Kärnten - Pflege: Beschluss des Gemeindebundes wichtiger Schritt für zusätzliches Personal in Kärntner Pflegeheimen und Spitälern

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Kärnten
09 Jul 06:00 2017 von Redaktion Salzburg Print This Article

LH Kaiser, LHStv.in Prettner: Zusätzliche Pflegerinnen und Pfleger für die Heime, mehr und besser bezahltes Personal für Spitäler zeigen, dass uns die Anliegen engagierter Fachkräfte und pflegebedürftiger Menschen sowie ihrer Familien wirklich am Herzen liegen

Lange wurde verhandelt, jetzt ist mit dem heutigen Beschluss im Gemeindebund ein großer Schritt für mehr Personal in Kärntens Pflegeheimen und auch für mehr und besser bezahlte Pflegerinnen und Pfleger in Kärntens Spitälern gesetzt worden. Der Beschluss von Gemeinde- und Städtebund muss jetzt noch in Begutachtung geschickt und dann in der Regierung beschlossen werden.

Erleichtert und erfreut darüber zeigten sich heute, Freitag, Landeshauptmann Peter Kaiser und Sozialreferentin LHStv.in Beate Prettner: „Mit dem heutigen Beschluss für einen erfolgreichen sozialen Doppelpack sind die Weichen gestellt, um pflegebedürftige Kärntnerinnen und Kärntner zukünftig noch besser durch noch mehr, entlastete und besser bezahlte Fachkräfte betreut werden. Dass wir bei dem Thema trotz Gegenwindes immer für die Anliegen aller Betroffenen eingetreten sind, zeigt, dass uns diese Menschen wirklich am Herzen liegen.“

Die neue Pflegeheimverordnung sieht vor, dass der Personalschlüssel von derzeit 1:2,5 auf 1:2,4 und zusätzliches Personal für „Animation“, das nicht in den Personalschlüssel gerechnet wird (0,5 Vollzeitäquivalente pro Heim), verbessert wird. Möglich wurde die Einigung letztendlich, weil das Land den Gemeinden in größtmöglicher Form in der Frage der Finanzierung entgegengekommen ist. Um die entstehenden Mehrkosten in der Pflege für die Gemeinden zu kompensieren, wird in der Jugendhilfe der Kostenteilungsschlüssel über die nächsten Jahre schrittweise auf 50:50 abgesenkt – derzeit liegt dieser bei 56 Prozent Gemeinden und 44 Prozent Land.

Was die Verbesserung der Situation der Pflegefachkräfte in den Spitälern betrifft, so wurde das von Personalreferent Landeshauptmann Kaiser erzielte Verhandlungsergebnis ebenfalls von Städte- und Gemeindebund beschlossen. Damit sollen die Spitäler nicht nur 100 zusätzliche Dienstposten im Bereich der Pflege erhalten, sondern diplomierte Pflegekräfte künftig um 200 Euro und Pflegehelfer um 100 Euro monatlich mehr Gehalt bekommen. Im Gegenzug ist eine Reihe dienstrechtlicher Adaptierungen vorgesehen. Finanziert werden die Mehrkosten von in Summe rund 14 Millionen Euro zu je einem Drittel von Land und Gemeinden, KABEG und aus Mehrerlösen.

„Die qualitätsvolle Betreuung unserer älteren Menschen und gute Arbeitsbedingungen für unser Pflegepersonal sind uns wichtige Herzensanliegen. Aus diesem Grund sind wir hier auch an die absoluten Grenzen des für uns budgetär machbaren gegangen, um endlich umsetzen zu können, was umgesetzt werden muss: Mehr Personal für mehr Qualität für alle“, so Kaiser und Prettner.




Quelle: Land Kärnten



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