vonOTS
APRIL 15, 2026
Foto: Tiini GmbH
und macht YouTube und Digitalinhalte erstmals fokussiert im Unterricht nutzbar
Die Bildungsplattform tiini.app wird ab sofort im Rahmen einer Pilotphase auch an Grundschulen eingesetzt. Ziel ist es, digitale Inhalte wie YouTube und Webseiten erstmals kontrolliert, strukturiert und ohne Ablenkung im Unterricht nutzbar zu machen.
Im Zentrum steht ein neuartiger Ansatz: Statt Kindern freien Zugang zu YouTube oder dem offenen Internet zu geben, werden Inhalte über sogenannte "Kartensets" kuratiert und bereitgestellt. Lehrkräfte und Schuladministration stellen dabei gezielt Videos, Webseiten und andere Inhalte aus verschiedenen Plattformen zusammen - thematisch gebündelt, altersgerecht aufbereitet und ohne algorithmische Ablenkung.
So kann beispielsweise ein Kartenset zum Thema "Weltraum" oder "Schriftliche Addition" ausgewählte YouTube-Videos, kindgerechte Webseiten und interaktive Inhalte kombinieren. Kinder bewegen sich ausschließlich innerhalb dieses klar definierten Rahmens und können die Inhalte eigenständig entdecken - ohne Werbung, Empfehlungen oder ungeeignete Inhalte.
"Das erste Mal haben wir das Gefühl, YouTube wirklich sinnvoll im Unterricht einsetzen zu können", sagt ein Schuladministrator einer teilnehmenden Grundschule. "Die Inhalte sind vorab ausgewählt und thematisch gebündelt - dadurch bleibt der Fokus erhalten und die Kinder verlieren sich nicht."
Eine weitere Schuladministratorin ergänzt: "Auch der Browser wird durch tiini endlich schultauglich. Statt unkontrollierter Internetnutzung arbeiten die Kinder in klaren Lernräumen mit geprüften Inhalten. Das bringt Sicherheit und Struktur in die Unterrichtsstunde mit Tablets."
Die Einführung erfolgt vor dem Hintergrund einer zunehmenden gesellschaftlichen Diskussion über Altersbeschränkungen und Verbote digitaler Plattformen für Kinder. tiini setzt einen neuen Akzent: Statt pauschaler Verbote ermöglicht die Plattform einen begleiteten, kontrollierten Zugang.
"Die aktuelle Debatte zeigt vor allem eines: Wir brauchen bessere Lösungen als Verbote", sagt Jan Kollmorgen, Gründer der tiini.app. "Zugang zu digitalen Inhalten ist auch vor 14 sinnvoll - wenn wir wieder selbst bestimmen, was Kinder sehen, und nicht die Plattformen. Genau dafür bauen wir tiini."
tiini wurde ursprünglich für Familien als einfach kontrollierbare, digitale Hörspielbox entwickelt, um Kindern einen sicheren Zugang zu Streaming-Inhalten zu ermöglichen. Die Plattform verzichtet bewusst auf algorithmische Vorschläge und setzt stattdessen auf kuratierte Inhalte, die Schritt für Schritt freigeschaltet werden.
Mit der Pilotphase an Grundschulen überträgt das Hamburger Startup dieses Prinzip nun auf den Bildungsbereich - mit besonderem Fokus auf die sinnvolle Integration bestehender Plattformen.
"YouTube und das Internet sind unglaublich wertvolle Lernquellen - aber im aktuellen Zustand für Grundschulen kaum kontrollierbar", so Kollmorgen weiter. "Mit tiini drehen wir das Prinzip um: Nicht die Plattform bestimmt, was Kinder sehen, sondern die Schule. So entstehen fokussierte, thematische Lernräume mit Inhalten aus vielen Quellen."
Die Pilotphase läuft über mehrere Monate und wird eng mit den teilnehmenden Schulen begleitet. Ziel ist es, tiini gezielt für den schulischen Einsatz weiterzuentwickeln und Lehrkräften den einfachen Einstieg in den digitalen Unterricht an die Hand zu geben.
Nach Abschluss der Pilotphase wird tiini.app für weitere Schulen geöffnet: Interessierte Einrichtungen können sich unkompliziert über tiini.app registrieren und die Plattform eigenständig im Unterricht einsetzen.
Über tiini.app
tiini.app ist eine digitale Plattform, die Smartphones und Tablets in sichere, kindgerechte Lern- und Entdeckungsräume verwandelt. Über kuratierte Kartensets greifen Kinder auf ausgewählte Inhalte aus verschiedenen Plattformen wie YouTube, Webseiten oder Audio-Angeboten zu - ohne Ablenkung durch Algorithmen oder Werbung. So ermöglicht tiini eine fokussierte, strukturierte und altersgerechte Nutzung digitaler Medien.
Quelle: OTS