vonRedaktion International
MÄRZ 16, 2026
Foto: Land Salzburg/Melanie Hutter
Vor drei Jahren wurde das Tierheim eröffnet / Gelebte Inklusion durch Kooperation mit der Caritas
(LK) An der Kinderdorfstraße 23 in Bruck an der Großglocknerstraße sind nicht zwei, sondern vier Pfoten „Trumpf“. Vor drei Jahren wurde das Tierheim Pinzgau eröffnet. Seither wurden rund 650 Katzen, Hunde, Kaninchen, Hamster und sogar Meerschweinchen erfolgreich vermittelt. Ein Team aus acht Hauptamtlichen und rund 20 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern kümmert sich liebevoll um die pelzigen Gefährten.
Rund 2,6 Millionen Euro hat das Land Salzburg in die Errichtung des Tierheims Pinzgau im Caritasdorf St. Anton investiert. Seit dem Eröffnungstag stehen neben der Vermittlung und Versorgung der Tiere auch die Beratung sowie Information rund um Katzen, Hunde und Co. im Mittelpunkt. „Das Tierheim hat sich zu einem echten Erfolgsmodell entwickelt. Das zeigen nicht nur die Zahlen der vermittelten Tiere, sondern auch die regelmäßigen und gut besuchten Veranstaltungen vor Ort. Besonders freut es mich, dass das Inklusionsprojekt mit der Caritas derart gut von den Bewohnerinnen und Bewohnern von St. Anton angenommen wird. Sie kümmern sich mit ganz viel Herz um ihre Schützlinge“, sagt Landesrat Maximilian Aigner.
Im Zentrum steht das Tierwohl
Die Pinzgauer Tierärztin Kathrin Rasser leitet seit März 2023 das Tierheim. „Wir verstehen uns als Übergangsstation für Vierbeiner in Not. In einem ersten Schritt wird die vorübergehende Aufnahme und bestmögliche Versorgung gewährleistet. Anschließend kümmern wir uns um die möglichst rasche Vermittlung in ein liebevolles neues Zuhause. Das Tierwohl steht dabei immer im Mittelpunkt“, so Rasser und ergänzt: „Durch unsere Arbeit reduzieren wir auch die Streunerproblematik bei Katzen. Abgegebene und gefundene Tiere werden kastriert. Dennoch sind im vergangenen Jahr rund 50 Kitten im Tierheim geboren worden.“
Versorgungslücke erfolgreich geschlossen
Josef Schöchl hat als Projektkoordinator für das Land Salzburg die Entstehung sowie die ersten Jahre des Tierheims maßgeblich begleitet. „Nach drei Jahren können wir eine sehr zufriedenstellende Bilanz ziehen. Mit dem Projekt haben wir die Versorgungslücke für Kleintiere im südlichen Salzburg geschlossen. Besonders erfreulich ist die gute Partnerschaft mit unseren Nachbarn. Neben dem Inklusionsprojekt hat die Caritas durch die Zurverfügungstellung des Grundes die Grundlage für den Bau gelegt“, so Schöchl und ergänzt: „Ohne den verstorbenen Landesrat Josef Schwaiger wäre das Projekt aber nie realisiert worden. Es war ihm ein großes persönliches Anliegen, das Tierheim zu errichten – es ist ein Teil seines Vermächtnisses.“
Daten und Fakten Tierheim Pinzgau
Redaktion: Landes-Medienzentrum / LK_260316_90 (msc/hei)
Quelle: Land Salzburg