Salzburg: Aktueller Raumordnungsbericht zeigt Entwicklung von Grund und Boden

vonRedaktion Salzburg
MÄRZ 18, 2026

Foto: Land Salzburg/Grafik

Jahre 2020 bis 2024 wurden unter die Lupe genommen / Gesellschaftlicher Wandel führt zu kleineren Haushalten

(LK) Salzburgs wohl wertvollste Ressource ist der Grund und Boden. Rund 1.430 Quadratkilometer stehen als Dauersiedlungsraum den Gemeinden zur Verfügung. Hier wird gewohnt, gelebt, gearbeitet und gewirtschaftet. Doch wie hat sich der Grund und Boden in den vergangenen Jahren im Bundesland entwickelt? Antworten darauf bietet auf 120 Seiten der Raumordnungsbericht des Landes für die Jahre 2020 bis 2024. Das umfangreiche Werk fasst alle maßgeblichen Entwicklungsdaten im Land zusammen, arbeitet wesentliche Herausforderungen heraus und leitet wesentliche Handlungsempfehlungen ab.

Der Salzburger Raumordnungsbericht erscheint in der Regel einmal pro Gesetzgebungsperiode, aktuell für die Jahre 2020 bis 2024, und informiert über den Stand der Raumplanung im Land Salzburg, die wesentlichen Entwicklungen, Trends und zukünftigen Herausforderungen für das Bundesland. Er ermöglicht so einen detaillierten Blick auf die komplexen Inhalte der Raumordnung und liefert wertvolle Grundlagen für künftige Entscheidungen. Wie etwa die gesellschaftliche Veränderung bei der Haushaltsgröße, die auch den Wohnbau betrifft.

Zusätzlicher Druck auf den Wohnungsmarkt

Die Bevölkerung in Salzburg wächst – von 2002 bis 2024 um rund zehn Prozent. 2044 werden laut Zahlen der Landesstatistik rund 600.000 Menschen im Land leben, derzeit sind es rund 574.000. Pro Quadratkilometer leben in Salzburg 400 Einwohner. Die Bevölkerung im Bundesland wohnt somit deutlich dichter zusammen als im übrigen Österreich – hier beträgt die Bevölkerungsdichte 293 Einwohner pro Quadratkilometer. Der Dauersiedlungsraum bleibt jedoch gleich, das bedeutet im Umkehrschluss: Der Bedarf an Wohnraum steigt. Dazu verändert der gesellschaftliche Wandel die Haushaltsgröße von Privathaushalten. Im Jahr 2021 waren schon mehr als 66 Prozent Ein- oder Zweipersonenhaushalte. 2051 werden es fast 70 Prozent sein.

Zauner: „Herausforderungen für die Zukunft.“

„Bei unserem vordringlichsten Thema Wohnen zeigt uns der Raumordnungsbericht, dass der Bestand besser genutzt und leistbares Wohnen weiterhin seitens des Landes unterstützt werden muss. Beim Thema Wirtschaft brauchen wir die Möglichkeiten weiterer betrieblicher Entwicklungen, wie wir sie gerade auch durch die Änderung des Ende 2022 beschlossenen Landesentwicklungsprogramms (LEP) ermöglichen,“ so Landesrat Zauner.

Unterstützung für die Gemeinden

Bereits kurz nach seinem Amtsantritt im Juni 2023 hat Landesrat Martin Zauner einen verstärkten Fokus auf die Unterstützung der Gemeinden gelegt. „Bei den Experten des Landes, dem Salzburger Institut für Raumordnung oder auch der Land-Invest liegt viel Know-how, womit wir insbesondere kleinere Kommunen im Bundesland optimal unterstützen können. So wurde etwa das Programm zur Dorf- und Stadtentwicklung ausgebaut und die Standortdatenbank auf Schiene gebracht. Alle Maßnahmen verbindet ein Ziel: sparsam mit Grund und Boden umzugehen und die vorhandenen Flächen bestmöglich für leistbaren Wohnraum und die wirtschaftliche Entwicklung zu nutzen“.

Zukunft Salzburgs im Blick

Für Landesrat Martin Zauner war die aktuelle Berichtsperiode 2020 bis 2024 von großen Herausforderungen geprägt: „Steigender Druck auf den begrenzten Dauersiedlungsraum, Fragen des leistbaren Wohnens, die Umsetzung der österreichischen Bodenstrategie oder die Energiewende stellen hohe Anforderungen an eine zukunftsorientierte Raumordnung. Der Raumordnungsbericht zeigt auf, wo in den vergangenen Jahren Fortschritte erzielt werden konnten, macht aber auch bestehende Zielkonflikte und Handlungsbedarfe transparent“, so Zauner.

Bevölkerung „wächst“ in den Norden

Der Raumordnungsbericht zeigt auch die Unterschiede im Bevölkerungswachstum. Dieses konzentriert sich vor allem auf wirtschaftlich starke Zentren und deren Umland, sprich den Salzburger Zentralraum. Hier beobachten Experten sogenannte Suburbanisierungsprozesse. Auf der Suche nach leistbarem, verfügbarem oder größerem Wohnraum nehmen die Entfernungen der Wohnstandorte zur Landeshauptstadt zu. Vor allem in Richtung Norden in das Salzburger Seengebiet und den nördlichen Flachgau sowie über die Landesgrenze hinweg nach Oberösterreich. Im Salzburger Süden ist ein kleinräumiger Trend erkennbar, die Abwanderung erfolgt aus eingeschränkt erreichbaren Gemeinden.

Die nächsten Schritte

Der Raumordnungsbericht wird in der Landtagssitzung vom 25. März einlaufen und in einer der folgenden Ausschusssitzungen mit den Fraktionen beraten. Anschließend wird er vom Landtag zur Kenntnis genommen.

Quelle: Land Salzburg

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