Salzburg: Neuwidmungen in Salzburg gehen kontinuierlich zurück

vonRedaktion International
JÄNNER 29, 2026

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Foto: Land Salzburg / Franz Neumayr

16-Jahres-Vergleich zeigt Entwicklung / 2025 rund 39 Hektar Betriebs- und Wohnbauland netto neu ausgewiesen

(LK) Um den Menschen in Salzburg ausreichend leistbaren Wohnraum und Gewerbeflächen zur Verfügung zu stellen, arbeitet die Raumordnung des Landes intensiv mit den Gemeinden zusammen. Denn der Grund und Boden zwischen Abtenau und Zell am See ist keine unendliche Ressource, ganz im Gegenteil. Nur rund 20 Prozent der Landesfläche ist als Lebensraum für die Menschen nutzbar. Der 16-Jahres-Vergleich zeigt, dass die neuen Baulandwidmungen kontinuierlich zurückgehen, und die Gemeinden überlegt mit der wertvollen Ressource umgehen. 2025 wurden netto rund 39 Hektar als Betriebs- und Wohnbauland neu ausgewiesen.

Rund 7.154,5 Quadratkilometer beträgt die Fläche von Salzburg. Aufgrund der alpinen Topografie sind aber nur rund 1.430 Quadratkilometer als Dauersiedlungsraum verfügbar – das sind gerade einmal rund 20 Prozent. „Die Zahl der neuen Baulandwidmungen in Salzburg ist auf dem richtigen Weg. Rund 50 Hektar ist für alle beteiligten Akteure ein guter Wert, insbesondere wenn gleichzeitig für unbebaute Baulandwidmungen Abgaben zu zahlen sind oder die Eigentümer sich für Rückwidmungen entscheiden. So können wir leistbaren Wohnraum ermöglichen und den Wirtschaftsstandort stärken, sichern aber gleichzeitig die für die Lebensmittelunabhängigkeit wichtigen hochwertigen landwirtschaftlichen Flächen“, betont Raumordnungslandesrat Martin Zauner.

Zauner: „Baulandwidmungen liegen im Durchschnitt.“

In der Vergangenheit war die Zahl der Bauland-Neuausweisungen in Salzburg deutlich größer. So wurden 2013 etwa fast 115 Hektar an Wohn- beziehungsweise Betriebsbauland neu ausgewiesen – fast drei Mal so viel wie 2025. „In den vergangenen zehn Jahren wurden im Durchschnitt rund 50,2 Hektar neu ausgewiesen. Mit 49,2 liegen wir sogar etwas unter diesem Schnitt. Ein Schlüssel für diesen Rückgang ist die intensive Zusammenarbeit des Landes mit den Gemeinden auf Augenhöhe. Ohne erhobenen Zeigefinger, sondern mit Hausverstand werden die Projekte bearbeitet“, stellt Landesrat Martin Zauner fest.

60 Rückwidmungsverfahren

Im Vergleich zu 2024 sind 2025 die Baulandwidmungen um 3,3 Hektar angestiegen. „Hier haben wir im Bereich des Wohnbaus beispielsweise das große Projekt des Landesforstgarten in Werfen auf Schiene gebracht. Hier entstehen auf rund 3.000 Quadratmetern 32 leistbare Wohnungen bis Ende 2027“, informiert Martin Zauner und ergänzt: „Durch die Raumordnungs-Instrumente des Landes, etwa dem Infrastruktur-Bereitstellungsbeitrag, steigen auch die Rückwidmungen wieder. Vergangenes Jahr wurden rund zehn Hektar rückgewidmet, davon sieben Hektar Wohnbauland. Insgesamt gab es rund 60 Rückwidmungsverfahren.“

Neue Widmungskategorie für leistbares Wohnen

Das Land fokussiert auf mehreren Ebenen einen sparsamen Umgang mit Grund und Boden. So wurden bei der letzten Novelle des Raumordnungsgesetzes etwa die Vereinfachung von bau- und raumordnungsrechtlichen Vorschriften umgesetzt, dadurch werden sich die Baukosten in Zukunft reduzieren. Aber auch der Ausbau der Vertragsraumordnung und die Aktivierung der Widmungskategorie „förderbarer Wohnbau“ wurden umgesetzt. „Durch die Reduzierung von Mindestabständen zwischen Wohnbauten, die Anhebungen der Geschoßflächen- und Baumassezahlen bei Bebauungsplänen oder die Liberalisierung der Barrierefreiheitsregelungen wurde an vielen Stellschrauben gleichzeitig gedreht. Alles, damit leistbarer Wohnraum in Salzburg entsteht“, so Martin Zauner.


Redaktion: Landes-Medienzentrum / LK_260128_91 (msc/bk)

Quelle: Land Salzburg

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