Graz: Erste Bilanz nach einhundert Tagen

vonRedaktion International
FEBRUAR 26, 2022

Foto: Antonia Renner

Stadtrat Robert Krotzer will Bewährtes stärken und Neues fördern

Die Gemeinderatswahl vom 26. September 2021 führte zu einer Ablösung der Schwarz-Blauen Koalition. Die neue Stadtregierung aus KPÖ, Grünen und SPÖ ist seit 17. November im Amt - nach den ersten einhundert Tagen ist es nun Zeit für eine erste Bilanz des vormals jüngsten Stadtrates in der Geschichte der Stadt Graz.

War Stadtrat Robert Krotzer (KPÖ) in der vorigen Legislaturperiode für den Bereich Gesundheit und Pflege zuständig, so fallen seit Mitte November auch die Bereiche Arbeit und Beschäftigung, Integration sowie die Geriatrischen Gesundheitszentren (GGZ) in seine Agenden.

„Mit der Wahl von Elke Kahr zur Grazer Bürgermeisterin und der Angelobung der neuen Stadtregierung wurde ein neues Kapitel in unserer Stadt eröffnet. Ich freue mich, dass ich eine weitere Periode als Stadtrat arbeiten darf. In den letzten Jahren ist bereits einiges gelungen. In der neuen Koalition möchte ich diesen Weg fortsetzen und die neuen Möglichkeiten in meinen Aufgabenbereichen umsetzen," so Robert Krotzer.

Überblick über Geschehenes und Geplantes Gesundheit

Das Gesundheitsamt ist in der aktuellen Omikron-Welle ganz massiv gefordert. Die Task-Force Corona hat seit Jahresbeginn 2022 rund 30.000 Personen-Kontakte im Corona-Tracing neu angelegt und bearbeitet. Für diese enorme Leistung gebührt allen Mitarbeiter:innen großer Dank.Die Corona-Pandemie hat die Bedeutung der Gesundheit in den Mittelpunkt gerückt. Sie hat vielen Menschen auch psychisch zugesetzt. Wo es möglich ist, wollen wir die Lücken in der psychosozialen Versorgung schließen.„Mit der Kampagne ‚Lass dir helfen‘ wollen wir Akzente schaffen für die Enttabuisierung psychischer Krankheiten und dazu eine Anlaufstelle schaffen, um Hürden in unserem Gesundheitssystem abzubauen," so Robert Krotzer (KPÖ) über ein geplantes Projekt, das auch in das Koalitionspapier von KPÖ, Grünen und SPÖ Eingang gefunden hat.

Die zentralen Aufgaben und Vorhaben im Ressort Gesundheit:

Pflege

Die Corona-Pandemie hat schlagartig die jahrzehntelangen Versäumnisse in vielen Bereichen deutlich gemacht. Ganz besonders trifft dies auf den gesamten Pflegebereich zu. Daher ist es unumgänglich, dem Pflegenotstand entgegenzuwirken und an der Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Beschäftigten in Pflege- und Gesundheitsberufen zu arbeiten.„Mit beschäftigungspolitischen Initiativen wollen wir dem Personalmangel im Pflegebereich entgegenwirken," erläutert Stadtrat Robert Krotzer (KPÖ).

Im Pflegebereich gibt es zahlreiche Herausforderungen, die dringend gelöst werden müssen:

Geriatrische Gesundheitszentren

Vor dem Hintergrund der Herausforderungen in der Pflege ist es notwendig, sich umfassend auf die Basisaufgaben der Geriatrischen Gesundheitszentren zu konzentrieren sowie gute Arbeitsbedingungen und entsprechende Entlohnung für die Beschäftigten zu schaffen, um die GGZ gerade jetzt noch stärker als attraktive Arbeitgeberin zu positionieren.„Neue Zeiten und Herausforderungen machen neue Wege notwendig, die ich in den kommenden Monaten und Jahren insbesondere darin sehe, zu einem besonders Mitarbeiter:innen-freundlichen Betrieb zu werden, der gerade in Zeiten von Personalengpässen eine Strahlkraft auf Pflegebeschäftigte ausübt," so Gesundheits- und Pflegestadtrat Robert Krotzer (KPÖ).

Die Geriatrischen Gesundheitszentren bedürfen in dieser Legislaturperiode daher besonderer Aufmerksamkeit:

Integration

„Graz, das sind wir alle!"Graz ist eine vielfältige und bunte Stadt - die Vielfalt seiner Bewohner:innen bedeutet Bereicherung, Herausforderung und Chance zugleich. Was alle Menschen ungeachtet ihrer Unterschiede eint, ist, dass sie sich ein leistbares Zuhause, Arbeit, von der man gut leben kann, und eine lebenswerte Stadt wünschen. Die Herausforderungen des Zusammenlebens unterschiedlicher Menschen nehmen wir gerne an, um gemeinsam mit der Bevölkerung und den vielen Expert:innen im Integrationsbereich Lösungen zu finden. Mit einer neuen Integrationsstrategie und gemeinsam mit den zahlreichen Projektpartner:innen und Einrichtungen, können wir den Begriff der Integration wieder positiv besetzen und die Arbeit für ein gelingendes Zusammenleben als Chance sehen.„Wir wollen mit dem Dialog auf Augenhöhe dafür wirken, dass unsere Stadt Graz eine gute Heimat für alle hier lebenden Menschen ist. In den ersten 100 Tagen als Stadtrat für Integration habe ich bereits einen Großteil der vielzähligen Integrationsprojekte für einen persönlichen Austausch getroffen, um zuzuhören und zu lernen. Wir können, dürfen und müssen die Stadt neu denken - mit allen Menschen, die hier leben, arbeiten und wohnen, denn: wir alle sind Graz," so Integrationsstadtrat Robert Krotzer (KPÖ).


Im Integrationsbereich sind die zentralen Projekte:

Arbeit und Beschäftigung

Ein Einkommen zum Auskommen ist, was alle Menschen in Graz benötigen. Dennoch befinden sich immer mehr Menschen in der Teilzeitfalle oder tun sich schwer, eine ihnen entsprechende Beschäftigung zu finden. Wir möchten beschäftigungspolitische Akzente setzen, die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt erleichtern und vor allem jungen Menschen Chancen geben. Das Haus Graz als Arbeitgeber soll dabei eine Vorbildrolle einnehmen.„Politiker:innen sollen nämlich nicht zuerst auf sich selbst schauen, sondern die mit einem politischen Amt verbundenen Möglichkeiten nützen, um Verbesserungen für die Bevölkerung zu erreichen. Davon bin ich zutiefst überzeugt, und eben diese andere Form der Politik wollen wir in Graz weiterleben," führt Robert Krotzer (KPÖ) aus.

Im Ressort Arbeit und Beschäftigung warten vielfältige Aufgaben:



Quelle: Stadt Graz

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