Salzburg: Mehr als 1.000 Teilnehmerinnen beim EUREGIO Girls' Day

vonRedaktion Salzburg
APRIL 26, 2026

Foto: Land Salzburg/Büro Gutschi

Praxisnahe Berufsorientierung bei 230 Betrieben in Salzburg, Berchtesgadener Land und Traunstein

(LK) Gestern Donnerstag, den 23. April 2026 ging der 23. EUREGIO Girls' Day über die Bühne. 1.220 Mädchen und junge Frauen konnten dabei hautnah in 230 Betrieben unterschiedlichste Berufsfelder kennen lernen und an Ort und Stelle auch selbst anpacken.

Einen Tag lang selbst ausprobieren, anstatt nur zuzuschauen: Das ermöglicht der EUREGIO Girls' Day in Salzburg, dem Berchtesgadener Land und Traunstein. Programmieren, schweißen, konstruieren, tüfteln und dabei echte Praxiserfahrung sammeln stand für die Mädchen und Frauen im Mittelpunkt.

Svazek: „Erleben statt überzeugen.“

Der niederschwellige und unmittelbare Zugang zur Berufswelt macht den Unterschied, wenn Mädchen und Frauen besonders für Technik, IT und Handwerk begeistert werden sollen. „Angesichts des Fachkräftemangels brauchen wir genau so etwas: nicht mehr Überzeugungsarbeit, sondern mehr direktes Erleben. Der EUREGIO Girls’ Day schafft genau diesen Raum – grenzüberschreitend, praxisnah und seit mehr als zwei Jahrzehnten verlässlich“, betont Landeshauptfrau-Stellvertreterin Marlene Svazek, die selbst mit jungen Frauen bei der Berufsorientierung unterwegs war.

Gutschi: „Politik ist ein Ort für junge Frauen.“

Landesrätin Daniela Gutschi hat bereits im Vorfeld des Girls' Day jungen Frauen Einblicke in ihre politische Arbeit ermöglicht. Sie betont: „Frauen machen heute häufiger einen Hochschulabschluss als Männer, besetzen jedoch immer noch deutlich weniger Führungspositionen. Das muss sich ändern und genau daran arbeiten wir. Der Girls' Day ist eine wertvolle Gelegenheit, jungen Frauen zu zeigen, dass die Politik ein Ort für sie ist und sie dort ihren Platz haben."

Vielfalt an Möglichkeiten

Die Einblicke beim Girls' Day sind so breit gefächert wie die Berufswelt selbst: Vom Blick hinter die Kamera beim ORF Salzburg über DNA-Analysen beim Bayerischen Amt für Waldgenetik bis hin zu Handwerk, Industrie und Forschung. Mit dabei waren namhafte Unternehmen und Institutionen aus Technik, IT, Handwerk, Wirtschaft und öffentlichem Bereich – darunter die Unternehmen ÖBB, Siemens, Sony DADC, Palfinger, Spar oder der Raiffeisenverband. „Spürbar ist, dass es für viele Mädchen der erste direkte Kontakt mit diesen Berufsfeldern war und dass sie das eigenständige Ausprobieren und der Austausch mit Fachkräften am meisten begeistert hat“, so Marlene Svazek.

Mehr als ein Schnuppertag

Der EUREGIO Girls’ Day geht dabei weit über klassische Berufsorientierung hinaus. „Er schafft echte Berührungspunkte in technischen und handwerklichen Berufen und unterstützt Mädchen und junge Frauen dabei, ihre Stärken weiterzuentwickeln und neue Perspektiven zu entdecken“, erklärt Projektkoordinatorin Manuela Pleninger von akzente Salzburg. Auch die Betriebe profitieren: Sie präsentieren sich als attraktive Arbeitgeber und kommen früh mit potenziellen Fachkräften von morgen in Kontakt.

Berufsorientierung für die Jüngsten

Eine erste Form der Berufsorientierung geschieht schon in sehr frühen Jahren. Deshalb vermittelte beim diesjährigen Girls' Day zum zehnten Mal auch der Verein „Einstieg“ mit dem Projekt „Neugierig ins Leben“ was es an Berufen gibt. Am Projekttag schnupperten rund 600 Kindergartenkinder aus 24 Kindergärten in 40 Betrieben in verschiedenste Berufe und das im ganzen Bundesland. Die Finanzierung des Girls‘ Day erfolgt einerseits über Förderungen der Landesregierung, andererseits durch Beiträge eines breiten Netzwerks an institutionellen und privaten Partnern.


Quelle: Land Salzburg

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