Salzburg: Zusätzlicher leistbarer Wohnraum in Grödig

vonRedaktion International
APRIL 16, 2026

Foto: Land Salzburg/Büro Zauner

Grödig schafft durch Raumordnungsvertrag leistbares Wohnen / Vorbild für weitere Gemeinden / Land fördert mit 550.000 Euro

(HP) Die Marktgemeinde Grödig hat gemeinsam mit dem Land Salzburg ein modernes Modell zur Sicherung von leistbarem Wohnraum verwirklicht. Das Land unterstützt über die Wohnbauförderung, der Preis wird dadurch sehr erschwinglich.

LR Martin Zauner (Mitte) mit Bgm. Herbert Schober (Grödig) und Baumeister Stefan Heigl vor dem Projekt für leistbares Wohnen.

Am Anfang stand ein als reines Eigentumsprojekt geplantes Vorhaben eines Bauträgers. In Gesprächen mit der Gemeinde wurde entschieden, die Geschoßflächenzahl zu erhöhen. Dadurch entstanden rund 300 Quadratmeter zusätzlicher Wohnraum. Per Raumordnungsvertrag wurde vereinbart, dass die Hälfte dieser zusätzlichen Fläche für leistbares Wohnen durch die Gemeinde in Form geförderter Mietwohnungen zur Verfügung gestellt werden.

Günstiger Mietzins

Im Detail: Zwei Wohnungen werden von der Gemeinde zu einem deutlich reduzierten Preis von knapp 3.500 Euro pro Quadratmeter übernommen. Um die Voraussetzungen des geförderten Mietwohnbaus zu erfüllen, wird von der Gemeinde zusätzlich eine dritte Wohnung zum regulären Preis erworben. Insgesamt können so drei Wohnungen inklusive Tiefgaragenstellplatz zu einem durchschnittlichen Kaufpreis von rund 4.500 Euro pro Quadratmeter gesichert werden. Die Wohnungen sollen schließlich mit Mitteln des Landes – insgesamt 550.000 Euro – gefördert werden. Durch die Wohnbauförderung kann ein günstiger Bruttomietzins von zirka 13 Euro inklusive Betriebskosten erzielt werden. Die drei Wohnungen werden zukünftig Bediensteten des örtlichen Pflegeheims ein neues Zuhause bieten.

Zauner: „Nachahmenswertes Modell.“

Für Landesrat Martin Zauner zeigt diese Lösung, wie durch intelligente Kombination von Geschoßflächenerhöhung und Raumordnungsvertrag zusätzlicher Wohnraum geschaffen und im selben Zug leistbares Wohnen verwirklicht werden kann. „Der Erwerb zusätzlichen Wohnraums, welcher durch Nachverdichtung geschaffen wurde, ist ein Modell, das auch für andere Gemeinden nachahmenswert sein kann“, so Zauner.

Schober: „Alle profitieren.“

Für Grödigs Bürgermeister Herbert Schober ist das Projekt eine klassische Win-win-Situation: „Der Bauträger profitiert von zusätzlicher Nutzfläche, und die Gemeindebürgerinnen und -bürger erhalten Wohnungen zu deutlich günstigeren Konditionen.“

Modell mit Zukunft

Möglich macht das Projekt eine Bestimmung im Raumordnungsgesetz. Gemeinden können durch privatwirtschaftliche Vereinbarungen aktiv eingreifen, um ihre raumordnungs- und wohnungspolitischen Ziele zu erreichen. „Insbesondere bei Nachverdichtungen eröffnet dieses Instrument neue Möglichkeiten, leistbaren Wohnraum zu schaffen, ohne zusätzliche Flächen zu verbrauchen“, so Landesrat Martin Zauner. Mit der Gründung der „Wohnen in Grödig – gemeinnützige Wohnbau GmbH“ hat die Gemeinde zudem eine eigene Struktur geschaffen, um solche Projekte nachhaltig umzusetzen und langfristig günstigen Wohnraum bereitzustellen.

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Redaktion: Landes-Medienzentrum / LK_260416_60 (sm/mw)

Quelle: Land Salzburg

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