vonRedaktion Salzburg
SEPTEMBER 06, 2026
Foto: FF Laas
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Foto: FF Laas
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Foto: FF Laas
Von einem aufmerksamen Passanten wurde am 4. September 2026 ein entstehender Waldbrand am Laaser Berg (Jukbichl) in der Marktgemeinde Kötschach-Mauthen (Bezirk Hermagor) gemeldet.
Alarmierung und Erkundung
Um 10:50 Uhr erfolgte die Alarmierung mehrerer Feuerwehren des Oberen Gailtals durch die LAWZ mittels Sirenenalarm. Auf der Anfahrt wurde die Anforderung des Polizeihubschraubers „Libelle Lima“ sowie des Faltbehälters von der FF Birnbaum durch den Einsatzleiter und den Bezirksfeuerwehrkommandanten über die LAWZ veranlasst. Des Weiteren wurde vom Einsatzleiter die Bergrettung Kötschach-Mauthen angefordert. Nach dem Eintreffen im Bereich des Brandes und einer Erkundung, konnte ein geeigneter Stichweg gefunden werden. Vom Ende dieses Weges wurden, vom TLFA 5000 Kötschach-Mauthen ausgehend, zwei ca. 150 Meter lange Zubringerleitungen im steilen Gelände aufgebaut, von denen wiederum mit D-Schläuchen Angriffsleitungen zum Brandbereich aufgebaut wurden.
Löschangriff aus der Luft
Vor Ort waren ca. 100 m² Fläche in sehr ausgesetzter Lage betroffen. Etwa fünf Bäume sowie mehrere Wurzelstöcke standen beim Eintreffen in Brand. Nach einem Erkundungsflug des Hubschraubers und dem Einfliegen der Flughelfer erfolgte dann in weiterer Folge mit dem Außenlastbehälter „Bambi Bucket“, von Flughelfern eingewiesen, der gezielte Abwurf von Löschwasser über der Brandstelle. Insgesamt wurden 35 Abwürfe mit über 17.000 Litern Wasser durchgeführt. Die Löschwasseraufnahme erfolgte im Faltbehälter, der in der Nähe der Laaser Kirche aufgebaut und mit Wasser aus dem Laaser Bach mittels Tragkraftspritze gespeist wurde. Zur gezielteren Positionierung des Bambi Buckets und zur Reduktion des sogenannten „Downwashes“ wurde zeitweise eine Long-Line der FF Nikolsdorf in Osttirol eingesetzt.
Bodenkräfte in steilem Gelände
Parallel dazu erfolgte der koordinierte Bodenlöschangriff. Mit den weiteren Tanklöschfahrzeugen der FF Kötschach-Mauthen und der FF Dellach im Gailtal sowie dem nachalarmierten TLFA 3000 der FF Hermagor wurde ein Pendelbetrieb zwischen dem LKH Laas und dem TLFA 5000 als Pufferspeicher eingerichtet, um die Löschwasserversorgung vor Ort sicherzustellen. Dabei wurden weitere rund 20.000 Liter Wasser auf den Berg gebracht. Die Bergrettung Kötschach-Mauthen hat mit Seilgeländern und Abstiegsseilen die Einsatzstelle für die Kameraden der Feuerwehren gesichert. Gegen 16 Uhr konnten die Löscharbeiten beendet werden. Die Kontrolle mittels Wärmebildkamera zeigte keine Auffälligkeiten. Nach dem Abrücken erfolgten eine Nachbesprechung und die Verpflegung der Kameraden beim Rüsthaus der FF Laas. Insgesamt standen rund 100 Kräfte im Einsatz.
Glutnest bei Nachkontrolle mit Drohne entdeckt
Am 5. September 2026 erfolgte um 07:30 Uhr die erneute Zufahrt zum Waldbrandbereich durch den Einsatzleiter und einen Drohnenoperator der Polizei Kötschach-Mauthen samt Drohne mit Wärmebildkamera. Bei den Kontrollflügen über dem betroffenen Gebiet konnte dabei ein konzentriertes Glutnest lokalisiert werden. Daraufhin erfolgte durch den Einsatzleiter die Nachalarmierung der FF Kötschach-Mauthen und der Bergrettung Kötschach-Mauthen. Vor Ort wurde nach der genauen Ortung des Glutnestes die Bekämpfung mittels Waldbrand-Löschrucksack und Schanzwerkzeug durch Kameraden der FF Kötschach-Mauthen, die von der Bergrettung mit Seilen und Klettergurten gesichert wurden, durchgeführt. Der darauffolgende Kontrollflug mit der Drohne lieferte keine Hinweise auf weitere Glutnester. Der Einsatz konnte um 11:30 Uhr beendet werden. Im Einsatz standen rund 20 Personen.
Im Einsatz standen:
FF Laas mit KLFA
FF Kötschach-Mauthen mit TLFA 2000, TLFA 5000, LF und MTF
FF Würmlach mit KLFA
FF St. Jakob im Lesachtal mit KLFA
FF Birnbaum mit LFAU-S und Waldbrandpaket
FF Dellach im Gailtal mit MZFA und TLFA 1000
FF Grafendorf-Gundersheim mit LFBA
FF Kirchbach LFA-W, MZFA und Waldbrand-Box
FF Hermagor mit TLFA 3000
FF Spittal an der Drau mit MZF-Wald
Flughelfer aus den Bezirken Hermagor und Spittal an der Drau
AFK Christian Zerza
BFK Herbert Zimmermann
Bergrettung Kötschach-Mauthen Bürgermeister Josef Zoppoth
Unimog der Gemeinde Kötschach-Mauthen mit Wasserbehälter
Polizeihubschrauber „Libelle Lima“
Polizei Kötschach-Mauthen mit einer Streife und einem Drohnenoperator
Quelle: Bezirksfeuerwehrkommando Hermagor / Text: OBI Ing. Walter Niedertrojer