Salzburg: Salzburg nahm Abschied vom ehemaligen Erzbischof Alois Kothgasser

vonRedaktion Salzburg
MÄRZ 09, 2024

Foto: Land Salzburg / Franz Neumayr

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Landeshauptmann Wilfried Haslauer: „Er war ein Segen und ein Glücksfall für Salzburg.“

(LK) Am 22. Februar ist der ehemalige Salzburger Erzbischof Alois Kothgasser (86) friedlich eingeschlafen. Heute nahm Salzburg Abschied vom katholischen Oberhirten, der zehn Jahre an der Spitze der Erzdiözese Salzburg stand.

Gemeinsam mit Erzbischof Franz Lackner zelebrierten Bischöfe aus Österreich und den Nachbardiözesen sowie dem päpstlichen Nuntius Pedro LopezQuintana die Totenmesse im Salzburger Dom. Landeshauptmann Wilfried Haslauer, sein Tiroler Amtskollege Anton Mattle, die ehemaligen Landeshauptmänner Franz Schausberger (Salzburg) und Herwig van Staa (Tirol), die Landtagspräsidentinnen Brigitta Pallauf (Salzburg) und Sonja Ledl-Rossmann (Tirol) sowie Mitglieder der Landesregierung und der Bürgermeister der Landeshauptstadt Harry Preuner erwiesen Erzbischof Alois Kothgasser die letzte Ehre.

Haslauer: „Oberhirte mit Geist, Herz und Humor.“

„Erzbischof Kothgasser war ein Segen und ein Glücksfall für Salzburg“, betonte Landeshauptmann Wilfried Haslauer in seiner Trauerrede. Als Oberhirte mit spirituellem Tiefgang und bodenständigem Humor war es ihm möglich, „das Salzburger Kirchenschiff durch sehr bewegtes, manchmal sogar stürmisches Wasser sicher auf Kurs zu bringen und es dort zu halten. Und es war ihm möglich, die Herzen der ihm anvertrauten Menschen zu gewinnen“, so der Landeshauptmann.

Liebevoll, konsequent und gerecht

Was von Alois Kothgasser vor allem in Erinnerung bleiben wird, „ist sein konsequenter und doch auch von liebevollem Verständnis gekennzeichneter Einsatz für den Schutz des Lebens ebenso wie sein verdienstvolles Wirken um den Dialog der Konfessionen. Ich bewunderte seinen Arbeitseinsatz und seine Ausgeglichenheit, dazu seine Gabe des Zugehens auf andere und des Zuhörens“, betonte Haslauer bei der Trauerfeier in Salzburger Dom. Dort war der ehemalige Erzbischof in den vergangenen Tagen aufgebahrt, zahlreiche Salzburgerinnen und Salzburger nahmen Abschied von ihm.

Beisetzung in der Domkrypta

Dem Requiem im und einem Trauer-Kondukt rund um Salzburger den Dom folgte die Beisetzung von Alois Kothgasser - 89. Nachfolger des heiligen Rupertus und 78. Erzbischof von Salzburg - in der Bischofsgruft der Domkrypta. Den Grundstein für den Dom gelegt hatte Fürsterzbischof Marcus Sitticus - er war es daher auch, der 1619 als erster Erzbischof in der Krypta bestattet wurde.

Vom Bauernbuben zum Erzbischof

Alois Kothgasser wurde 1937 in Lichtenegg in der Südoststeiermark als Sohn einer Bauernfamilie geboren. Er gehörte dem Orden der Salesianer Don Boscos an. Kothgasser studierte in Rom und Turin, wurde 1964 zum Priester geweiht. Papst Johannes Paul II ernannte ihn 1997 zum Bischof von Innsbruck. Von 2003 bis 2013 war Kothgasser Erzbischof von Salzburg und emeritierte dann aus Altersgründen, auf ihn folgte der aktuelle Erzbischof Franz Lackner. 2013 erhielt Alois Kothgasser aus den Händen von Landeshauptmann Wilfried Haslauer den höchsten Landesorden, das Großkreuz des Ehrenzeichens des Landes Salzburg.

Quelle: Land Salzburg

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