Hollabrunn, Niederösterreich: Vier Millionen Liter Trinkwasser transportiert

vonRedaktion Salzburg
JÄNNER 30, 2026

Foto: BFKDO Hollabrunn

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Nach fast zwei Wochen Feuerwehreinsatz ist die Trinkwasserversorgung in Hardegg wiederhergestellt.

Aufgrund einer massiven Beeinträchtigung der Trinkwasserversorgung im Raum Hardegg musste ab 20. Jänner 2026 ein groß angelegter Feuerwehreinsatz zur Sicherstellung der Versorgung der Bevölkerung gestartet werden. Ursache war die Einleitung von rund 3.000 Kubikmetern fäkalienhaltigem Abwasser, von denen Teile auf tschechischem Staatsgebiet in die Thaya gelangten.

In enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden wurde umgehend der Bezirksführungsstab der Feuerwehr aktiviert und eine Einsatzleitung vor Ort eingerichtet. Nach Evaluierung mehrerer Varianten entschied man sich die Brunnen in unmittelbarer Nähe der Thaya vorsorglich außer Betrieb zu nehmen und einen Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen und Wechselladefahrzeugen mit Wassertanks einzurichten, um die Versorgung für rund 1.300 Haushalte mit etwa 3.500 betroffenen Personen sicherzustellen.

Zeitweise transportierten die eingesetzten Feuerwehren bis zu 60.000 Liter Trinkwasser pro Stunde, um den Hochbehälter in Felling kontinuierlich zu befüllen. Insgesamt wurden im Laufe des Einsatzes rund 4,2 Millionen Liter Trinkwasser durch die Feuerwehren bewegt.

Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten war es notwendig eine provisorische Zufahrtsstraße zu errichten, um den Betrieb überhaupt aufrechterhalten zu können.

Der Einsatz erstreckte sich über fast zwei Wochen und fand unter äußerst widrigen Umständen statt: Temperaturen von bis zu minus 10 Grad, vereiste und verschneite Zufahrtswege sowie Fahrten bei Nacht stellten Mensch und Material vor enorme Herausforderungen. Teilweise wurde im Drei-Schicht-Betrieb und rund um die Uhr gearbeitet.

Parallel dazu fanden tägliche Lagebesprechungen, häufig direkt im Zusammenhang mit den laufenden Wasseranalysen, statt. Neben Laborwerten wurden auch regelmäßig Geruchs- und Geschmackstests durchgeführt.

Stimmen zum Einsatz

Bezirksfeuerwehrkommandant-Stellvertreter Reinhard Scheichenberger, Einsatzleiter vor Ort: „Am ersten Tag sind wir alle noch von einem zwei- bis dreitägigen Einsatz ausgegangen. Dass wir nun fast zwei Wochen lang Trinkwasser transportieren, teilweise nachts und im Schichtbetrieb, hätte ich nicht erwartet. Mein großer Dank gilt allen eingesetzten Kräften und Partnerorganisationen – das war eine unglaubliche Leistung.“

Bezirksfeuerwehrkommandant Alois Zaussinger ergänzt: „Um Personal und Material zu schonen, haben wir im weiteren Verlauf Kräfte aus ganz Niederösterreich eingebunden. Das ist gelebte Solidarität und zeigt eindrucksvoll die Stärke des Feuerwehrsystems in Niederösterreich.“
Im Bezirksführungsstab waren insbesondere Markus Zahlbrecht und Matthias Widl mit der Einsatzkoordination betraut: „Der Füllstand des Hochbehälters wurde laufend überwacht. Teilweise mussten wir sehr kurzfristig zusätzliche Kräfte organisieren, um die Versorgung jederzeit sicherzustellen.“

Auch Bezirkshauptmann Mag. Karl-Josef Weiss würdigte den Einsatz: „Wir wissen ganz genau, was wir an unseren Feuerwehren haben – auf sie ist in jeder Lage Verlass.“

Ein großer Dank gilt den eingesetzten Feuerwehren: Gars am Kamp, Göllersdorf, Hardegg, Haugsdorf, Heufurth, Hollabrunn, Klosterneuburg, Mallersbach, Melk, Merkersdorf, Mistelbach, Niederfladnitz, Pleißing-Waschbach, Ravelsbach, Retz, Riegersburg, Sallapulka, Sitzendorf an der Schmida, Stockerau, Watzelsdorf, Weitersfeld, Zellerndorf und Ziersdorf

Ebenso bedanken wir uns für die hervorragende Zusammenarbeit bei allen Behörden, den Bürgermeistern sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeinden Hardegg und Weitersfeld, bei der EVN Wasser, dem NÖ Landesfeuerwehrverband sowie den beteiligten Fachfirmen Setzer und Zeindler.


Quelle: BFKDO Hollabrunn

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