Salzburg: Landespreis für Zukunftsforschung geht an Peggy Piesche

vonRedaktion Salzburg
DEZEMBER 08, 2022

Salzburg

Deutsche Literatur- und Kulturwissenschaftlerin erhält Preisgeld von 7.500 Euro / Afrika als Forschungsschwerpunkt

(LK) Heute Abend wird der deutschen Literatur- und Kulturwissenschaftlerin, Autorin, Referentin, Aktivistin und Erwachsenenbildnerin Peggy Piesche der Salzburger Landespreis für Zukunftsforschung verliehen. Der mit 7.500 Euro dotierte Preis wird alle drei Jahre vom Land Salzburg auf Vorschlag der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen vergeben.

„Peggy Piesche ist eine würdige Preisträgerin. Sie gibt ungehörten Stimmen in der Zukunftsdebatte Raum. Dies ist für unsere Gesellschaft besonders wichtig“, betonten Landeshauptmann-Stellvertreterin Martina Berthold und Landesrätin Andrea Klambauer im Vorfeld der Verleihung im ORF-Landesstudio Salzburg.

Wichtiger Beitrag für die Zukunftsforschung

Die Jury würdigt in ihrer Begründung die konkreten Anstöße in den zukunftsweisenden und gesellschaftlichen Diskussionen von Peggy Piesche. „Es ist unter anderem ihrer kontinuierlichen Arbeit zu verdanken, dass marginalisierte Stimmen in Erzählungen über die Vergangenheit und über die Zukunft besser gehört werden. Ihre Arbeit mit dem Forschungsschwerpunkt ‚Zukunftskonzeptionen in Afrika und der Diaspora‘ ist für die Zukunftsforschung von besonderem Wert“, so die Jury.

Stimme für Afrika

Diskussionen über die Zukunftskonzeptionen in Afrika und ihrer Diaspora finden im öffentlichen Raum kaum statt. Mit Erzählungen und Bilder will Peggy Piesche diese entdecken und bekannter machen. Seit 2019 ist sie für die Bundeszentrale für politische Bildung in Berlin tätig. Im thüringischen Gera leitet sie den Fachbereich „Politische Bildung und plurale Demokratie“ und ist damit vor allem für die Schwerpunkte von Transformations- und Erinnerungswissen sowie Diversität, Intersektionalität und Dekolonialität verantwortlich.

Bisherige Preisträger

Der Salzburger Landespreis für Zukunftsforschung wird 2022 zum elften Mal verliehen. Erster Preisträger war 1993 der Salzburger Publizist, Journalist und erste „Zukunftsforscher“ Robert Jungk. Es folgten Dorothee Sölle, Jakob von Uexküll, Luise Gubitzer, Franz-Josef Radermacher, Jean Ziegler, Marianne Gronemeyer, Elmar Altvater, Byung-Chul Han und Ulrike Guérot.

Quelle: Land Salzburg

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