Burgenland: LR Winkler - Lernen, spielen und bewegen in den Lern- und Feriencamps im Sommer

vonRedaktion Salzburg
APRIL 24, 2021

Bildquelle: Bgld. Landesmedienservice

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Landesrätin Daniela Winkler stellt gemeinsam mit Landesrat Heinrich Dorner, dem Präsidenten der Sport Austria, Hans Niessl, und Vertretern der burgenländischen Dachsportverbände das Bewegungsangebot in den Lern- und Feriencamps vor. Die Symbiose aus Lernen und Bewegung steht im Mittelpunkt der Sommercamps des Landes.

Die Einschränkungen der letzten Monate durch die Corona-Pandemie haben Kindern und Jugendlichen sowohl in der Freizeit als auch im schulischen Bereich stark zugesetzt. Weder in der Schule noch in der Freizeit gab es organisierte Sporteinheiten. Um das Bewegungsverhalten der Kinder zu fördern und die Lust darauf zu steigern, bilden Sport und Bewegung einen Schwerpunkt in den burgenländischen Lern- und Feriencamps. Auf Initiative von Landesrätin Daniela Winkler werden diese in den Sommerferien an 14 Standorten im Burgenland angeboten. Neben dem Lernen liegt der Fokus auf Kreativität und vor allem Bewegung. Die Dachsportverbände sind mit ihren speziell ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wichtige Partner für dieses Lern- und Bewegungsprogramm. Örtliche Vereine und Organisationen werden dazu eingeladen, an den Camps mitzuarbeiten. „Wir haben für die Camps schon mehr als 1.700 Anmeldungen und werden damit eine der größten Bildungs- und Bewegungsinitiativen des Landes. Umso wertvoller und wichtiger ist es, professionelle und motivierte Partner an unserer Seite zu wissen“, stellt Bildungslandesrätin Daniela Winkler fest.

Im schulischen Bereich haben im letzten Jahr nicht nur der pädagogische und kreative Aspekt unter den Einschränkungen gelitten, vielfach sind Bewegung und Sport, aber auch soziale Kontakte, viel zu kurz gekommen. Die psychischen Folgen für Kinder und Jugendliche sind enorm. „Die Kinder haben sich verändert. Die Leichtigkeit ist verloren gegangen. Das Strahlen in den Augen fehlt“, hat Landesrätin Winkler beobachtet, was sie als Mutter und als Landesrätin nachdenklich stimmt. „Sport ist wichtig fürs Wohlfühlen und die Gesundheit“, betont Winkler. Gemeinsam mit Sportlandesrat Heinrich Dorner, dem Präsidenten der Sport Austria, Hans Niessl, sowie den Dachsportverbänden hat sich die Landesrätin eingesetzt, dass Sport wieder möglich sein muss. Die letzten Monate waren laut Sportlandesrat Heinrich Dorner sehr fordernd. „Im Sommer wurde gelockert, dann wieder geschlossen – eine Belastung für jeden Verein und Sportler“, versichert Sportlandesrat Dorner, der sich gleichzeitig sorgt, dadurch Kinder und Jugendliche für den Sport, vor allem für den Nachwuchssport, zu verlieren, möchte aber positiv in die Zukunft blicken: „Wir alle wollen diszipliniert die Krise bewältigen. Sport im Freien sollte möglich sein.“ Konzepte für Outdoorsport liegen bereits vor, damit Kinder wieder rausgehen können. „Sport tut gut, man muss ihn nur ermöglichen“, so Dorner.

Um dem Bewegungsmangel entgegenzuwirken, hat sich das Land Burgenland ein Konzept überlegt, „wie wir unsere Kinder auf dem Weg ins normale Leben zurück begleiten und unterstützen können“, betont Bildungslandesrätin Winkler. Obwohl es seit dem Inkrafttreten des Kinderbildungs- und -betreuungsgesetzes im gesamten Burgenland bei Bedarf eine flächendeckende Ferienbetreuung gibt, hat das Land Burgenland aufgrund der monatelangen Beeinträchtigungen und Einschränkungen wegen COVID einen besonderen Bedarf gesehen und ein zusätzliches Angebot geschaffen. „Die Camps bescheren den Kindern eine interessante, lehrreiche, aber vor allem schöne Zeit und erleichtern aber auch den Familien das Zeitmanagement in den Ferien“, ist sich die Bildungslandesrätin sicher.

Vormittags bestimmen zwei Lerneinheiten in den sogenannten Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik den Tagesablauf, aber nach der Mittagspause sorgen die Betreuerinnen und Betreuer mit Kreativität und Bewegung für Abwechslung und Action. Neben oder mit den Dachsportverbänden werden örtliche Vereine oder Organisationen eingeladen, sich oder seine Sportart vorzustellen, wie zum Beispiel der Workshop „Try Out“. Das Angebot des Lern- und Feriencamps reicht von Ballspielen, Tanzen und Akrobatik oder technischen Inhalten, wie „Coding und Robotik“, bis hin zum Kochen.

Sport Austria-Präsident Hans Niessl begrüßt das Bewegungsprogramm der Lern- und Feriencamps des Landes Burgenland. Wie wichtig die Initiative von Landesrätin Winkler und Landesrat Dorner ist, zeigt laut Sport Austria-Präsident Hans Niessl einerseits eine Oxford-Studie, die den Bildungsverlust während der Lockdowns mit rund 20 Prozent beziffert und eine von Sport Austria unterstützte Observer-Studie. „Diese sagt, dass sich 28 Prozent der Bevölkerung, darunter natürlich viele Kinder und Jugendliche, weniger bewegen als vor der Corona-Krise. Ein Alarmsignal, denn bereits vor der Pandemie waren 30 Prozent der Kinder fettleibig und adipös. Nun sagen uns Experten, dass sich der physische und psychische Gesundheitszustand der Bevölkerung, auch bei Jungen, während der Lockdowns verschlechtert hat“, fasst Niessl das Studienergebnis zusammen. Dieser Entwicklung müsse gegengesteuert werden. „Deshalb freut es mich ganz besonders, dass es für Schülerinnen und Schüler im Burgenland im Sommer an 14 Standorten mit toller Infrastruktur die Möglichkeit gegeben wird, beides, Lern- und Bewegungsdefizite, auf lockere Art und Weise abzubauen – mit qualifizierten Lehrern und von den Dachverbänden bereitgestellten qualifizierten Trainern“, so Niessl. Schwedische Studien belegen, dass Kinder und Jugendliche, die täglich Sport betreiben, nicht nur gesundheitlich besser abschneiden, sondern auch die besseren Noten haben. Für Niessl sind die Lerncamps im Burgenland vorbildhaft, gerade in Pandemie-Zeiten; er wünscht sich Nachahmer in ganz Österreich.

„Bewegungscoaches lechzen nach Arbeit mit Kindern“, fassen die Vertreter der Dachsportverbände, Alfred Kollar, Robert Zsifkovits und Josef Mayer, die derzeitige Situation zusammen. Vereinen soll die Möglichkeit gegeben werden, ihre Tätigkeiten wieder aufnehmen zu können. Auf große Defizite weist ASVÖ-Präsident Robert Zsifkovits hin: „Seit einem Jahr findet kein Sportunterricht an Schulen statt. Wir wollen überzeugen, wie wichtig Sport für Kinder ist.“ Neben den Sommercamps bietet ASKÖ wieder „Hopsi Hopper bewegt“ an. „Wir haben Präventionsmaßnahmen erarbeitet, um am Nachmittag Kindern die Möglichkeit zu geben, outdoor Bewegung zu machen“, berichtet ASKÖ-Präsident Alfred Kollar. Die Sportunion bietet zu den Sportcamps oder dem Action Day die digitale Turnstunde an. „Die Symbiose von Sport und Lernen, aber auch die Nachwuchsarbeit in den Vereinen liegen uns stark am Herzen“, betont Josef Mayer von der Sportunion Burgenland.

„Die Gemeinschaft, der soziale Gedanke war uns bei der Konzeptionierung des Camps sehr wichtig. Die letzten Monate waren vom Vermeiden sozialer Kontakte geprägt“, so Winkler. Sie weist parallel auf die schwierige Situation des Vereinslebens, das völlig zum Erliegen gekommen ist, hin. Sport- und Spielstätten blieben leer, Funktionäre und Mitglieder haben sich vom Verein abgewandt und die Nachwuchsarbeit ist teilweise zum Stillstand gekommen. Genau dort möchte man mit den Camps ansetzen und Vereine mit ins Boot holen. „Nutzen wir gemeinsam diese Chance und greifen auf jene Tugenden zurück, die die Vereine und die Gesellschaft stark gemacht und gestärkt haben – Sportgeist beweisen, zusammenhalten und gemeinsam an Zielen arbeiten“, fordert Landesrätin Winkler.

Quelle: Land Burgenland

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