Kärnten: Mehr als zwei Millionen Euro an Landesmitteln für Hochwasserschutz

vonRedaktion Salzburg
DEZEMBER 29, 2022

Kärnten

LR Fellner: Mittel für 25 Instandhaltungsmaßnahmen, fünf schutzwasserwirtschaftliche Planungen, eine Sofortmaßnahme sowie fünf Kostenerhöhungen an Interessentengewässern und einer Kostenerhöhung an Bundesgewässer beschlossen

KLAGENFURT. „Der nachhaltige Schutz von Menschen und Infrastruktur vor Hochwasserereignissen ist mir ein Herzensanliegen“, betont Wasserwirtschaftsreferent Landesrat Daniel Fellner. Deswegen wurden in der letzten Regierungssitzung des Jahres 2022 gut zwei Millionen Euro an Landesmitteln für diverse Hochwasserschutzmaßnahmen beschlossen.

Eine Sofortmaßnahme ist am Arlingbach in Wolfsberg notwendig geworden, ausgelöst durch ein kurzes und ausgesprochen heftiges Sturmereignis (104 km/h bei der ZAMG-Station in St. Andrä), bei dem zahlreiche Bäume entlang von Gewässerstrecken entwurzelt oder geknickt wurden. Fellner: „Zur Verhinderung weiterer Schäden, etwa durch Verklausungen, werden diese Bäume aus dem Abflussprofil entfernt, sodass die Abflussverhältnisse stabilisiert und angrenzende Wohn- und Wirtschaftsobjekte vor möglichen Überflutungen weitgehend geschützt werden“.

Bei den 25 Instandhaltungsprojekten in den Bezirken Klagenfurt-Land, St. Veit, Völkermarkt, Spittal und Wolfsberg werden hauptsächlich Arbeiten wie Ausfreiungen, Profilsertüchtigungen, Entfernung von Verklausungen und abflusshinderndem Bewuchs sowie Wiederherstellung von schadhaft gewordenen Ufersicherungs- und Regulierungsmaßnahmen durchgeführt, um eine uneingeschränkte Funktionsfähigkeit der Abflussprofile zu gewährleisten.

Die notwendigen Planungsmaßnahmen betreffen die Erstellung von einem Gefahrenzonenplan, einer Vorstudie, einem Gewässerpflegekonzept und zwei Generellen Projekten.

Vier Planungsmaßnahmen, nämlich am Viktringerbach, Zitterbach, Köttmannsdorfer Bach und Feistritzbach werden mehr kosten, als ursprünglich veranschlagt: Der Gefahrenzonenplan Viktringerbach wurde aufgrund zusätzlich notwendiger Bearbeitungsschritte wegen der Anpassung an neue Richtlinien teurer. Mehrkosten entstehen auch am Zitterbach in Hermagor, beim Gefahrenzonenplan für den Köttmannsdorfer Bach und beim Feistritzbach in Bleiburg, der einige Besonderheiten aufweist, die eine detaillierte Untersuchung der hydrologischen Verhältnisse notwendig machen, weshalb die Erstellung dieses Gefahrenzonenplanes teurer wird, als ursprünglich angenommen.

Beim Hochwasserschutzprojekt Gössering, wurden mehr Mittel beantragt, da aufgrund der Auflage des wasserrechtlichen Bewilligungsbescheides Umplanungen erforderlich geworden sind. Hierbei wurde auch eine Aufweitung der Gössering als sinnvolle Maßnahme erkannt: Dadurch sind die Ablöse eines bestehenden Wohnobjektes und die Neuerrichtung einer Brücke notwendig geworden, weiters kommt ist es aufgrund der aktuellen Marktsituation zu Mehrkosten gekommen.

Das Hochwasserschutzprojekt Drau/Lavant in Lavamünd kostet aus mehreren Gründen mehr als ursprünglich veranschlagt: Etwa wegen der Erweiterung des Hochwasserschutzes Lavant am linken Ufer, der Bewältigung von zwei Hochwasserereignissen während der Bauumsetzung mit temporären Schutzmaßnahmen, Folgen der Covid-Pandemie und wegen ungünstiger Bauverhältnisse bei der Brücke B80. Da dieses Hochwasserschutzprojekt an der Drau auch Gewässerabschnitte der Lavant berührt, ist für die Maßnahme, obwohl sie ein Bundesgewässer betrifft, auch ein Landesmittelbeitrag erforderlich.

Insgesamt entstehen für all die genannten Maßnahmen in Summe Kosten von 8,082 Millionen Euro, der Landesmittelanteil beläuft sich auf 2,044 Millionen Euro.


Quelle: Land Kärnten

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