vonRedaktion Salzburg
MAI 30, 2026
Foto: Bergrettung Bad Hofgastein/Bad Gastein
Foto: Bergrettung Bad Hofgastein/Bad Gastein
Foto: Bergrettung Bad Hofgastein/Bad Gastein
Ein tschechischer Staatsbürger (51 Jahre) geriet am Freitagabend bei einer Wanderung beim Abstieg vom Geißkarkopf (2.385 Meter Seehöhe) im Gemeindegebiet von Bad Hofgastein auf rund 1.650 Meter Seehöhe in äußerst steiles und unwegsames Absturzgelände. Er war nicht verletzt, wie der Einsatzleiter der Bergrettung Bad Hofgastein, Roman Brandstätter, schildert. Der Mann hatte sich verirrt, er konnte weder vor noch zurück und verständigte gegen 21.00 Uhr telefonisch Bekannte. Diese setzten daraufhin einen Notruf ab.
Ein Voraustrupp der Bergrettung Bad Hofgastein konnte unter schwierigsten Bedingungen in Richtung des Wanderers aufsteigen. Gleichzeitig sicherten weitere Einsatzkräfte den Anstieg und brachten zusätzliches Rettungsmaterial nach.
Aufgrund des sehr steilen, unwegsamen Geländes, des noch stundenlang dauernden, gefährlichen Zustiegs sowie des zunächst unbekannten Gesundheitszustandes des Mannes wurde um 21.35 Uhr der nachtflug- und windentaugliche ÖAMTC-Notarzthubschrauber C14 angefordert. Zusätzlich unterstützte die Bergrettung Bad Gastein den Einsatz mit Spezialbeleuchtung.
Der Hubschrauber traf gegen 22.30 Uhr am Einsatzort ein. Zehn Minuten später wurde der Flugretter mittels Seilwinde beim Wanderer abgesetzt. Kurz vor 23.00 Uhr konnte der Mann schließlich mittels Seilwinde gerettet und sicher ins Tal gebracht werden.
Da sich auch die Bergretter in äußerst schwierigem und exponiertem Gelände befanden, wurden die fünf Mitglieder des Voraustrupps im Anschluss durch den Hubschrauber mittels Seilwinde aus dem Gelände geborgen. Die übrigen Einsatzkräfte stiegen zu Fuß ab und kehrten anschließend mit den Einsatzfahrzeugen ins Tal zurück.
Im Einsatz standen 22 Bergrettungskräfte der Ortsstellen Bad Hofgastein und Bad Gastein, der Bezirksleiter der Bergrettung Pongau, die Polizei, die Freiwillige Feuerwehr Bad Hofgastein sowie der ÖAMTC-Notarzthubschrauber C14.
"Die Bergrettung bedankt sich ausdrücklich bei der Crew des ÖAMTC-Notarzthubschraubers C14. Durch deren professionellen Einsatz konnte eine stundenlange und für die Einsatzkräfte wie auch für den Wanderer äußerst risikoreiche Bergung im schwierigen Absturzgelände vermieden werden", erklärt Gerhard Kremser, Bezirksleiter Bergrettung Pongau. Auch Einsatzleiter Roman Brandstätter bedankte sich bei der Crew des C14.
Die Nacht für die Gasteiner Bergretter war kurz. Nachdem sie um 2.00 Uhr wieder zu Hause waren, starteten sie bereits um 6.00 Uhr zur Bezirksübung Pongau Süd, die diesmal im Bereich der Rastötzenalm und damit ganz in der Nähe des gestrigen Einsatzortes stattfindet.
Quelle: Vera Reiter Ehrenamtliche Pressereferentin Bergrettung Salzburg