreichte den niedrigsten Wert, der jemals bei Nationalratswahlen verbucht werden musste (vorheriger Tiefpunkt: 2006 mit 78,5 Prozent). Damit blieben zum ersten Mal in der Zweiten Republik mehr Wahlberechtigte einer Nationalratswahl fern, als für die stimmstärkste Partei wählten. Der Anteil der ungültigen Stimmen betrug 1,9 Prozent.

ÖVP erhielt 2013 in Salzburg die meisten Stimmen

Im Land Salzburg war der Wahlsieger die ÖVP mit 26,7 Prozent. Das war das schlechteste Ergebnis seit 1945. 23 Prozent der Wählerinnen und Wähler schenkten der SPÖ ihr Vertrauen. Das war ebenfalls das schlechteste Ergebnis in der Zweiten Republik. Die FPÖ kam auf 21,2 Prozent, die Grünen auf 14,8 Prozent, die Liste FRANK auf 5,2 die NEOS auf 4,6 Prozent, das BZÖ auf 3,2 Prozent, die Liste PIRAT auf 0,7 Prozent und die KPÖ auf 0,6 Prozent. Auf Landesebene wurden jeweils zwei Mandate an die SPÖ, ÖVP und FPÖ sowie eines an die Grünen vergeben.

Die Wahlbeteiligung lag in Salzburg im bundesweiten Trend - sie sank um 4,1 Prozentpunkte auf den historisch tiefsten Wert von 74,5 Prozent. Der Anteil der ungültigen Stimmen betrug 2,2 Prozent.

Das Bundesergebnis der SPÖ war damit um 3,8 Prozentpunkte besser als auf Landesebene. Ebenfalls besser schnitten auf Bundesebene die Liste FRANK (0,5 Prozentpunkte), die NEOS und die KPÖ (jeweils 0,4 Prozentpunkte), das BZÖ (0,3 Prozentpunkte) und die Piraten (0,1 Prozentpunkte) ab. Ein schlechteres Ergebnis gab es auf Bundesebene gegenüber dem Landesergebnis bei der ÖVP, mit einer Differenz von 2,7 Prozentpunkten, sowie bei den Grünen (2,4 Prozentpunkte) und der FPÖ (0,7 Prozentpunkte).

Ein Viertel aller Salzburger SPÖ-Wähler in der Stadt Salzburg

Eine etwas andere Sichtweise liefert eine Analyse nach der Herkunft der Parteistimmen aus den einzelnen Bezirken für die verschiedenen Parteien. So stammt von allen Stimmen der SPÖ fast ein Viertel aus dem Bezirk Salzburg-Stadt und damit anteilsmäßig deutlich mehr als aus allen anderen Bezirken. Analog war es bei den NEOS (32 Prozent) und der KPÖ (44,6 Prozent). Alle anderen Parteien bekamen die meisten Stimmen hingegen aus dem Bezirk Salzburg-Umgebung (ÖVP 31,7 Prozent, FPÖ 28,4 Prozent, BZÖ 31,6 Prozent, GRÜNE 32,4 Prozent, FRANK 30,4 Prozent, PIRAT 31,3 Prozent).

Wissenswertes zur Nationalratswahl am 15. Oktober gibt es auf der Landes-Website unter www.salzburg.gv.at/wahl-bund.


Quelle: Land Salzburg



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