vonOTS
APRIL 13, 2026
Foto: VBI
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VBI fordert klare Rahmenbedingungen und „Europe First“-Strategie zur Sicherung von Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit
Mit dem ersten Parlamentarischen Tag der Bahnindustrie hat der Verband der Bahnindustrie in Österreich (VBI) gemeinsam mit Vertretern des Nationalrats einen umfassenden Einblick in eine der zentralen Zukunftsbranchen Österreichs gegeben. Im Fokus standen die Leistungsfähigkeit der heimischen Bahnindustrie, ihre Bedeutung für Wertschöpfung und Beschäftigung sowie die Notwendigkeit verlässlicher politischer Rahmenbedingungen.
Christian Diewald, Präsident des VBI:
„Die Bahnindustrie ist eine Zu(g)kunftsindustrie für den Wirtschaftsstandort Österreich und Europa. Sie steht für Innovation, Klimaschutz und internationale Wettbewerbsfähigkeit. Der heutige Austausch mit der Politik zeigt klar: Um diese Stärke langfristig zu sichern, braucht es jetzt klare und verlässliche Rahmenbedingungen - damit die Weltmarktführer von heute auch morgen aus Österreich bzw. Europa kommen können.“
Im Rahmen des ganztägigen Programms besuchten Abgeordnete zum Nationalrat gemeinsam mit Vertretern aus Politik und Industrie drei Mitgliedsunternehmen des VBI im Südwesten Österreichs. Ziel war es, praxisnahe Einblicke in Produktion, Forschung und Entwicklung sowie in die Herausforderungen der Branche zu ermöglichen.
Die österreichische Bahnindustrie zählt zu den innovationsstärksten Industriezweigen des Landes und ist ein zentraler Treiber der Mobilitätswende.
Der Austrian Rail Report 2025 belegt eindrucksvoll die ökonomische Bedeutung der Branche:
Damit gehört die Bahnindustrie zu den international wettbewerbsfähigsten und forschungsintensivsten Industriesektoren Österreichs.
Wolfgang Moitzi, Nationalratsabgeordneter und Vorsitzender des Verkehrsausschusses:
„Europa hat seinen Vorsprung in vielen Zukunftstechnologien verloren. Wir werden die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen. Daher haben wir die Bahnindustrie als wichtige Zukunftsbranche in der Industriestrategie verankert. Wir stärken damit die heimische Wertschöpfung und bauen gute Arbeitsplätze weiter aus. Um die Wichtigkeit der österreichischen Bahnindustrie zu unterstreichen, machen sich heute auf Einladung des Verkehrsausschusses Abgeordnete aller Parteien ein Bild von den Betrieben vor Ort.“
Trotz ihrer starken Position steht die Branche unter zunehmendem Druck – etwa durch steigende Kosten, globalen Wettbewerb und zunehmende regulatorische Komplexität. Gleichzeitig zeigt der Austrian Rail Report, dass Österreich im globalen Exportvergleich zuletzt von Platz 4 auf Platz 7 zurückgefallen ist.
Angesichts dieser Entwicklung spricht sich der VBI für eine klare industriepolitische Ausrichtung in Europa aus: Öffentliche Mittel sollten gezielt zur Stärkung der europäischen Wertschöpfung eingesetzt werden.
Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur Peter Hanke:
„Die österreichische Bahnindustrie ist eine tragende Säule unseres Standorts. Über 30.000 Arbeitsplätze hängen direkt und indirekt von ihr ab. Ohne diese Schlüsselindustrie wäre Österreich heute nicht das Bahnland Nummer eins in der EU, und die Mobilitätswende wäre undenkbar. Als Bundesregierung stehen wir hinter dieser Branche und werden auch in Zukunft die richtigen Rahmenbedingungen schaffen, um fairen Wettbewerb in Europa zu garantieren.“
Andreas Matthä, CEO der ÖBB-Holding AG:
„Für ein leistungsfähiges Bahnsystem braucht es eine starke österreichische Bahnindustrie. Sie sichert Qualität, Innovationskraft und Versorgungssicherheit und ist damit ein zentraler Partner der ÖBB, um nachhaltige Mobilität für die Menschen in Österreich bereitzustellen.“
Der Verband der Bahnindustrie plädiert für eine klare „Europe First“-Strategie im Umgang mit öffentlichen Mitteln: Investitionen aus Steuergeldern sollten stärker an europäische Wertschöpfung und industrielle Kapazitäten gekoppelt werden.
Anil W. Rai, Geschäftsführer des VBI:
„Europäische Wertschöpfung ist mehr als ein wirtschaftlicher Faktor – sie ist eine Frage der strategischen Resilienz und Sicherheit. Wer in die Bahn investiert, investiert auch in industrielle Stärke, technologische Souveränität und in die Versorgungssicherheit in Europa.“
Die besuchten Betriebe im Süden und Südwesten Österreichs stehen exemplarisch für die regionale Verankerung der Branche. Die Bahnindustrie ist ein zentraler industrieller Anker in den Regionen und sichert hochwertige Arbeitsplätze entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Der Verband der Bahnindustrie in Österreich (VBI) ist die größte Interessenvertretung der österreichischen Schienenzulieferindustrie. Er vertritt rund 60 Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von Fahrzeugherstellern und Komponentenlieferanten über Systemtechnik bis hin zu Digitalisierung und Service. Gemeinsam engagieren wir uns für faire Wettbewerbsbedingungen, Innovationsförderung, Nachhaltigkeit und eine starke industrielle Basis für den Bahnstandort Österreich. Damit leisten wir einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen der Mobilitäts- und Klimawende – mit österreichischen Innovationen.
Quelle: OTS