Niederösterreich: „Vorbildliche Bauten in Niederösterreich“ ausgezeichnet

vonRedaktion Salzburg
OKTOBER 22, 2023

Foto: .© NLK Pfeffer

LH Mikl-Leitner: „Unser gemeinsames Anliegen ist ökologisches, energieeffizientes, nachhaltiges Bauen“

Bereits zum 58. Mal wurden vergangenen Mittwoch im Landhaus St. Pölten die Auszeichnungen für „Vorbildliche Bauten in Niederösterreich“ vergeben. Aus 56 vorgelegten Bewerbungen wurden sechs Siegerbauten von der Fachjury für die Auszeichnung nominiert, die von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Juryvorsitzenden NÖ Baudirektor Walter Steinacker übergeben wurden.

„Unser gemeinsames Anliegen ist ökologisches, energieeffizientes, nachhaltiges Bauen“, so die Landeshauptfrau. Man setze den Schwerpunkt vor allem auf die Sanierung und adaptiere dazu aufgrund der aktuellen Preis- und Zinslage zurzeit die Wohnbauförderung. „Ein wichtiger Schritt, gerade auch für die Baubranche, die in diesen herausfordernden Zeiten sehr zu kämpfen hat“, erklärte Mikl-Leitner. Gerade jetzt, wo der Konjunkturmotor etwas ins Stocken gerate, stehe man als Land gemeinsam mit der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) zur Seite, um weiterhin Investitionen tätigen zu können.

„Vorbildlich“ sei man in Niederösterreich vor allem im Bereich Bodenverbrauch bzw. effiziente Bodennutzung, wo man in Niederösterreich Vorbild für ganz Österreich sei, denn: „Wir haben die beste und sicher strengste Raumordnung“, in der u.a. gelte:„Innen vor Außen mit dem Fokus darauf, die Ortszentren zu beleben.“ Zudem enthalte diese eine starke Einschränkung für Lebensmittelunternehmen, die beispielsweise keine zusätzlichen Parkplätze auf der grünen Wiese bauen dürfen oder angehalten seien, PV-Anlagen auf den Dächern einzurichten. Darüber hinaus arbeite man gemeinsam mit den Regionen, Städte und Gemeinden an einer regionalen Raumplanung, „wo wir mittlerweile 2.000 Siedlungsgrenzen gezogen haben, sogenannte ,rote Linien´, die man nicht überbauen darf, weil es sich dabei um geschütztes Grünland, Wald, Ackerfläche usw. handelt.“ Hier sei es bis dato gelungen, 500.000 Hektar zusätzlich zu schützen.

Mikl-Leitner unterstrich abschließend: „Die heutigen Siegerprojekte zeigen, dass der gemeinsame Weg nicht immer einfach, aber richtig und auch möglich ist“ und meinte weiters: „Sie alle, die Architektinnen, Architekten, Planerinnen, Planer, Bauherrinnen und Bauherren, sind für uns großes Vorbild und damit machen Sie Niederösterreich zu einem großen Vorbild weit über die Landesgrenzen hinaus.“ Gerade in aktuell herausfordernden Zeiten globaler Krisen und Kriege solle man sich darauf besinnen, „dass wir in einem wunderbaren und sicheren Land leben, dass wir im Miteinander gestalten und weiterentwickeln können.“

Juryleiter, Baudirektor des Landes NÖ, Walter Steinacker erzählte vom Auswahlprozess und den Kriterien, nach denen die „Vorbildlichen Bauten“ ausgewählt wurden. „Bei der Auswahl haben wir uns auf drei große Punkte konzentriert, nämlich die Gestaltung“, so Steinacker, wo es um die Einfügung in das Stadt- und Landschaftsbild, die äußere und innere Gestaltung sowie räumliche Lösungen gehe. „Zweites Kriterium war die Funktionalität, also die technische und nutzerorientierte Eignung und dritter Punkt war die Konstruktion“, führte er aus, sprich werk- und detailgerechte Ausführung, innovative Lösung und Nachhaltigkeit. Steinacker abschließend: „Die sechs Siegerprojekte haben all diese Kriterien in vorbildlicher Weise erfüllt.“

Die sechs ausgezeichneten Bauten 2023 sind:Die Lebenshilfe Werkstätte Civitas Nova in Wiener Neustadt (Planer:Atelier Hochstraße-DI Gabriele Schöberl, Berndorf, Bauherr:Lebenshilfe Niederösterreich)Das Konrad Lorenz Gymnasium in Gänserndorf (Planer: Franz und Sue ZT GmbH, Wien, Bauherr: BIG Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H.)Der raiffeisen corner in St. Pölten (Planer: feld72 Architekten mit Hoffelner Schmid Architekten, Wien, Bauherr: Raiffeisenbank Region St. Pölten)Die Stadthäuser 59 in Guntramsdorf (Planer: X42 Architektur ZT GmbH, Wien, Bauherr: Kossina & Partner Bauträger GmbH)Two Houses and a Cortyard in Klosterneuburg (Planer: Mostlikely Architecture ZT GmbH, Wien, Bauherr: Olivia und Clemens Hromatka) Die Weinerlebniswelt Mauritiushof / Weingut FJ GRITSCH in Spitz an der Donau (Planer: Architekt Hannes Ritzinger, Krems, Bauherr:Weingut FJ Gritsch)

Der Wettbewerb „Verleihung von Anerkennungen für vorbildliche Bauten im Land Niederösterreich" wird seit dem Jahr 1955 durchgeführt und ist der älteste Baupreis Niederösterreichs. Nach einer jährlichen Ausschreibung können Objekte jeder Art wie Neu-, größere Zu- und Umbauten aus den Bereichen Hoch- und Ingenieurbauten, wie z.B. Ein-und Mehrfamilienhäuser, Geschäftshäuser, Betriebsstätten und Industrieobjekte, öffentliche Gebäude, Verkehrs- und Wasserbauten, die in Niederösterreich realisiert wurden, von Architektinnen und Architekten, Ingenieurkonsulentinnen und -konsulenten oder Baumeisterinnen und Baumeistern eingereicht werden.

Quelle: Land Niederösterreich

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