Salzburg: Pongau/Lungau - Zwei Lawineneinsätze und ein dringender Appell

vonRedaktion Salzburg
JÄNNER 26, 2026

Foto: @ Sportgastein – Bergrettung Bad Gastein

Foto: @ Sportgastein – Bergrettung Bad Gastein

Foto: @ Sportgastein – Bergrettung Bad Gastein

Foto: @ Sportgastein – Bergrettung Bad Gastein

Foto: @ Speiereck /Bergrettung Mauterndorf

Foto: @ Speiereck /Bergrettung Mauterndorf

Ein Lawinenabgang in Sportgastein und ein weiterer am Speiereck (Lungau) forderten am heutigen Montag die Einsatzkräfte. In Sportgastein wurde ein Wintersportler teilverschüttet und verschwand, ohne eine Meldung abzugeben. Am Speiereck gab es keine Verschütteten.

Um 11:13 Uhr kam für die Bergrettungsortsstelle Bad Gastein die Meldung eines Lawineneinsatzes durch die RK-Leitstelle: Im Bereich der Mittelstation der Goldbergbahn war abseits der Pisten auf rund 2000 Metern Höhe ein Schneebrett abgegangen. Ob es Verschüttete gebe sei unklar, hieß es. Der Lawinenkegel wurde von Bergrettern und Hundeführern abgesucht, als sich Augenzeugen meldeten: Sie gaben an, dass Snowboarder in diesem Bereich zuvor eine Lawine ausgelöst hätten. Einer der drei Variantenfahrer sei teilverschüttet und von seinen Begleitern ausgegraben worden. „Die Variantenfahrer haben allerdings den Lawinenkegel verlassen und dies nirgends gemeldet“, sagt der Bad Gasteiner Einsatz- und Pongauer Bezirksleiter Gerhard Kremser. Rund 15 Bergretter aus Bad Gastein, Bad Hofgastein und vier Hundeführer der Bergrettung, Alpinpolizei, das Hubschrauberteam Martin 6 und Libelle Salzburg standen im Einsatz. „Das Schneebrett hatte ein Ausmaß von rund 40 Metern Breite, war über 200 m lang mit einem Anriss von rund einem Meter“, so Kremser. Er bedauert das Verhalten der Wintersportler, „denn sie hätten umgehend eine Meldung bei den Bergbahnen oder via Notruf abgeben sollen. Denn solche Einsätze kosten uns alle nicht nur viel Geld und Ressourcen, sondern sie blockieren dazu auch alle Einsatzkräfte unnötig, die eventuell an anderer Stelle dringend benötigt werden.“ Einsatzende war um 13.41 Uhr.

Fast direkt im Anschluss, um 13:56 Uhr, gab es einen weiteren Lawinenabgang-Einsatz im Lungau. Am Speiereck, im Bereich der Bergstation, wurde abseits der Pisten in der sogenannten „Steinleiten“, ebenfalls ein Lawinenabgang auf rund 2000 Metern Höhe gemeldet. „Wir haben den Lawinenkegel sondiert, mit zwei Hundeführerteams der Bergrettung und mittels LVS-Geräten bzw. Recco-Geräten abgesucht“, schildert der Einsatz- und Ortsstellenleiter von Mauterndorf, Andreas Macheiner die Situation. „Es war niemand verschüttet. Das Schneebrett hatte ein Länge von rund 180 Metern und war etwa 30 Metern Breite.“ Im Einsatz standen neben 16 Bergrettern aus Mauterndorf vier Hundeführer der Bergrettung, Alpinpolizei und ein Rettungshubschrauberteam (Martin 1) und das Hubschrauberteam der Libelle.

Der Einsatz wird in Kürze beendet.


Quelle: Mag. Maria Riedler e.a. stv. Pressereferentin Bergrettung Salzburg

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