Salzburg: Lebenslanger Führerscheinentzug für Raser gefordert

vonRedaktion International
JÄNNER 27, 2026

Salzburg

Präventive Wirkung unabhängig vom Fahrzeug / Lücke bei bestehenden Maßnahmen soll geschlossen werden

(HP) Nach den jüngsten Raserunfällen in der Stadt Salzburg fordert Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll härtere Strafen, die bis zum lebenslangen Entzug des Führerscheins reichen. Die Möglichkeit, Fahrzeuge von Rasern zu beschlagnahmen reiche nicht.

Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll will die Maßnahmen gegen extreme Raser deutlich verschärfen und „den Fokus direkt auf die Lenker legen.“ Seit 1. März 2024 können, auch auf Initiative von Schnöll, in Österreich bei extremen Geschwindigkeitsüberschreitungen Fahrzeuge vorläufig beschlagnahmt und bei besonders schweren Verstößen auch versteigert werden. Allerdings greift die Maßnahme bei Leasing-, Miet- und Firmenfahrzeugen nicht. "Aus diesem Grund ist die präventive Wirkung der Beschlagnahme in diesen Fällen nicht zur Gänze gegeben", so Schnöll.

Schnöll: „Raser nehmen Tod von Passanten in Kauf.“

Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll möchte die Lücke schließen, die sich beim Vollzug der bestehenden Maßnahmen gegen Raser zeigt. "Wenn jemand mit 120 Stundenkilometern durch das Ortsgebiet rast, dann macht er das bewusst und nimmt den Tod von Passanten und anderen Verkehrsteilnehmern billigend in Kauf. Wir müssen daher über einen lebenslangen Führerscheinentzug bei Allgemeingefährdung diskutieren. Nur so können wir eine präventive Wirkung entfalten, unabhängig davon, ob dem Lenker das Fahrzeug gehört oder nicht. Es gibt leider immer wieder Unbelehrbare, die ihr Auto zur Waffe machen.“


Redaktion: Landes-Medienzentrum / LK_260127_31 (mw/bk)

Quelle: Land Salzburg

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