Salzburg: Land Salzburg unterstützt AGES mit elf Standorten beim Stechmückenmonitoring 2026

vonRedaktion Salzburg
MAI 06, 2026

Foto: Land Salzburg/Bernhard Kern

Unter anderem Landwirtschaftsschulen, die Stadtgärtnerei Salzburg und ein Friedhof helfen, gebietsfremde Mücken und mögliche Krankheitserreger aufzuspüren

(LK) Seit 2011 führt die AGES (Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) ein Gelsen-Monitoring in Österreich durch, um die Ausbreitung exotischer und krankheitsübertragender Stechmücken zu überwachen. Dabei ist sie auf zahlreiche helfende Hände in den Bundesländern angewiesen. Die Landessanitätsdirektion Salzburg ist eine der Unterstützerinnen und organisiert jährlich zahlreiche Menschen und Organisationen, die Fallen aufstellen und mit der AGES zusammenarbeiten.

Elf Standorte und ein Vielfaches mehr an helfenden Händen sind es heuer in Salzburg, die der AGES bei ihrem Stechmückenmonitoring unter die Arme greifen. Sie sammeln vor Ort wertvolles Grundlagenmaterial für die Analyse über die Verbreitung von beispielsweise der Tigermücke und dem West-Nil-Virus. „Wir sind jedem einzelnem Partner dankbar, dass sie das Aufstellen, die Betreuung und die Weiterleitung der Proben an die AGES übernehmen. Das sind wertvolle Daten, um herauszufinden, wie verbreitet gebietsfremde Gelsen im Bundesland sind und wie es mit den Krankheitserregern, die Gelsen übertragen können, aussieht“, betont Landesanitätsdirektorin Dr. Petra Gruber-Juhasz.

Neuartige Falle für Stadtgärtnerei Salzburg

Erst diese Woche wurde ein langjähriger Partner des Landes und der AGES, die Stadtgärtnerei Salzburg, mit einer neuen Falle ausgestattet und die Mitarbeiter dafür eingeschult. Es ist eine Lebendfalle für das Pathogen-Monitoring der heimischen Gelsen auf zum Beispiel das West-Nil-Virus. „Unsere Atemluft, und darin vor allem das CO2, ist eines der wichtigsten Signale, das Gelsen anlockt. Das und ein Lockstoff, der den Hautgeruch nachahmt, befinden sich in der Falle. Damit werden die Gelsen angelockt und dann von einem kleinen Ventilator in ein Fangnetz eingesaugt. Danach schicken die Mitarbeiter die Gelsen gut verpackt zur Analyse nach Wien“, erklärt Dr. Karin Bakran-Lebl von der AGES den Prozess im Überblick. Die Fallen werden von Mai bis Oktober zwei Mal pro Monat aufgestellt.

Elf Standorte für das Stechmückenmonitoring 2026

Es gibt insgesamt zwei wichtige Programme, die die AGES für das Stechmückenmonitoring in Österreich organsiert und durchführt. Das Ovitrap-Monitoring nutzt Eigelegefallen für den Nachweis von gebietsfremden Mücken. Das Pathogen-Monitoring nutzt Lebendfallen für die Analyse der heimischen Gelsen auf West-Nil-, Usutu-, Sindbis-, Tyhyna- und Batai-Virus. Heuer kann die AGES im Bundesland Salzburg auf elf Standorte für das Stechmückenmonitoring zurückgreifen.

2025 kein West-Nil-Virus

2025 fand das Pathogen-Monitoring der AGES an rund 70 Standorten in ganz Österreich statt. Dabei wurden von Mai bis Oktober zwei Mal pro Monat Lebendfallen aufgestellt. Die gefangenen Stechmücken wurden auf das Vorhandensein von West-Nil-Virus untersucht. Es wurden kein West-Nil-Virus oder andere Erreger nachgewiesen.

Klimawandel, Güterverkehr und Blumentöpfe

Gebietsfremde Gelsenarten etablieren sich in unseren Breiten vor allem aufgrund des Klimawandels immer mehr. Zusätzlich begünstigt der Verkehr – etwa durch den Transport von Waren und Personen – ihre unbeabsichtigte Verbreitung über große Distanzen. Einmal bei uns angekommen nutzen sie stehendes Wasser, um ihre Eier abzulegen, von Untersetzern bei Blumentöpfen bis hin zu Regentonnen. „Es reichen oft ganz kleine Wasserstellen, wo die Gelsen ihre Brut ablegen können. Und wenn man das verhindert, weil man diese Behälter regelmäßig ausleert und auch gut reinigt, dann hat man schon viel getan“, so die Landessanitätsdirektorin.

Einfache Maßnahmen im Überblick:

Quelle: Land Salzburg

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