Salzburg: Statistik - Anzahl der Wohnungen in Salzburg steigt kontinuierlich

vonRedaktion Salzburg
APRIL 29, 2026

Foto: Land Salzburg/Grafik

Plus 11,8 Prozent zwischen 2011 und 2023 / Ausblick bis 2030: Gesamtbedarf von rund 1.900 Wohnungen pro Jahr

(LK) Am Land oder in der Stadt, Alt- oder Neubau: 2023 gab es im Bundesland laut Zahlen der Landesstatistik exakt 316.164 Wohnungen. Eine Steigerung um 11,8 Prozent zum Vergleichsjahr 2011. Fast ein Drittel des Wohnungsbestandes fällt dabei in die Kategorie 60 bis unter 90 Quadratmeter. Im aktuellen Bericht der Landesstatistik zum Wohnungsbedarf analysieren die Expertinnen und Experten den Ist-Stand und geben einen Ausblick bis ins Jahr 2045.

Die Anzahl der Wohnungen in Salzburg ist von 2011 bis 2023 um rund 12 Prozent gestiegen.

Die gute Nachricht zu Beginn: Die Anzahl der Wohnungen in Salzburg wächst kontinuierlich. 2011 waren es noch 282.847 Wohnungen, zwölf Jahre später schon 316.164. „Bis 2030 haben wir einen Bedarf von jährlich rund 1.900 Wohnungen berechnet. In der letzten Bedarfsprognose aus 2020 lag dieser für die Jahre 2021 bis 2025 noch bei rund 2.550 Wohnungen“, informiert deren Leiter Gernot Filipp und ergänzt: „Langfristig wird ein weiterer Rückgang des Haushaltszuwachses, der Haupttreiber des Wohnungsbedarfs, erwartet. Werden von 2025 bis 2030 noch über 1.000 zusätzliche Haushalte pro Jahr prognostiziert, sinkt dieses Wachstum bis 2045 auf ca. 690. Das wird in weiterer Folge zu einem geringeren Bedarf an Wohnungen führen. Der Hauptgrund ist die immer langsamer wachsende Bevölkerung im Bundesland. Einpersonenhaushalte wachsen in Zukunft aber deutlich stärker als Mehrpersonenhaushalte.“

Zauner: „Planungsgrundlage für Salzburg.“

Für Wohnbaulandesrat Martin Zauner ist der Bericht der Landesstatistik eine wichtige Planungsgrundlage für die politische Arbeit. „Wir wissen, was Salzburg benötigt. Rund 40 Prozent der jährlich benötigten Wohnungen können durch die Wohnbauförderung abgedeckt werden. Je mehr Budget wir als Landesregierung hierfür in die Hand nehmen, desto mehr günstigen Wohnraum können wir schaffen. Mit der umfassenden Reform der Wohnbauförderung zu Jahresbeginn 2025 haben wir bereits die ersten Schritte gesetzt. Etwa mit einem einfachen Fördersystem im Mietwohnungsbau für mehr leistbare eigene vier Wände“, so Zauner.

Sehr hoher Wohnstandard

Stefan Senn von der Landesstatistik hat den aktuellen Bericht zum Wohnungsbedarf erstellt. Er erläutert die Methodik: „Wir haben uns die vorhandenen Daten des Landes und der Statistik Austria genau angesehen. Wie sieht das Wachstum in den Bezirken aus, und welche gesellschaftlichen Trends – Stichwort Singlehaushalt – können wir beobachten?“, so Senn und ergänzt: „Was wir aber jedenfalls beobachten konnten, ist, dass der Wohnstandard in Salzburg sehr hoch ist. 92,1 Prozent der Wohnungen sind in der Kategorie A. Wohnungen der Kategorien C und D – bei letzterer befindet sich beispielsweise die Toilette auf dem Gang – gibt es landesweit noch rund 1.100. Der Bestand ist hier seit 2001 um 86 Prozent gesunken.“

Salzburg wohnt im Eigentum

2023 gab es 249.224 Wohnungen mit Hauptwohnsitz. 53,4 Prozent waren im Rechtsverhältnis Eigentum, 41,6 Prozent waren gemietet und fünf Prozent wurden in einem „sonstigen“ Rechtsverhältnis genutzt (zum Beispiel: Dienst- oder Naturalwohnungen). Den höchsten Eigentumsanteil gab es mit 73,2 Prozent im Lungau, in der Stadt Salzburg lag dieser bei rund einem Drittel. „Damit dieser Prozentsatz weiter steigt, hat das Land mit dem Mietkaufmodell 2.0 ein sehr gutes Instrument entwickelt, um den Mittelstand und junge Familien wieder ins Eigentum zu bringen. Die Nachfrage zieht stark an, das neue Modell wird sehr gut angenommen, und viele Haushalte nutzen den erleichterten Einstieg ins Eigentum“, sagt Landesrat Martin Zauner.

Wohnungen mit Hauptwohnsitz steigen

Die Anzahl der Wohnungen mit Hauptwohnsitz stieg von 2011 bis 2023 um 26.291 Einheiten (11,8 Prozent) auf 249.224. Vor allem in den klassischen Tourismusgemeinden im Pinzgau, Pongau, Lungau und Flachgau sind Wohnungen ohne Hauptwohnsitz in der Mehrheit. „Mit der Zweitwohnsitzabgabe, dem Infrastrukturbereitstellungsbeitrag und der Leerstandsabgabe hat das Land Salzburg Instrumente eingeführt, um einen möglichen Missbrauch zu kontrollieren. Grundsätzlich stellt sich die Frage, wie viele Wohnungen dem Hauptwohnsitzmarkt zur Verfügung stehen. Und hier sind wir auch in den touristischen Regionen gut aufgestellt – sprich, es wird gebaut“, betont Landesrat Martin Zauner.

Flachgau mit stärkstem (Wohnungs-)Wachstum

In puncto Zuwachs an Wohnungen sticht vor allem der Flachgau heraus. Zwischen 2011 und 2023 wurden dort 17,5 Prozent mehr Einheiten verzeichnet. Im Lungau waren es 14,8 Prozent, im Pongau 14,7 Prozent, im Tennengau 13,2 Prozent und im Pinzgau 12,3 Prozent. In der Stadt Salzburg gab es im Vergleichszeitraum einen Zuwachs von 4,8 Prozent und damit deutlich weniger als im Landesdurchschnitt. Auch bei Hauptwohnsitzwohnungen in Privathaushalten gab es in allen Bezirken ein Wachstum“, berichtet Stefan Senn.

Zusammenarbeit auf Gemeindeebene

Für Landesrat Martin Zauner sind vor allem die regionalen Zahlen zum Wohnungsmarkt entscheidend: „Es gibt hier große Unterschiede in den Bezirken. Sei es bei Miete oder Eigentum sowie beim Neubau von eigenen vier Wänden. Wir entwickeln passgenaue Maßnahmen auf Gemeindeebene und können nicht pauschal einen Plan über das gesamte Bundesland stülpen. Vor allem die Stadt Salzburg steht hier in der Verantwortung. Bis 2030 gibt es hier einen Bedarf von fast 2.000 Wohnungen.“

Quelle: Land Salzburg

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