vonRedaktion International
MÄRZ 18, 2026
Foto: BMWET
80 heimische Expertinnen und Experten bringen Praxis-Know-how ein / Länder bei Bundes-Tourismusstrategie eingebunden
(HP) Der Tourismus in Österreich boomt. 2025 wurden laut Zahlen der Statistik Austria vom Bodensee bis zum Neusiedler See mehr als 157 Millionen Nächtigungen gezählt. Der bisherige Rekord von 154 Millionen Nächtigungen aus dem Jahr 2024 wurde somit nochmals deutlich übertroffen. Das Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus erarbeitet derzeit mit den Ländern sowie Expertinnen und Experten ein gemeinsames strategisches Zukunftsbild für den Tourismusstandort Österreich – kurz die Vision T.
"Die Entwicklung zur Ganzjahresdestination ist für uns kein Schlagwort, sondern eine klare strategische Richtung", sagt LHF-Stv. Stefan Schnöll beim Arbeitstreffen zur Vision T des Bundes von STS Elisabeth Zehetner. Mit dabei: Unternehmer Georg Imlauer.
Rund 80 Vertreterinnen und Vertreter der Tourismuswirtschaft sowie aus Regionen, Verbänden, Verwaltung und Politik sind heute in der Stadt Salzburg zusammengekommen, um an der Vision T mitzuarbeiten. Erstmals setzt die Bundesregierung mit einer Dialogreihe mit regionalen Expertinnen und Experten auf den Austausch vor Ort, um gemeinsam an der nationalen Tourismusstrategie zu arbeiten. Die finale Version soll am 15. Juni in Wien präsentiert werden.
Schnöll: „Fokus auf Ganzjahrestourismus.“
Für Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll steht fest: „Salzburg zeigt, wie entscheidend ein ausgewogenes Zusammenspiel aller Saisonen ist. Die Entwicklung zur Ganzjahresdestination ist für uns kein Schlagwort, sondern eine klare strategische Richtung: Wir wollen den Tourismus so weiterentwickeln, dass er wirtschaftlich stark bleibt und gleichzeitig resilient gegenüber neuen Herausforderungen ist. Die Stärkung von Sommer- und Nebensaisonen ist dabei kein Ersatz für den Winter, sondern eine notwendige Ergänzung – für mehr Stabilität in den Betrieben, sichere Arbeitsplätze und eine langfristig attraktive Standortentwicklung.“
Ziel: Höhere Auslastung im Frühling und Herbst
In den heutigen Gesprächen wurde deutlich, dass sich der Sommer zunehmend zu einer tragenden Säule des Tourismus entwickelt. Mit 14,9 Millionen Nächtigungen wurde zuletzt in Salzburg ein neuer Höchstwert erreicht. Gleichzeitig gewinnen die so genannten „Shoulderseasons“ – Frühling und Herbst – weiter an Bedeutung. „Sie bieten oft stabile Wetterbedingungen und eignen sich daher gut für Aktivitäten in der Natur. Daher wollen wir diese Zeiträume gezielt stärken und die Auslastung in bislang schwächeren Monaten erhöhen“, sagt Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll und ergänzt: „Gerade im Wettbewerb um Fachkräfte ist die Verbreiterung der Saisonalität ein entscheidender Vorteil. Wer ganzjährige Beschäftigung bieten kann, verbessert die Planbarkeit für Betriebe und steigert gleichzeitig die Attraktivität des Standorts.“
Zusammenarbeit aller Partner
Staatssekretärin für Tourismus, Elisabeth Zehetner, betont: „Mit Vision T wollen wir den österreichischen Tourismus nicht am Reißbrett neu denken, sondern gemeinsam mit jenen weiterentwickeln, die ihn tagtäglich gestalten. Gerade deshalb ist es wichtig, die Praxis frühzeitig einzubinden. Nur wenn Strategie und Realität zusammenpassen, entsteht ein Zukunftsbild, das wirtschaftlich tragfähig und in der Umsetzung wirksam ist. Mit den Stakeholderrunden machen wir sichtbar, dass die Weiterentwicklung des Tourismus nur dann gelingt, wenn Bund, Länder, Regionen, Betriebe und Verbände ihre Perspektiven zusammenführen und Verantwortung gemeinsam wahrnehmen.“
Redaktion: Landes-Medienzentrum / LK_260318_90 (msc/hei)
Quelle: Land Salzburg