vonRedaktion Salzburg
MAI 08, 2026
Foto: BKA/Valentin Brauneis
Der „Europakoffer“ und „CEFoodCycle“, ein Projekt für weniger Lebensmittelabfälle, gewinnen
(HP) Stark vertreten beim diesjährigen Europa-Staatspreis sind Projekte aus Salzburg. Bei zwei von drei Kategorien erreichten Salzburger Einreichungen den Spitzenplatz.
Erfolgreich war der „Europakoffer“ der Universität Salzburg. Er bringt EU-Themen direkt in Schulen und ermöglicht einen fächerübergreifenden Zugang zu Europa. Das Projekt „CEFoodCycle“ der Fachhochschule Salzburg GmbH reduziert Lebensmittelabfälle und stärkt die Kreislaufwirtschaft und erreichte ebenfalls den ersten Platz.
67 Einreichungen am Start
Eine unabhängig agierende Fachjury wählte aus insgesamt 67 eingereichten Projekten drei Siegerprojekte in den Kategorien „Europa erklären“, „Europa gestalten“ und „Europa verändern“ aus. Gestern fand die Preisverleihung im Bundeskanzleramt statt. Mit den „EU Future Talks“ von akzente Salzburg und der Stabsstelle EU-Bürgerservice und EUROPE DIRECT des Landes Salzburg schaffte es ein weiteres Projekt aus dem Bundesland unter die zehn Finalisten.
Material für den Europa-Unterricht
Der Europakoffer reist seit 2024 durch Salzburgs Schulen und bringt Europa, die EU und den europäischen Gedanken auch in entlegenste Regionen. Drei Wochen bleibt der Koffer mit maßgeschneiderten Materialien für 15 Unterrichtsfächer an einer Schule. Er unterstützt Lehrkräfte, Themen mit Europa-Bezug in ihrem Unterrichtsfach – von Deutsch über Physik und Geschichte bis hin zu Fremdsprachen, Sport oder Musik – greifbar zu machen. Fachleute für Europäische Integration, Erziehungswissenschaft und Didaktik der Paris-Lodron-Universität Salzburg haben den Europakoffer gemeinsam entwickelt, der ab dem nächsten Schuljahr österreichweit ausgerollt werden soll.
Gutschi: „EU-Wissen schafft Bewusstsein.“
Bildungsreferentin Landesrätin Daniela Gutschi kennt das Projekt von Beginn an und sieht den Preis als Bestätigung: „Die Auszeichnung für den Europakoffer zeigt einerseits, wie gut und praktisch das Fachwissen gebündelt wird. Aber er leistet noch viel mehr: Europabewusstsein, das durch Wissen entsteht und inzwischen selbstverständlicher Bestandteil an unseren Schulen ist“, so Landesrätin Daniela Gutschi.
Weniger Essensabfall mit Hilfe von KI
Mit dem interdisziplinären Projekt CEFoodCycle wurden praxisnahe Kreislauflösungen getestet, um Lebensmittelabfall zu verringern – von der Produktion über die Verwendung bis hin zur Entsorgung. Mit FoodCycle.ai wurde zudem ein digitales Tool entwickelt, das Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette bei der Verringerung von Abfällen und der Wiederverwendung von Ressourcen unterstützt. Das EU-geförderte Interreg Alpine Space-Projekt vernetzte dabei Akteurinnen und Akteure aus Landwirtschaft, Einzelhandel, Energieerzeugung sowie Konsumentinnen und Konsumenten in Österreich, Slowenien, Italien, Frankreich und Deutschland.
Fürweger: „Preiswürdige Zusammenarbeit.“
Für die EU-Regionalförderprogramme ist in Salzburg Landesrat Wolfgang Fürweger ressortzuständig, CEFoodCycle wird über das Interreg Alpenraumprgramm finanziert: „Salzburg als Verwaltungsbehörde kann hier seine Trümpfe ausspielen, was die Vernetzung über die Landesgrenzen hinweg betrifft. Das Thema Kreislaufwirtschaft wird von immer mehr Partnern im Land aktiv verfolgt. Mit dem Preis erhält diese wichtige Zusammenarbeit zum nachhaltigen Umgang mit der wertvollen Ressource Lebensmittel die gebührende Anerkennung“, so Fürweger.
Quelle: Land Salzburg