Salzburg: Einsatzstatistik der Salzburger Bergrettung 2025 – weniger Tote und Verletzte

vonRedaktion Salzburg
JÄNNER 25, 2026

Foto: Bergrettung Salzburg

Foto: Bergrettung Pinzgau

Foto: Bergrettung Hundestaffel/Riedler

Foto: Bergrettung Dienten

Der Österreichische Bergrettungsdienst, Landesorganisation Salzburg, zieht Bilanz über die Alpineinsätze im Jahr 2025. Positiv ist, dass es weniger Verletzte und Tote als im Jahr 2024 gegeben hat.

Das Jahr 2025 war für die Einsatzkräfte der Salzburger Bergrettung wieder ereignisreich und herausfordernd. Die Bergrettung verzeichnete insgesamt 723 Einsätze und damit etwas weniger als im Jahr 2024 (782).

„Vermutlich gab es deshalb weniger Einsätze, weil in den verregneten Monaten Mai und Juli weniger Personen in den Bergen unterwegs waren. Zudem war die Schneelage im Dezember im alpinen Gelände sehr bescheiden, deshalb wurden auch weniger Skitouren abseits der gesicherten Pisten unternommen“, schildert Landesleiter Richard Freicham.

31 Tote

Im Jahr 2025 wurden insgesamt 631 Personen (2024: 670) geborgen, davon waren 290 (2024: 299) verletzt und 310 (2024: 316) unverletzt. 31 Personen (2024: 55) sind tödlich verunglückt. Von den geborgenen Personen stammten 277 aus dem Inland und 258 aus dem Ausland. Das Nationenranking der tödlich Verunglückten führt Österreich an, gefolgt von Deutschland.

Einätze nach Bezirken: Pongau 556, Pinzgau 492, Flachgau 168, Tennengau 155, Lungau 99.

Unfallursache Nummer eins ist nach wie vor der Sturz (236), auf dem 2. Platz folgen Absturz und medizinischer Notfall (jeweils 76), auf Platz 3 liegt Verirren (64). Lawinenereignisse gab es elf. Was die Tätigkeit der verunfallten Bergsportler betraf, so ereigneten sich die meisten Unfälle beim Wandern/Bergsteigen (296), Skilauf (82), Mountainbike (29), Skitouren (28), Klettersteig (24), Rodeln (23), Flugunfall (20), Eisklettern (18)....

Die meisten Unfälle ereigneten sich im Abstieg (208). Auf Wanderwegen/Steigen kam es zu 230 Unfällen, gefolgt vom weglosen Gelände (102).

Der Abtransport von Verunglückten erfolgte teils per Hubschrauber (Platz 1), gefolgt von Akja/Trage/Kfz (Platz 2) und selbstständig, aber begleitet von Bergrettungskräften (Platz 3).

11.082 Einsatzstunden

Im Jahr 2025 waren 4.619 Bergrettungskräfte im Einsatz (2024: 5.206), und es wurden 11.082 Einsatzmannstunden (2024: 13.124) verzeichnet. Auffallend war, dass es wieder zahlreiche Sucheinsätze gegeben hat. Mangelnde oder gar fehlende Tourenplanung sowie Selbstüberschätzung sind oft der Grund, warum sich im Zeitraum Spätfrühling bis Herbst zahlreiche Personen im alpinen Gelände verirrt haben und teils im felsigen, steilen Gelände oder im Schnee nicht mehr weiter konnten.

Bergungen aus Klettersteigen im Sommer

Im Sommer rückten Bergrettungskräfte wieder zu zahlreichen Bergungen von Personen aus Klettersteigen aus. Die Betroffenen waren großteils unverletzt, aber so erschöpft, dass sie einen Notruf absetzten. Die Ortsstelle Rauris verzeichnete mehrere Einsätze in der Kitzlochklamm in Taxenbach. Auch am Klettersteig Königsjodler und am Postalmklettersteig kam es zu aufwendigen Personenbergungen.

Erneut mussten die Einsatzkräfte auch wieder zu zahlreichen Personenbergungen bei Schlechtwetter und in der Nacht ausrücken. Diese Einsätze müssen meist terrestrisch durchgeführt werden, da der Einsatz von Rettungs- und Polizeihubschraubern aufgrund der Witterungsbedingungen nicht möglich ist.

Gründliche Tourenplanung wichtig

Die Bergrettung appelliert an alle Bergsportler, vor jeder Tour im alpinen Gelände eine gründliche Tourenplanung vorzunehmen: den Wetterbericht genau zu studieren, im Winter auch den Lawinenlagebericht, die Dauer der Wegstrecke und die zu absolvierenden Höhenmeter zu berechnen und eine für die Tour geeignete Ausrüstung mitzunehmen. Biwaksack, Erste-Hilfe-Paket inklusive Rettungsdecke und ein funktionierendes Mobiltelefon zur Absetzung eines Notrufes gehören in jede Notfallausrüstung.

Rund 1.472 Bergretterinnen und Bergretter Tag und Nacht einsatzbereit

Die Salzburger Bergrettung hat aktuell 1.472 aktive MitgliederInnen - 1.360 Männer und 112 Frauen. Aktiv heißt, sie sind Tag und Nacht einsatzbereit. In Stadt und Land Salzburg gibt es 43 Ortsstellen der Bergrettung. Von den 32 Hundeführer/Teams (BergretterIn und Hund) sind 27 einsatzbereit.

Was auch immer die Unfallursache ist, die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Salzburger Bergrettung sind bemüht, in Bergnot geratene Menschen so rasch wie möglich zu helfen. „Unsere Einsatzkräfte sind sehr motiviert und sehr gut ausgebildet, um die Einsätze professionell durchzuführen“, betont Freicham. Der Landesleiter bedankt sich bei allen Bergretterinnen und Bergrettern für ihr große Hilfsbereitschaft und hebt auch die gute Zusammenarbeit mit allen Rettungsorganisationen hervor.

Rund 17.500 Förderer unterstützen derzeit die Salzburger Bergrettung. Mit einem Beitrag von aktuell 36 Euro ist jeder Förderer (inklusive Familie) gegen anfallende Bergekosten versichert (Höchstbetrag pro Person: 25.000 Euro).

Quelle: Vera Reiter, Ehrenamtliche Pressereferentin Bergrettung Salzburg

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