Innsbruck: Anlaufstelle für alltägliche Verkehrssorgen

vonRedaktion Salzburg
JÄNNER 25, 2021

Foto: W. Giuliani

Innsbrucker Mobilitätsbeirat hat neue SprecherInnen

Wer mit dem Rad, zu Fuß oder mit Bus und Straßenbahn unterwegs ist, weiß, dass Emotionen Teil des Verkehrsalltags sind. Um für alltägliche Sorgen wie Öffi-Verspätungen oder Wartezeiten sowie Probleme rund um Rad- und Gehwege eine Anlaufstelle für Betroffene zu haben, hat die Stadt gemeinsam mit den Innsbrucker Verkehrsbetrieben (IVB) den Mobilitätsbeirat ins Leben gerufen. Bei seiner ersten Sitzung im neuen Jahr hat das Gremium neue SprecherInnen gewählt: Anita Ruetz und Markus Watscher ? beide aus Innsbruck und seit dem Start im Herbst 2019 im Beirat aktiv ? vertreten diesen künftig nach außen.

„Die direkte Einbindung der umweltreundlichen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer ist uns ein wichtiges Anliegen. Die Mitglieder des Mobilitätsbeirats vertreten die Interessen dieser immer größer werdenden Gruppe und fungieren als Sprachrohr für kleine und große Verkehrssorgen“, erklärt Mobilitätsstadträtin Mag.a Uschi Schwarzl.

Betroffene reden mit

Die Idee des Mobilitätsbeirats, der aus 15 Mitgliedern besteht und eine beratende Funktion hat: Betroffene sollen selbst einbringen, wo es Verbesserungsbedarf gibt. Der gemeinsame Austausch untereinander bzw. mit den Verantwortlichen der IVB war auch für Anita Ruetz der ausschlaggebende Grund, sich ehrenamtlich zu engagieren. Die 43-Jährige ist körperlich beeinträchtigt, was ihr die Fortbewegung erschwert. Umso wichtiger ist es für sie, dass auf ihre Bedürfnisse Rücksicht genommen wird. „Als Betroffene hat man eine alltagsbezogene Sicht, die bei den Planungen gerne übersehen wird. Genau dafür wurde der Mobilitätsbeirat eingerichtet“, klärt die Innsbruckerin auf.

Hindernisse beseitigen

Wie Anita Ruetz setzt sich auch der zweite Sprecher, Markus Watscher, dafür ein, dass Hindernisse im Verkehr abgebaut werden. Als zweifachem Familienvater liegt ihm die umweltfreundliche Fortbewegung besonders am Herzen: „Wer so wie ich viel mit dem Rad und den Öffis unterwegs ist, dem fallen ganz einfach Dinge auf, die man verbessern kann“, berichtet der 47-Jährige, der bei einem Energieunternehmen in der Innenstadt arbeitet.

Aufgrund der Corona-Situation finden die Besprechungen derzeit digital und in kleineren Gruppen statt. Bei der ersten Sitzung im Jänner wurden einige Punkte auf die To-Do-Liste gesetzt und teilweise auch schon gelöst. So können Menschen mit Behinderungen im Bus wieder vorne einsteigen. Die FahrerInnen sind angewiesen, hier besonders aufmerksam zu sein. Auch beim neuen IVB-Fahrplan soll der Mobilitätsbeirat eingebunden werden. Anregungen, Wünsche und Beschwerden kann man auch per E-Mail an: mobilitaetsbeirat@innsbruck.gv.at richten.

Quelle: Stadt Innsbruck

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